Mo., 03.07.2017

Tiere durften frei laufen Doggen-Angriff: Frau außer Lebensgefahr

Warum die Deutschen Doggen – hier ein Symbolbild – die Fußgängerin in Mersch angegriffen haben, ist nach wie vor unklar.

Warum die Deutschen Doggen – hier ein Symbolbild – die Fußgängerin in Mersch angegriffen haben, ist nach wie vor unklar. Foto: Kynologische Gesellschaft für Deutsche Doggen/dpa/gms

Mersch - 

Nach einer mehrstündigen Operation befindet sich die 53-jährige Drensteinfurterin, die am Samstagabend in der Bauerschaft von vier Doggen attackiert wurde, nicht mehr in Lebensgefahr.

Die 53-jährige Frau, die am Samstagabend von vier Doggen angefallen worden war, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr. Das teilte Susanne Dirkorte-Kukuk, Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde Warendorf, gestern auf WN-Anfrage mit.

Schwere Bissverletzungen

Die Frau hatte schwere Bissverletzungen erlitten, als sie von den vier Tieren, die mit ihrer 48-jährigen Besitzerin auf einem Spaziergang unterwegs waren, angefallen worden war. Sie musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden, wo sie umgehend mehrere Stunden lang operiert wurde. In welches Hospital die Frau eingeliefert wurde, wollte die Polizei nicht verraten, um die Verletzte vor Neugierigen zu schützen.

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Wie Ordnungsamtsleiter Martin Brinkötter bestätigte, handelte es sich bei den mittlerweile eingeschläferten Tieren um Deutsche Doggen. Und damit nicht um Hunde, die auf einer der Listen der gefährlichen Hunderassen stehen. Das bedeutet, dass die Tiere aufgrund ihrer Größe zwar im Innenstadtbereich hätten angeleint sein müssen – im Außenbereich aber grundsätzlich nicht. Die dem Vernehmen nach als absolut sachkundig geltende Halterin durfte ihre vier Tiere demnach in der Bauerschaft frei laufen lassen.

Rege Diskussionen im Netz

Wieso es zu dem Angriff kam und ob die Halterin hätte erkennen müssen, dass von ihren Hunden eine Gefahr ausging, wird nun die Staatsanwaltschaft zu klären haben. In den sozialen Netzwerken hat der Unglücksfall für Bestürzung und für rege Diskussionen gesorgt – verbunden mit der Forderung nach einer grundsätzlichen Leinenpflicht für alle Hunde in allen öffentlichen Bereichen. „Genau das würde auch ich mir wünschen“, erklärte Martin Brinkötter mit Blick auf die „schwammige Gesetzeslage“.

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