Di., 20.05.2014

Interview mit Bürgermeisterkandidat Carsten Grawunder Offen, ehrlich, unbelastet

Drensteinfurt - 

Nur noch vier Tage, dann wird feststehen, wer in den kommenden Jahren den Chefsessel in der Stadtverwaltung besetzen wird. Kurz vor der Wahl hat die WN-Redaktion den Bewerbern noch einmal auf den Zahn gefüllt. Den Auftakt macht Herausforderer Carsten Grawunder.

Die Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag könnte spannend werden. Bündnis 90/ Die Grünen und SPD schicken mit Carsten Grawunder einen Kandidaten ins Rennen, der sich durchaus Chancen ausrechnet, als Chef ins Drensteinfurter Rathaus einzuziehen. Die WN-Redakteure Dietmar Jeschke und Stefan Flockert fühlen dem Herausforderer in einem Interview auf den Zahn.

Was machen Sie am Tag nach der Wahl?

Carsten Grawunder: Die Gedanken sortieren, den Wahltag sowie die vergangenen Monate Revue passieren lassen und hoffentlich ganz viele Glückwünsche entgegennehmen.

Gibt es im Falle einer Niederlage einen Plan B? Wie sähe ihre Zukunft dann aus?

Grawunder: Ein Teil meines Jahresurlaubes ginge zu Ende, und natürlich wäre ich enttäuscht. Beruflich kehrte ich um viele interessante und gute Erfahrungen reicher an meinen Arbeitsplatz beim Polizeipräsidium Münster zurück.

Ist in Ihrem Leben bislang alles nach Plan gelaufen?

Grawunder: Bei den großen Projekten erfreulicherweise ja.

Warum denken Sie, dass Sie der bessere Bürgermeister für Drensteinfurt sind?

Grawunder: Weil ich mich unbelastet besser in der Lage sehe, offen, ehrlich, unvoreingenommen und auch neugierig auf die Menschen zuzugehen und ihre Anliegen und Bedürfnisse aufzunehmen. Dies gilt für die Bürgerschaft gleichermaßen wie für die Verwaltung.

Warum sind Sie nicht Parteimitglied?

Grawunder: Es gibt für mich nicht die eine richtige Partei; Inhalte sind mir wichtiger als die Verpackung. In allen demokratischen Parteien habe ich in der Vergangenheit schon Schnittmengen mit meinen Überzeugungen gesehen. Genauso haben diese Parteien aber auch Standpunkte vertreten, die mich nicht überzeugen konnten, beziehungsweise mit denen ich mich nicht zu identifizieren vermochte.

Glauben Sie, dass Sie bei den Wählern gut ankommen?

Grawunder: Ja.

Was schätzen Sie an Ihrem Gegenkandidaten?

Grawunder: Dass er unsere Arbeit in der Bürgerinitiative gegen Gasbohren (BIGG) anerkennt.

Was gefällt Ihnen in Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde nicht?

Grawunder: Bürgerinnen und Bürger, die sich von Politik und Stadt im Stich gelassen fühlen. Leerstehende Geschäfte oder Gaststätten, unsichere Verkehrssituationen, die fehlende Willkommenskultur für Menschen, die anders sind.

Was glauben Sie, was stinkt den Bürgern in der Stadt?

Grawunder: Undurchsichtige Politik von oben herab.

Welche Projekte wollen Sie als Bürgermeister in der nächsten Wahlperiode anpacken? Was steht auf ihrer Prioritätenliste ganz oben?

Grawunder: Im täglichen Umgang miteinander bedeutet mir transparentes Handeln besonders viel. Davon wird mein Handeln in allen Geschäftsfeldern der Gemeinde zu Anfang sehr stark geprägt sein. Ich möchte eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen auf den Weg bringen, in welcher diese leben und arbeiten können und die Innenstadt mit ihrer ansprechenden Atmosphäre weiterentwickeln, dass sie zum Verweilen einlädt mit einem gemischten Angebot an Geschäften und Gastronomie. Mit der Förderung des Ausbaus des touristischen Angebotes möchte ich unsere schöne Stadt für Besucher attraktiver machen.

Braucht Drensteinfurt neben „Ihr Platz“ einen weiteren Drogeriemarkt?

Grawunder: Ich glaube nicht. Vielmehr braucht Drensteinfurt Verlässlichkeit, um für Investoren interessant zu bleiben. Dem gerade mal ein Jahr alten „Ihr Platz“ müssen wir die Chance geben, seine Kinderkrankheiten auszukurieren.

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