Versammlung des SVD

So., 05.02.2012

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.

Artikelbewertung

Streitpunkt Ascheplatz

Versammlung des SVD : Streitpunkt Ascheplatz

Für ihre langjährige Mitgliedschaft dankten Vorsitzender Werner Schmidt, zweiter Vorsitzender Jörg Gunsthövel und Kassierer Volker Hummelt (v.re.) Armin Asbrand, Christoph Semptner, Peter Hammer, Charly Morsmann und Georg Woltering (v.li.). Foto: -phi-

Drensteinfurt - 

Sportlich läuft es „rund“ beim SVD. Und dennoch gab es während der Jahreshauptversammlung einige heftige Diskussionen, als es um die Themen „Beitragserhöhung“ und „Umwandlung des Ascheplatzes“ ging.


Kontrovers diskutiert wurde am Freitagabend in der Generalversammlung des Sportvereins Drensteinfurt. Denn neben der Freude über den aktuellen sportlichen Erfolg gab es auch einige kritische Stimmen, als es um die Themen Beitragserhöhung und Umwandlung des Ascheplatzes ging.

Google-Anzeigen

Letztere ist nämlich mit der Kündigung des Mietvertrages für die Umkleideräume in der alten Molkerei verbunden, was einige Mitglieder für einen großen Fehler halten. Zudem, so war in der Versammlung zu hören, sei die Entscheidung darüber allein im geschäftsführenden Vorstand getroffen worden, ohne den Gesamtvorstand und die betroffenen Spieler zu informieren.

Bevor es jedoch zur Diskussion kam, blickte Vorsitzender Werner Schmidt noch einmal auf ein sportlich erfolgreiches Jahr 2011 zurück. Ziel für 2012 sei unter anderem der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga. Zudem will der Verein wieder ein „Public Viewing“ zur Fußball-Europameisterschaft organisieren.

Juniorenobmann Manfred Reimann stellte in seinem Abteilungsbericht die Ereignisse in der Jugendabteilung vor. 350 Kinder sind in 22 Mannschaften aktiv und werden von 55 Trainern betreut. Auch sah Reimann den Trainerlehrgang als sehr erfolgreich und wichtig an, da der Trainermangel auch im SVD ein Problem sei. So konnte etwa für diese Saison kein Betreuer für die Mini-Kicker gefunden werden.

Seniorenobmann Uwe Heinsch zeigte sich mit den bisherigen Leistungen der drei Seniorenmannschaften sehr zufrieden. Die erste Mannschaft steht noch ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz. In diesem Jahr rechne man fest mit dem Aufstieg, so Heinsch. Nach ihrem souveränen Wiederaufstieg in die Kreisliga B stehe die zweite Mannschaft auf einem soliden siebten Platz. Auch die Dritte schlage sich in der Kreisliga C sehr achtbar.

Manfred Möllers, Obmann der Boule-Abteilung, berichtete über die überaus positiven Entwicklung bei den Boulesportlern. Im Jahr 2009 sei man mit neun Mitgliedern gestartet. Jetzt zählt Abteilung bereits 65 Aktive.

Bei den Vorstandswahlen kam es nur zu einer Veränderung. Zweiter Vorsitzende Jörg Gunsthövel wurde einstimmig wiedergewählt. Kassierer Stefan Kühler kandidierte allerdings nicht erneut. Für ihn wurde Volker Hummelt einstimmig gewählt.

In seinem zuvor vorgetragenen Kassenbericht hatte Stefan Kühler keine guten Nachrichten zu verkünden. Im Jahr 2011 hat der SVD 12 500 Euro mehr ausgegeben als eingenommen. „Wir konnten dieses Minus noch einmal durch Rücklagen tilgen. Ein weiteres Mal ist dies aber nicht möglich“, so Kühler. Um die Kassenlage künftig auszugleichen, sollen weitere Sponsoren gewonnen werden. Zudem stellte der Vorstand eine Beitragserhöhung zur Wahl, die am Ende bei 15 Gegenstimmen und vier Enthaltungen angenommen wurde. Danach zahlen Kinder künftig 78 statt bisher 69 Euro, Erwachsene 108 statt 99 Euro und Familien 180 statt 166 Euro.

Gegen die Beitragserhöhung stimmten die Spieler Alten Herren, die damit gegen die Entscheidung des geschäftsführenden Vorstandes, den Ascheplatz in einen Rasenplatz umzuwandeln, protestierten. Der Rasen sei bei intensiver Nutzung schnell nicht mehr zu bespielen, was zwangsläufig zu einem Engpass bei den Trainingsmöglichkeiten führe, hieß es aus der Versammlung. Ferner kritisierten die Alten Herren die Aufgabe der Umkleideräume in der Alten Molkerei, sei man bei Platzmangel doch bislang immer auf den Sportplatz Ossenbeck ausgewichen, was durch die fehlenden Kabinen künftig nicht mehr möglich sei. Einige Mitglieder warfen dem Vorstand nicht nur eine schlechte Kommunikation, sondern auch einen schlechten Stil vor. „Das Gemeinschaftsgefühl des Vereins soll gefördert werden. Aber in Wirklichkeit werden Aktive nicht für voll genommen und nur Interessen Einzelner berücksichtigt“, klang es aus der Versammlung.

„Den Schuh mit der schlechten Kommunikation muss ich mir anziehen“, gab Werner Schmidt zu, der zudem in Aussicht stellte, den Mietvertrag für die Kabinen noch um ein Jahr zu verlängern – falls der Rasenplatz tatsächlich nicht bespielbar ist.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Standort

 

WN-Markt Anzeigen

Schnäppchen, Reisen und Bekanntschaften in Ihrer Nähe

WN-Aktionen

Immer mehr drin
Exklusive Angebote für WN-Kunden - wie funktioniert das? mehr...
Anzeige