Di., 11.02.2014

Fracking Fracking-Gespenst spukt weiter

Die Bürgerinitiative gegen Gasbohren sorgt dafür, dass das Thema Fracking nicht in Vergessenheit gerät.

Die Bürgerinitiative gegen Gasbohren sorgt dafür, dass das Thema Fracking nicht in Vergessenheit gerät. Foto: -stk-

Drensteinfurt - 

Das Thema Fracking ist in der Öffentlichkeit zuletzt ein wenig in den Hintergrund gerückt. Die Bürgerinitiative gegen Gasbohren Drensteinfurt ist aber weiter wachsam. In einem Brief an den Regierungspräsidenten in Arnsberg stellt BIGG-Vorsitzender Stefan Henrichs klare Forderungen.

Von Stefan Flockert

Über viele Monate hinweg war das Thema Fracking in aller Munde. Für viele Drensteinfurter war die Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten mit Hilfe von Chemikalien ein echtes Schreckgespenst. Eine Verunreinigung des Trinkwassers wurde befürchtet. Die „Bürgerinitiative Gegen GasbohrenDrensteinfurt (BIGG) hat unter der Regie ihres Vorsitzenden Stefan Henrichs engagiert gegen Fracking mobil gemacht.

Doch zuletzt schien dieses Thema ein wenig in Vergessenheit zu geraten, obwohl die umstrittene Erdgasförderung aus tiefen Gesteinsschichten noch nicht endgültig vom Tisch ist. „In NRW wird es bis auf Weiteres keine Genehmigungen für Erkundung und Gewinnung unkonventioneller Erdgas-Lagerstätten unter Einsatz von schädlichen Substanzen (Fracking) geben“, heißt es lediglich auf der Homepage des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums.

Die Drensteinfurter Bürgerinitiative, die inzwischen knapp 200 Mitglieder zählt, hat sich in einem Brief an den Regierungspräsidenten in Arnsberg gewandt. Darin heißt es: „Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass es hier bei uns keine Förderung von unkonventionellem Erdgas geben wird.“ Der BIGG-Vorstand schreibt, dass die Firma ExxonMobil mit ihrem Tochterunternehmen Mobil Erdgas-Erdöl GmbH eine bis zum 13. März dieses Jahres befristete Aufsuchungserlaubnis für das Feld Nordrhein-Westfalen Nord habe. Die BIGG möchte nun vom Regierungspräsidenten wissen, ob eine Verlängerung dieser Erlaubnis beantragt wurde – und wenn ja, wie die Bezirksregierung als zuständige Bergbehörde darauf zu reagieren gedenke.

„Wir, die wir die Interessen aller Gegner des unkonventionellen Erdgases hier vor Ort vertreten, haben die Erwartung, dass Sie die Aufsuchungserlaubnis nicht verlängern“, schreibt Stefan Henrichs in dem Brief. Schon 2009 hätte eine Prüfung zu dem Ergebnis kommen müssen, dass eine solche Erlaubnis hätte versagt werden müssen, „weil Bodenschätze beeinträchtigt würden, deren Schutz im öffentlichen Interesse liegt (Kohle)“. Zudem würden öffentliche Interessen die Aufsuchung in dem gesamten Feld ausschließen.

Außerdem, so die BIGG, hätte die Bezirksregierung erkennen können, dass die weltweiten Erfahrungen mit der Firma ExxonMobil die Annahme hätten rechtfertigen können, „dass das Unternehmen nicht die erforderliche Zuverlässigkeit zur Erlaubniserteilung besitzt“. Dies alles sei aus Sicht der Initiative vor fünf Jahren nicht berücksichtigt worden. Falls das Unternehmen Anträge auf Verlängerung der Erlaubnis stellen würde, solle die Bezirksregierung die genannten Einwände berücksichtigen.

Die Drensteinfurter Bürgerinitiative fordert, am weiteren Verfahren beteiligt zu werden und über weitere Schritte informiert zu werden. „Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die seitens Ihrer Behörde zugesicherte Transparenz“, schreibt Henrichs

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