50 Jahre Malteser

Fr., 03.02.2012

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Mit Fernmeldern fing es an

50 Jahre Malteser : Mit Fernmeldern fing es an

Während einer Übung in Beckum-Höxberg im Jahr 1991 schenkten die Fernmelder ihrem damaligen Zugführer Karlheinz Simons einen waschechten „Trabbi“. Foto:

Drensteinfurt - 

Vor 50 Jahren begann die Geschichte des Drensteinfurter Malteser-Hilfsdienstes. Am 10. November 1962 wurde der zivile Luftschutzhilfsdienst-Fernmeldezug aufgestellt.


Die Drensteinfurter Malteser feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. In einer Serie werfen die WN in den kommenden Wochen einen Blick zurück in die Geschichte.

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Am 10. November 1962 wurde vom Malteser-Hilfsdienst in Drensteinfurt der zivile Luftschutzhilfsdienst-Fernmeldezug aufgestellt. Die ersten Helfer wurden feierlich verpflichtet. Damit begann offiziell die Arbeit des Malteser-Hilfsdienstes in Drensteinfurt.

Baron von Landsberg war zu dieser Zeit Diözesanleiter des Malteser-Hilfsdienstes in der Diözese Münster, und er setzte sich, zusammen mit dem damaligen Drensteinfurter Kaplan Hans Deppen und dem stellvertretenden Diözesanleiter Georg Weingärtner aus Münster, dafür ein, dass ein Katastrophenschutz-Fernmeldezug nach Drensteinfurt kam.

Erster Malteser-Stadtbeauftragter und Zugführer des Fernmeldezuges wurde Wilhelm Pues. Das Amt des Zugführers übergab Pues 1964 an Karlheinz Simons, der nach 39-jähriger Tätigkeit diese Aufgabe an den derzeitigen Zugführer Jürgen Kaiser weitergab. Heinz-Dieter Eckhoff übernahm 1980 die Ortsleitung von Wilhelm Pues, die er dann 2009 an den heutigen Stadtbeauftragten Dr. Dietmar Möller übergab.

Als erste Malteser-Unterkunft dienten ab 1963 die Garagen und ein Torhäuschen des Schlosses Haus Steinfurt. Im Frühjahr 1970 wechselten die Malteser die Unterkunft, da die Garagen des Schlosses zu feucht waren und das Fernmeldematerial dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sie mieteten eine Halle eines ehemaligen fischverarbeitenden Betriebes in Ascheberg an – genaugenommen in der Osterbauerschaft an der B 58 zwischen Drensteinfurt und Ascheberg. Im Jahr 1983 entstand dann die eigene Malteser-Unterkunft an der Sendenhorster Straße, die 1997 um einen Hallenteil erweitert wurde.

Im Laufe der Jahre beschränkten sich die Drensteinfurter Malteser nicht nur auf die Tätigkeit im Katastrophenschutz. Neue Dienste und Aufgaben kamen in den 50 Jahren hinzu. Es wurden Erste-Hilfe-Kurse angeboten und Sanitätsdienste bei Veranstaltungen übernommen. Das Ausbildungsangebot wurde durch die Schwesternhelferinnen-Ausbildung ergänzt. Ein Fahrdienst für Schwergehbehinderte und Rollstuhlfahrer wurde durch den Kauf eines Spezialfahrzeuges ins Leben gerufen und eine Kleiderkammer für bedürftige Personen eingerichtet.

Nach der Öffnung der Grenzen des ehemaligen Ostblocks kamen der Auslandsdienst mit seinen Hilfsgütertransporten nach Ungarn und Litauen dazu.

Vor 20 Jahren wurde mit der Gründung der ersten Malteser-Jugendgruppe die Jugendarbeit beim Malteser-Hilfsdienst Drensteinfurt forciert. Im Jahr 2003 gründete sich die Demenzgruppe, die sich um die Unterstützung und Betreuung von demenzkranken Menschen, ihren Angehörigen und dem ehrenamtlichen Pflegepersonal kümmert.

„Diese vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten können wir nur dank unserer derzeitig 129 aktiven Helferinnen und Helfer durchführen, die ihre Arbeit rein ehrenamtlich verrichten“, erläuterte der Stadtbeauftragte Dietmar Möller.


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