Ahlen

Do., 02.09.2010

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Schau an, wie hübsch: Das 34. Pöttken mags gern heiß

Auch als Obstschale äußerst dekorativ: Das Pöttken 2010 ist eine Auflaufform und kommt in 1700-facher Ausführung am 18. und 19. September auf den (Kram-)Markt.Foto: (Ulrich Gösmann)
Von Ulrich Gösmann

Ahlen - Mit frischen Früchten recht dekorativ, als Backform äußerst praktisch - und als Mitbringsel garantiert ein Selbstläufer. Die Auszeichnungen eilen dem stummen Star des 34. Ahlener Pöttkes- und Töttkenmarktes schon voraus. Diesmal ist es eine Auflaufform mit Mehrwert. Wie schon vor rund 20 Jahren, in der Neuauflage aber der jüngsten Tradition gehorchend in frischem Blau-Weiß.

Attraktiv auch der Preis: 6,95 Euro. Obwohl er eigentlich hätte höher ausfallen müssen, wie Pöttkesmeister Josef Ostermann bei der Präsentation am Donnerstag augenzwinkernd anmerkt: Schließlich sei es größer als die anderen. Habe daher mehr Emaille gekostet, bei steigenden Energie- und Rohstoffpreisen. Aber nein: Zur Tradition gehöre auch der Preis. Also gebe es an ihm nichts zu rütteln.

Ein Prototyp des Pöttken 2010, das in vier Wochen in 1700-facher Stückzahl auf den Krammarkt kommt, hat bereits eine heiße Nacht hinter sich. Im Ofen der Bäckerei Zimmermeier durchlief er einen Probelauf mit Roggenmischbrotteig. Kross gebacken, formstabil, zierte das Resultat am Morgen Ostermanns Frühstückstisch. „Ich hatte auch schon überlegt, darin bei der Fleischerei Konradt einen Braten brutzeln zu lassen“, scherzt der Koordinator, um die Vielfältigkeit des neuen Schmuckstücks zu demon­strieren.

Die Entscheidung für die Auflaufform fiel eigentlich über das Brot. In vielen Aushalten werde es gern selbst gebacken, weiß der Einzelhändler. Kopfnicken seinerzeit auch bei den anderen Entscheidungsträgern. Damit war der Auftrag an die Firma Krüger erteilt.

Stadtmarketingchef Heri Klas zeigt sich einmal mehr überrascht, dass es immer noch gelinge, ein „neues Pöttken“ auf den Markt zu bringen. „Eine tolle Sache“, die von Sammlern mit Kusshand angenommen werde. Gerade in den letzten Jahren habe der Verkauf neuen Schwung bekommen.

Sein Erstaunen wird Klas wohl auch im nächsten Jahr wieder zeigen dürfen, denn schon jetzt schwebt Josef Ostermann im Hinterkopf, wer dann in der 35. Runde das Rennen macht. Der Porzellanhändler ist gerade zurück von einer Fachmesse aus Frankfurt. Dort, verrät er, habe er am Stand eines der letzten deutschen Emaillewerke durch Zufall „ein ganz altes Teil“ wiederentdeckt - und ist seitdem Feuer und Flamme. Mehr aber noch nicht dazu. Nur soviel: „Mal sehen, ob wir es im nächsten Jahr an der Start kriegen.“

Übrigens: Vorbestellungen sind schon jetzt in den bekannten Geschäften möglich. Fürs Pöttken 2010 wohlgemerkt.


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