Do., 20.04.2017

Feldbegehung der Drensteinfurter Landwirte Gut entwickeltes Getreide

Matthias Voß (vorne li.) und Bernhard Berkemeier (vorne re.) berieten die Drensteinfurter Landwirte bei der Feldbegehung.

Matthias Voß (vorne li.) und Bernhard Berkemeier (vorne re.) berieten die Drensteinfurter Landwirte bei der Feldbegehung. Foto: -sibe-

Drensteinfurt - 

Die Drensteinfurter Landwirte zogen bei ihrer Feldbegehung eine positive Zwischenbilanz. Das Getreide, das derzeit auf den heimischen Feldern steht, hat sich trotz der schwierigen, trockenen Bedingungen im letzten Herbst gut entwickelt. Die Wärme im März hat für schnelles Wachstum gesorgt.

Von Simon Beckmann

„Alles, was auf den Feldern steht, hat sich trotz der schwierigen, trockenen Bedingungen im letzten Herbst gut entwickelt“, bilanzierten Matthias Voß, Vertriebsberater bei Bayer Agrar Deutschland, und Bernhard Berkemeier, Pflanzenbauberater der Raiffeisen Lüdinghausen, bei der traditionellen Feldbegehung des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Drensteinfurt am Mittwochabend.

Treffpunkt war der Hof von Bernd Autermann in der Bauerschaft Eickendorf. Von dort ging es für die etwa 20 Landwirte aus Stewwert zu Feldern mit Gerste, Triticale, Weizen sowie Raps, um sich gemeinsam mit den beiden Experten den momentanen Entwicklungsstand der Pflanzen anzuschauen. Neben der Ausbreitung von verschiedenen Krankheiten wurde auch die kalte Witterung thematisiert. „Der warme März hat für ein sehr schnelles Wachstum gesorgt. Jetzt können die Pflanzen etwas ruhen, sich erholen und festigen“, erklärte Voß einen Vorteil der kalten Temperaturen.

Allerdings sei das Wetter nicht für alle Getreidesorten optimal. „Die Gerste verträgt Temperaturen von unter minus fünf Grad nicht sonderlich gut. Extreme Minusgrade sind deswegen nicht erwünscht“, fügte Berkemeier hinzu. Wachstumsregulierungsmaßnahmen seien bei der momentanen kühlen Witterung ebenso nicht zu empfehlen.

Über eine große Ausbreitung an Krankheiten müssen sich die Landwirte zurzeit aber keine Gedanken machen. „Mehltau ist bis jetzt bei Weizen und Triticale in geringem Ausmaß aufgetreten“, berichteten die beiden Pflanzenexperten, die dagegen den frühzeitigen Einsatz von Fungiziden empfehlen. In Grenzen halte sich in diesem Jahr auch der Gelbrost. Zudem sei der Rapsglanzkäfer zwar schon beobachtet worden – aber nicht in einem besorgniserregenden Ausmaß.

Anders sieht es da auf Feldern, auf denen die schwarze Ackerbohne angebaut ist, aus. „Hier gilt es, auf schwarze Läuse zu achten. Viele von ihnen übertragen einen Virus, der zu erheblichen Ausfällen bei der Ernte führt“, warnte Voß. Bei Befall müssten sofort Maßnahmen ergriffen werden. ansonsten werde die Ackerbohne aufgrund des geringen Ertrages schnell aus der Fruchtfolge verschwinden.

Der Mais sei aktuell zu 60 Prozent ausgesät. „In den nächsten Tagen werden die Landwirte wieder mit schweren Maschinen unterwegs sein, um den restlichen Mais auszulegen und Gülle auszufahren“, bittet Voß die Bevölkerung um Verständnis.

Im Anschluss an die Feldbegehung bestand für die Landwirte noch die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und dabei den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4778790?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F