Di., 15.10.2013

Feuerwehr: Neubaupläne abgesegnet „Eine super Geschichte“

Drensteinfurt - 

Der Entwurf steht: Einstimmig segnete der Bauausschuss am Montagabend die Pläne des Architekten Wolfgang Döring zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Konrad-Adenauer-Straße ab. Kosten wird das Projekt rund 2,55 Millionen Euro – Einrichtung exklusive.

Von Dietmar Jeschke

Wohliges Sonnenlicht im kalten Winter – kühlender Schatten im heißen Sommer: Architekt und Ingenieur Wolfgang Döring hat in die Trickkiste gegriffen, um das Thema „Wärme“ gestalterisch umzusetzen. Und zwar in Form einer halbtransparenten Verkleidung aus Steinzeug, die künftig die ansonsten gläserne Fassade der neuen Fahrzeughalle ummanteln wird, um die Strahlen die tiefstehenden Sonne im Winter hinein und die der hochstechenden Sonne im Sommer fein draußen zu lassen.

Klinker statt Metallfassaden und mineralischer Putz statt Blendwerk: Naturmaterialien dominieren die Außengestalt des neuen Feuerwehrgerätehauses , dessen Entwurf am Montagabend im Fachausschuss unter großem Beifall die planerische Hürde nahm.

Das nicht unbedingt kompakte Gebäude soll sich in die – noch – ländliche Umgebung einfügen, erläuterte der Architekt. Um zugleich jedoch einen deutlichen optischen Akzent am südlichen Ortseingang zu setzen. Dass es dies tun wird, davon konnten sich die Ausschussmitglieder mittels moderner Computergrafik samt Echtzeitsimulation direkt überzeugen.

„Sie haben das Beste aus den drei von uns besichtigten Gerätehäusern zusammengetragen. Dafür gebührt ihnen ein Kompliment“, befand CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Töns, der ebenso wie Bürgermeister Paul Berlage den überaus harmonischen Planungsprozess unter Beteiligung der Feuerwehr lobte. Wenngleich – so Berlage – dieser naturgemäß nicht gänzlich ohne manche Diskussion verlaufen sei. So etwa, als es um die Dimension des geplanten Schulungsraum ging, den die Verwaltung gerne ein wenig kompakter umgesetzt wissen wollte. Am Ende, so Berlage, habe man sich jedoch dem „durchaus nachvollziehbaren Anliegen“ der Wehrführung gebeugt, die künftig in der Lage sein will, bei einer maximalen Kapazität von 150 Sitzplätzen die Wehrleute aus allen drei Ortseilen versammeln zu können.

Perspektivisch gestaltet wurden auch Dimension und Lage der übrigen Bauteile. Die Zufahrt zum Parkplatz etwa verläuft so, dass sie im Bedarfsfalle einem weiteren Anbau der Fahrzeughalle nicht im Wege steht. Zudem wurde der gesamte Gebäudekörper derart auf dem Areal positioniert, das dies in einigen Jahren noch ausreichend Fläche für die mögliche Umsiedlung der bislang ebenfalls an der Sendenhorster Straße befindlichen Rettungswache des Kreises Warendorf bietet.

„Es wird ein wunderbares und wohl das kreisweit beste Feuerwehrgerätehaus sein“, urteilte SPD-Fraktionsvorsitzender Reinhard Bünnigmann über den vorgestellten Entwurf. Breite Zustimmung gab es auch von Georg Feldmann ( CDU ), der vor allem das „überragende Energiekonzept“ lobte, welches das Gebäude in verschiedene Wärmezonen untereilt und so stets optimale Bedingungen bei geringstmöglichem Energieeinsatz bieten soll. „Perspektivisch ist das eine super Geschichte, die wir da auf den Weg gebracht haben“, so Feldmann.

Unterstützung gab es schließlich auch von den Grünen. „Es ist ein sehr ansprechender Entwurf“, urteilte Fraktionsvorsitzende Maria Tölle über das Konzept, das nun die Grundlage für den Bauantrag bilden wird. Dessen Genehmigung, soviel ließ die Verwaltung nach Rücksprache mit dem zuständigen Kreis Warendorf bereits durchblicken, gilt als Formsache.

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