Do., 13.02.2014

Carsten Grawunder präsentiert sein Wahlprogramm „Inhalte statt Verpackungen“

Carsten Grawunder, hier mit Ehefrau Heike Merschhoff-Grawunder und Sohn Jonathan, ist ein erklärter Familienmensch. Am 25. Mai will er als gemeinsamer Kandidat von Grünen und SPD Bürgermeister Paul Berlage ablösen.

Carsten Grawunder, hier mit Ehefrau Heike Merschhoff-Grawunder und Sohn Jonathan, ist ein erklärter Familienmensch. Am 25. Mai will er als gemeinsamer Kandidat von Grünen und SPD Bürgermeister Paul Berlage ablösen. Foto: Dietmar Jeschke

Drensteinfurt - 

Verkehr, Sicherheit, Wohnen, Bildung und Arbeit: Carsten Grawunder hat sich als gemeinsamer Kandidat von SPD und Grünen für die Bürgermeisterwahl am 25. Mai einiges vorgenommen. Gestern präsentierte der 46-jährige Diplomverwaltungswirt erstmals sein detailliertes Wahlprogramm.

Von Dietmar Jeschke

Menschen sind Carsten Grawunder wichtig. Nicht nur innerhalb seiner Familie, auch wenn die für den 46-jährigen Diplom-Verwaltungswirt ganz klar im Mittelpunkt steht. „Man muss auf die Menschen zugehen“, erklärt der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen, wie er in den kommenden Wochen seinen Wahlkampf betreiben möchte. Mit welchen Inhalten er dabei punkten will, das stellte er am Donnerstagmorgen erstmals vor.

„Ich möchte intensiv etwas für Familien tun“, erläuterte der Herausforderer von Amtsinhaber Paul Berlage eines seiner zentralen Anliegen. In Drensteinfurt laufe es diesbezüglich zwar generell bereits „recht gut“. „Aber es ist nicht das, was machbar ist“, ist Grawunder überzeugt. „Bislang stehen hauptsächlich Familien mit Kindern im Fokus. Wir müssen uns aber auch um diejenigen kümmern, die im Alter Unterstützung brauchen“, erklärt der parteilose Kandidat, der betont, letzteres auch im Fall seiner Wahl bleiben zu wollen: „Mich interessieren Inhalte mehr als Verpackungen .“

Ein stärkeres Augenmerk gelte zudem der Jugend. „Die möchte nicht einfach bespaßt werden“, erklärt der Vater von vier Söhnen, dass es wichtig sei, die konkreten Bedürfnisse der Jugendlichen zu ermitteln, um Konfliktherde – wie demolierte Wartehäuser am Bahnhof – dauerhaft abzustellen.

Untersuchungsbedarf sieht der 46-Jährige auch auf anderen Politikfeldern. Etwa im Bereich Verkehr: „Einfach zu sagen, der Großteil hält sich an die Regeln, gefällt mir nicht“, kritisiert Grawunder die Haltung der Stadt am Beispiel der unlängst in die Diskussion geratenen Verkehrssituation an der Kreuzung Konrad-Adenauer-Straße und Raiffeisen-Straße. Hier wie andernorts bedürfe es schon genauerer Analysen und mehr als zweier Tempo-Messungen, um weitere Gefahren auszuschließen.

Analysebedarf bestehe ferner in Sachen Innenstadt. „Wir haben ein massives Innenstadtproblem. Wie die jüngsten Statistiken zeigen, verdienen die Menschen in Drensteinfurt zwar viel Geld, geben es aber nicht in Drensteinfurt aus. Hier gilt es, herauszufinden, woran das liegt“, so Grawunder, der zudem Potenzial sieht, den Tourismus weiter auszubauen – vorausgesetzt, es gibt einen Ersatz für den einzigen, unlängst geschlossenen Hotelbetrieb im Ortsteil Drensteinfurt.

Was die ganz konkreten Projekte betrifft, die Grawunder angehen will, so nennt der Kandidat als erstes die Einrichtung eines Bürgerbusses nach Ascheberger Vorbild. Die Bahnanbindung in Drensteinfurt und Rinkerode sei zwar sehr gut. Vor allem in Walstedde und Ameke sei die Situation jedoch problematisch. Ein Bürgerbus, der die Ortsteile mit den Bahnknotenpunkten verbinden würde, sei hier eine „sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Angebot“.

Ein weiteres Wunschprojekt: Der seit etlichen Jahren verfallende ehemalige Amtshof im Herzen der Stadt. Geht es nach Carsten Grawunder, so soll an dieser Stelle in Kooperation mit einem caritativen Verband ein Bio-Bauernhof entstehen, der behinderten und nicht behinderten Menschen als Wohn- und Arbeitsstätte dienen könnte. Erste positive Gespräche mit der Eigentümerfamilie von Landsberg hätten bereits stattgefunden.

Ebenfalls konkret im Auge hat der Bürgermeisterkandidat die alte Molkerei am Ladestrang. Eine „Augenweide“, die vor allem Bahnreisenden immer wieder unangenehm ins Auge falle, wobei sich das Gebäude nach entsprechender Renovierung durchaus einer anderen Nutzung zuführen ließe – etwa als mietbare „Event-Lounge“ für Hochzeiten und Firmenfeiern. Auch diesbezüglich habe er bereits positive Gespräche mit dem Besitzer der Immobilie sowie mit Vertretern der örtlichen Gastronomie geführt.

Was den Bereich „Wohnen“ anbelangt, so warnt der Kandidat vor den Folgen des demografischen Wandels, dem die derzeitige Baulandentwicklung geradezu konträr gegenüber stehe. Der Bedarf an Einfamilienhäusern werde, so Grawunder, schon auf absehbare Zeit deutlich sinken. Im Gegenzug gebe es bereits heute einen deutlichen Mangel an – vor allem für junge Menschen – bezahlbarem Wohnraum. „Hier muss man sich breiter aufstellen“, fordert der 46-Jährige Alternativen zur Baulanderschließung.

Das detaillierte Wahlprogramm des Herausforderers ist ab sofort auf seiner Homepage unter www.carsten-grawunder.de sowie auf dessen Facebook-Seite zu finden.

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