So., 20.08.2017

107. Renntag im Erlfeld Rennen annulliert – Neustart

Marion und Werner Hubbig (li.) kommen seit 20 Jahren zum Renntag. Mit von der Partie waren am Sonntag auch Christian Starp (re.) und Matthias Hüffer (2.v.re.).

Marion und Werner Hubbig (li.) kommen seit 20 Jahren zum Renntag. Mit von der Partie waren am Sonntag auch Christian Starp (re.) und Matthias Hüffer (2.v.re.). Foto: -stk-

Drensteinfurt - 

Etwas ganz Außergewöhnliches geschah gestern Nachmittag vor 6500 Besuchern beim Renntag im Drensteinfurter Erlfeld.

Von Stefan Flockert

Seit 20 Jahren kommen Marion und Werner Hubbig zum Renntag ins Erlfeld. Quasi ein Pflichttermin. Das aber, was am Sonntagnachmittag im vierten Rennen, dem „Preis der Westfälischen Nachrichten“, passiert ist, haben auch sie noch nicht erlebt. Das gesamte Rennen mussten annulliert werden, weil eine Runde zu wenig gefahren worden war. Rennkommentator Jan von Witzleben hatte nach eineinhalb anstatt nach zweieinhalb Runden über Lautsprecher verkündet, dass Simon Woudstra mit „Flamboro“ den Sieg davongetragen habe. Dabei hätte das Feld noch eine Runde zurücklegen müssen. Aufgrund der Ansage allerdings ließen es die Fahrer ruhig angehen. Doch die unter ihnen, die richtig mitgezählt hatten, kamen unverzüglich zum Richterturm, um zu protestieren. Nach Ansicht der Rennaufzeichnung wurde dann entschieden, das Rennen am Ende des Renntags noch einmal zu wiederholen.

Was der Stimmung bei den Hubbigs, die diesmal mit einer 14-köpfigen Gruppe angereist waren, keinen Abbruch tat. Sie waren bestens ausgerüstet mit Tisch, Stühlen und Kühltasche. An kalten Getränken und auch einem Schnäpschen fehlte es nicht.

Eigentlich haben Marion und Werner Hubbig mit Trabrennen nicht viel am Hut. Sie kommen vom Handball, sind regelmäßige Besucher der Spiele der Ahlener SG. Und trotzdem fahren sie Jahr für Jahr wieder in die Nachbarstadt, um das besondere Flair dieses Pferderennens zu genießen. Gestern taten sie dies mit immerhin 6500 Besuchern.

Um einen guten Blick zu haben, reisen die Ahlener immer schön früh an. Gestern bereits zwei Stunden vor dem ersten Rennstart, um noch welche von den vom Rennverein bereitgestellten Sitzbänke zu ergattern. Die Gruppe ließ sich in der Kurve hinter dem Ziel nieder – schön nah an den Wettschaltern, mit gutem Blick auf die Zielgerade und unweit des Getränkewagens. „Also quasi im magischen Dreieck“, lacht Werner Hubbig.

Und kräftig gewettet wurde natürlich auch. In allen 13 Rennen wurden kleinere Beträge gesetzt. 100 Euro durften maximal ausgegeben werden, kein Cent mehr. „Wenn alle, dann alle“, sagt Marion Hubbig. Zwei bis zweieinhalb Euro wurden pro Rennen investiert. In der Regel fahren sie am Ende des Renntags mit leerem Portemonnaie nach Hause. Aber einmal haben sie einen Gewinn von 300 Euro mit nach Ahlen gebracht, erinnern sie sich noch ganz genau.

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