Fr., 06.12.2013

SPD und Grüne wollen den Bürgermeisterposten Carsten Grawunder kandidiert

Carsten Grawunder (M.) tritt an: Gestern Morgen stellten Annette Moers und Ingo Stude von der SPD sowie Stefan Gengenbacher und Maria Töller von den Grünen (v.li.) ihren gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten vor.

Carsten Grawunder (M.) tritt an: Gestern Morgen stellten Annette Moers und Ingo Stude von der SPD sowie Stefan Gengenbacher und Maria Töller von den Grünen (v.li.) ihren gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten vor. Foto: Dietmar Jeschke

Drensteinfurt - 

Der Herausforderer von Bürgermeister Paul Berlage steht fest: Carsten Grawunder wird am 25. Mai als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen in den Ring steigen, um den bisherigen Drensteinfurter Rathaus-Chef abzulösen. Bislang ist Grawunder als Diplom-Verwaltungswirt tätig.

Von Dietmar Jeschke

Die Chemie stimmt. Davon sind SPD-Vorsitzender Ingo Stude und sein Pendant Stefan Gengenbacher von den Grünen überzeugt. Weshalb es allen Beteiligten nicht schwer fiel, die wohl wichtigste Personalfrage der kommenden Monate überaus rasch zu klären: Carsten Grawunder soll als gemeinsamer Kandidat beider Parteien in das Chefbüro der Drensteinfurter Stadtverwaltung einziehen. Am 25. Mai wird der 46-Jährige gegen Amtsinhaber Paul Berlage in den sprichwörtlichen Ring steigen. Und das durchaus selbstbewusst. „Ich würde nicht antreten, wenn ich mir nicht ernsthafte Chancen ausrechnen würde“, sagt Grawunder.

In Münster geboren, lebt der verheiratete Vater von vier Söhnen im Alter zwischen drei und 15 Jahren seit 2000 mit seiner Familie in Drensteinfurt , wo er sich seitdem in Tageseinrichtungen und Schulen für die Interessen der Familien einsetzt.

Beruflich ist der gelernte Bürokaufmann und Diplom-Verwaltungswirt als Zivilbeschäftiger im Münsteraner Polizeipräsidium tätig.

Parteipolitisch ist der parteilose Kandidat bislang ein unbeschriebenes Blatt. Politisch untätig war und ist er aber dennoch nicht, hat er sich in den vergangenen Jahren doch einen Namen als Stimme der „Bürgerinitiative gegen Gasbohren“ gemacht. Ein Engagement, das er – zumindest inhaltlich – auch als erster Bürger der Stadt fortsetzen will. „Mit mir als Bürgermeister wird es kein Fracking in Drensteinfurt geben“, verspricht Grawunder, dessen erklärtes Ziel es ist, „offen auf alle Parteien und Menschen in der Stadt zuzugehen“. Überhaupt: Der Begriff „Transparenz“ wird für den erklärten Familienmenschen, der privat gerne reist, liest und vorliest, letzteres mitunter auch im Radio, groß geschrieben.

Nicht nur gegenüber seinen Wählern, sondern auch gegenüber seinem Personal. „Mir ist es wichtig, dass sich die Mitarbeiter ernst genommen und wertgeschätzt fühlen“, sagt der Kandidat.

Mit welchen konkreten politischen Zielen er und die hinter ihm stehenden Parteien in den nun gemeinsamen Wahlkampf ziehen werden, das soll „en détail“ erst in den kommenden Wochen diskutiert und formuliert werden. „Ende Januar, Anfang Februar“, berichtet SPD-Vorsitzender Ingo Stude, soll das Wahlprogramm auf dem Tisch liegen. Wichtige Themen darin, soviel ließ Carsten Grawunder bereits durchblicken, sollen die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, die Energiepolitik und die Innenstadtgestaltung sein.

Dass ihr gemeinsamer Kandidat damit – und nicht zuletzt auch mit seiner eigenen Person – punkten kann, davon sind die Spitzen beider Parteien überzeugt. „Er ist fachkompetent, engagiert und verfügt über einen gewissen Bekanntheitsgrad. Damit ist er eine echte Alternative“, erklärt Grünen-Sprecher Stefan Gengenbacher, dessen Partei zum ersten Mal in ihrer Drensteinfurter Geschichte einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters ins Rennen schicken wird.

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