So., 19.03.2017

Folk Live in der Alten Post Blues vom Feinsten

Vater und Sohn in ihrem Element: Zed und Ted Mitchell boten perfekten E-Gitarrensound.

Vater und Sohn in ihrem Element: Zed und Ted Mitchell boten perfekten E-Gitarrensound.

Drensteinfurt - 

Blues vom Feinsten hatten die Veranstalter versprochen. Und die rund 90 Musikfreunde, die beim Finale der diesjährigen Folk-Live-Reihe in der Alten Post dabei waren, wurden nicht enttäuscht. Zed Mitchell und seine Band lieferten ein furioses Konzert und ernteten tosenden Beifall.

Von Birte Moritz

Begeistert von „Saitenmagier“ Zed Mitchell und seiner Band zeigten sich die knapp 90 Besucher des Bluesrock-Konzerts am Freitagabend in der Alten Post. Es war die letzte Veranstaltung der aktuellen Folk-Live-Reihe der Stadt Drensteinfurt.

Die Band biete „Bluesmusik vom Feinsten“, hieß es in den Ankündigungen. Und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Denn schnell war offensichtlich, dass Zed Mitchell sein Instrument, die E-Gitarre, perfekt beherrscht. Sowohl die Fingerfertigkeit bei schnellen Songs als auch der gefühlvolle Griff in die Saiten bei langsamen Stücken, wo jeder Ton besonders kunstvoll klang, faszinierten. Und so verwundert es nicht, dass Musikgrößen wie Tina Turner, Phil Collins oder auch Pink Floyd den Gitarristen schon für Studioaufnahmen gebucht haben. Dieses Instrumentenspiel gepaart mit Zed Mitchells angenehmer Gesangsstimme machte den präsentierten Bluesrock „rund“.

Doch auch die anderen drei Musiker überzeugten. Allen voran Ted Mitchell, ebenfalls (Lead-)Gitarrist und Sänger – und Sohn des Altmeisters. Deutlich war den Beiden der Spaß an der gemeinsamen Musik anzusehen. Alex Felder gab sich souverän am Bass. Und Schlagzeuger Peter Hensen schien hinter seinen Drums zwischenzeitlich alles um sich herum zu vergessen. Für sein Solo erntete er viel Applaus.

Sowohl rockige Songs wie „I‘m In Vegas Tonight“ als auch ruhigere Stücke, etwa „Springtime in Paris“, waren zu hören. Letzteres ist der Titelsong eines gleichnamigen Albums der Band. Es gehört zu Mitchells „Vier-Jahreszeiten-Serie“ in Anlehnung an Antonio Vivaldi und wird gefolgt von „Summer in L.A.“, „Autumn in Berlin“ und „Winter in Amsterdam“. Auch aus diesen Alben spielten die vier Musiker mit vielseitigen Riffs gespickte Songs.

Der gebürtige Jugoslawe, dessen Initialen auch für Zlatko Manojlovic, seinen bürgerlichen Namen, stehen, ist seit 1970 Profimusiker. Seine humorvolle Art, kombiniert mit seinem Balkan-Akzent, brachte ihm schnell die Sympathien des Publikums ein. Von Anfang an bezog der Wahl-Essener das Publikum mit ein und sorgte so für eine familiäre Atmosphäre. Schon nach kurzer Zeit forderte er es bei einem Song zum Mitsingen auf. Die Blues-Fans ließen sich gerne darauf ein.

Im Übrigen waren das ganze Konzert hindurch viele mitwippende Köpfe im Publikum zu sehen. Am Ende ließen die Besucher die Band erst nach zwei lautstark eingeforderten Zugaben gehen.

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