Ahlen

So., 29.08.2010

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Vom Kassierer zum König: Die Südenschützen feiern Fred Fiebach

Nach dem 390. Schuss hatte Fred Fiebach den Kampf um die Königswürde beim Bürgerschützenverein „Süden“ für sich entschieden.Fotos: (Reinhard Bakdauf)
Von Reinhard Baldauf

Ahlen - ­Um 17.45 Uhr gab es einen großen Aufschrei beim Königsschießen des Bürgerschützenvereins „Süden“. Doch es sollte am Sonntag noch eineinhalb Stunden dauern, bis die Reste des Vogels endlich fielen. Nachdem „Didi“ Kupfernagel den Holzadler gespalten hatte, wollte sich keiner mehr an die Schützenstange trauen. Um 19.15 Uhr machte dann Fred Fiebach mit dem 390. Schuss dem Warten ein Ende. Zum Schluss hatte der Kassierer der „Südenschützen“ sogar noch zahlreiche Mitbewerber bekommen.

Teilweise bei starkem Regen begann das Schießen und den ersten Erfolg gab es für Willi Hesse, der mit dem 57. Schuss den Apfel holte. Das Zepter fiel mit dem 90. Schuss an „Didi“ Kupfernagel. Mit dem 105. Schuss holte Jörg Schwer die Krone herunter. Bis kurz vor 18 Uhr lief das Schießen zügig. Nach dem Treffer von Kupfernagel stockte es bis sich Jürgen Klump ein Herz fasste und lange Zeit alleine schoss. Dann sprang ihm Fred Fiebach zur Seite. Es gesellten sich u. a. Werner „Schnubbel“ Kukla und Bernd Mehring als ernsthafte Bewerber um die Könisgwürde dazu.

Seinen großen Tag hatte das noch amtierenden Königspaar Sylvia Kraft und Veit Scholdra am Samstag. Der Bürgerschützenverein „Süden“ ehrte die Regenten und ihrem Hofstaat auf dem Markt­platz. Am Abend fand dann der Königsball im Festzelt im Henry-Dunant-Weg statt. So betonte der Vorsitzende Dr. Andreas Kirst am Sams­tagnachmittag: „Im Herzen der Stadt sind wir zu­sammengekommen, um unser Königspaar zu ehren und unserer Toten zu gedenken.“

In seiner Ansprache betonte Kirst, dass alle Personen und Gruppen im Schützenverein wichtig seien. An diesem Tag wolle er aber die 2. Kompanie hervorheben, die es seit 20 Jahren gibt. Ausgeschiedene Mitglieder der Avantgarde, die weiter in Uniform dabei sein wollten, gaben im Frühjahr 1990 den Anstoß zur Grün­dung der 2. Kompanie. An der Spitze der Bewegung standen damals die Gebrüder Gosda und Rüdiger Möllenhecker, hob der Vorsitzende hervor. Heute sei dies eine „ansehnlich und starke Truppe“, die sich neben den vielfältigen Aufgaben im Verein auch um das Kinderfest kümmere. Ebenfalls die König Veit Scholdra gehöre der Jubiläumskompanie an. Oberst Jürgen Seiler verlieh der Kompanie das „Gro­ße Fahnenband mit Kordel“ für die Fahne.

Nach der Kranzniederlegung ging es dann in offenen Cabrios im Festumzug zum Schüt­zenfestplatz. Das Fest der „Südenschützen“ hatte bereits am Freitagabend mit einer „Ladies´ Night“ begonnen. Die Peter-Renner-Band spielte zum Tanz auf, den das noch amtierende Königspaar Sylvia Kraft und Veit Scholdra eröffneten. Der Manager der Band, Reinhold Kummetat, hatte für diesen Abend extra eine Sängerin dazu geholt. „Emily K“ präsentierte stimmgewaltig Lieder von Tina Turner bis Andrea Berg.


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