Mo., 19.06.2017

50 Jahre KFD Walstedde Bindeglied in der Gesellschaft

Voll besetzt war die Kulturscheune. Die Gitarrengruppe von Ulla Marhold sorgte für die musikalische Unterhaltung.

Voll besetzt war die Kulturscheune. Die Gitarrengruppe von Ulla Marhold sorgte für die musikalische Unterhaltung. Foto: -rb-

Walstedde - 

Anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens hatte die KFD St. Lambertus zu einer Feierstunde in die Kulturscheune eingeladen. Nicht nur Bürgermeister Carsten Grawunder war gekommen, um der Gemeinschaft seine Glückwünsche zu überbringen. Für beste Unterhaltung sorgte Hildegard Brömmelstrote.

Von Reinhard Baldauf

Mit einem Gottesdienst, anschließendem Sektempfang und einer Feierstunde beging die KFD St. Lambertus am Sonntag ihr 50-jähriges Bestehen. Nach der Messe, die Pater Johny zelebrierte, ging es zur Kulturscheune. Mit einem erfrischenden Getränk startete die Feierstunde, die vom Gitarrenkreis von Ulla Marhold eingeleitet wurde. Die jungen Musiker waren mehrfach zu hören und wurden mit viel Applaus bedacht.

KFD-Teamsprecherin Doris Sander begrüßte die zahlreichen Gäste mit Bürgermeister Carsten Grawunder an der Spitze. In ihrer Rede ging Sander auf die vergangenen 50 Jahre seit der Gründung des „Frauenvereins“ im Jahr 1967 ein. Zu Beginn hielt sie fest: „Jubiläum feiern heißt: Dankbar zurückschauen, Wertvolles und Wichtiges, aber auch Vergessenes in Erinnerung bringen und voll Zuversicht die Zukunft planen und mitgestalten.“ Als wichtige Meilensteine nannte sie die Gründung der ökumenischen Altenbewegung, der heutigen Seniorengemeinschaft 1973.

Im Jahr 1980 erfolgte das erste Mal die Wahl eines Leitungsteams. Ein Jahr später habe es die bestbesuchte Mitgliederversammlung mit 200 Frauen gegeben. Im Laufe der Jahre seien, so Doris Sander, verschiedene Projekte in der Gemeinde gefördert worden. Ihr Dank galt nicht nur den Aktiven, die in den vergangenen Jahren mit angepackt haben, sondern ebenfalls allen, die dieses Fest mit vorbereitet hatten.

Bürgermeister Carsten Grawunder sah alle Anwesenden als Ehrengäste, da sie in der KFD aktiv seien. Der Bürgermeister lobte: „Sie kümmern sich um alle, aber besonders um Frauen.“ In diesem Zusammenhang kritisierte er den ungleichen Lohn von Frauen bei gleicher Arbeit. Mit dem Blick auf den Arbeitsmarkt meinte Grawunder: „Wir müssen froh sein, wenn junge Mütter wieder in den Beruf kommen.“

In der KFD sah das Stadtoberhaupt ein wichtiges Bindeglied in der Gesellschaft. Er sah auch, dass es ein generelles Problem sei, junge Menschen für ein ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Dies liege auch an den veränderten Berufsbedingungen. Grawunder: „Wir müssen mehr in Projekten denken.“ Der Bürgermeister verdeutlichte weiter: „Wir werden eine ältere Gesellschaft, die auch länger aktiv bleibt.“ Er sah aber auch die Menschen, die im Alter Hilfe brauchen.

Glückwünsche gab es auch vom Dekanat und vom Haus Walstedde. Bei der Feierstunde wurden zudem Unterschriften für den Antrag der Frauenhilfe der Evangelischen Kirche von Westfalen gesammelt, den Weltgebetstag der Frauen für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen.

Schon beim gemeinsamen Mittagessen marschierte die Kabarettistin Hildegard Brömmelstrote durch die Reihen und trug Suppe aus. Anschließend erfreute die Ahlenerin mit ihren Beiträgen die Festgesellschaft.

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