Di., 29.12.2015

Glasfaser in Rinkerode und Walstedde 210 Haushalte fehlen noch

In Drensteinfurt wurde die Zielmarke zum Glasfaserausbau erreicht. Anders als bislang in den Ortsteilen Walstedde und Rinkerode, wo die Anbieter heute zum „Endspurt“ aufrufen.

In Drensteinfurt wurde die Zielmarke zum Glasfaserausbau erreicht. Anders als bislang in den Ortsteilen Walstedde und Rinkerode, wo die Anbieter heute zum „Endspurt“ aufrufen. Foto: Deutsche Glasfaser

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde - 

Die Stadt Drensteinfurt hat die Grenze von 40 Prozent der Haushalte erreicht. Anders als die Ortsteile. Weshalb die örtlichen Anbieter mit Unterstützung der Stadt nun auf den Endspurt hoffen, damit der Glasfaserausbau auch in Rinkerode und Walstedde etwas wird.

Von Mike Mathis

„Es geht um alles: Um die Zukunft der Standorte Rinkerode und Walstedde!“ Mit diesen warnenden Worten beschreibt der IT-Experte Philipp Spielbusch, Inhaber und Geschäftsführer der Drensteinfurter Firma „PSC“, die aktuelle Situation in Sachen Glasfaser. „Bis zum Jahresende haben wir noch Zeit, die nötigen 40 Prozent zu erreichen“, betont er.

Derzeit fehlen nach Angaben der vier lokalen Partner noch rund 120 Haushalte in Rinkerode und etwa 90 in Walstedde. „Eine kleine Herkules-Aufgabe“, sagt Wolfgang Pohlmeier, der mit seinem Unternehmen „Polykom“ den Standort Rinkerode betreut: „Der Herausforderung stellen wir uns und hoffen, dass wir die Marke doch noch knacken können.“

Unterstützung bekommen die Anbieter auch von Bürgermeister Carsten Grawunder. „Wir versuchen momentan alles, um den Ausbau der Glasfasertechnologie auch in die beiden Gemeinden zu holen. Daher verhandeln wir mit der ,Deutschen Glasfaser‘ und mit ,Helinet‘ über eine Verlängerung der Frist“, sagt er und weist auf die Wichtigkeit hin: „In ein paar Jahren wird es das Telefonieren, so wie wir es heute kennen, nicht mehr geben. Die Telekom bereitet jetzt schon alles vor, um 2018 auf Internettelefonie umzusteigen.“ Vor diesem Hintergrund betont Spielbusch: „Das ist eine einmalige Gelegenheit, die wir in Rinkerode und Walstedde kein zweites Mal bekommen. In ein paar Jahren wird der Verkehr im Internet deutlich zunehmen. Das Telefonieren wird nur noch darüber funktionieren, und wer dann noch seine Leitung von heute hat, der muss mit ganz massiven Problemen bei der Gesprächsqualität rechnen.“

„Wir bewegen uns dann in fünf bis zehn Jahren ganz einfach in Zeitlupe“, warnt Pohlmeier und entgegnet den Kritikern: „Die knapp 35 bis 40 Euro im Monat sind oft nur minimal teurer, als die meisten Verträge momentan. Dazu kommen zwar noch einmalige Kosten von 50 Euro, aber wer sich bis zum Jahresende für die Glasfaser entscheidet, spart sich die Anschlusskosten.“ Diese liegen nach Angaben der lokalen Partner zwischen 700 und 800 Euro.

Für Bürgermeister Grawunder ist derweil „völlig klar“, dass eine vertane Chance „richtig wehtun“ könnte: „Uns muss einfach bewusst sein, dass die Deutsche Glasfaser den beiden Ortsteilen in den nächsten Jahren mit Sicherheit kein Angebot mehr vorlegen wird, wenn wir jetzt nicht zuschlagen. Die erschließen dann erstmal den restlichen Kreis Warendorf. Und irgendwelche Wettbewerber werden das bestimmt auch nicht tun, wenn sie sehen, dass das hier gar nicht angenommen wird.“ Um die restlichen, knapp zehn Prozent doch noch zu erreichen, legen sich die vier lokalen Partner heute noch einmal „richtig ins Zeug“, so Pohlmeier. Ähnlich wird auch die „Last-Minute-Offensive“ in Walstedde aussehen.

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