Mi., 11.10.2017

Mobile Rampen für die Eurobahn Rollstuhlfahrer dürfen wieder mit

Die Züge der Eurobahn verfügen über neue Rampen, die nun auch wieder den Drensteinfurter Rollstuhlfahrern einen Zugang ermöglichen.

Die Züge der Eurobahn verfügen über neue Rampen, die nun auch wieder den Drensteinfurter Rollstuhlfahrern einen Zugang ermöglichen. Foto: Klaus Meyer

Drensteinfurt - 

Mehr als ein Jahr war für Rollstuhlfahrer am Drensteinfurter Bahnhof buchstäblich „Endstation“. Denn aufgrund der zu geringen Bahnsteighöhe fuhren Eurobahn und „National Express“ keine entsprechenden Rampen mehr aus. Nun wurde ein Teilerfolg erzielt:

Von Dietmar Jeschke

Bereits seit über einem Jahr ist für Rollstuhlfahrer am Drensteinfurter Bahnhof buchstäblich „Endstation“. Denn aufgrund der zu geringen Bahnsteighöhe fahren Eurobahn und „National Express“ seitdem keine entsprechenden Rampen mehr aus. Zum Unmut des Drensteinfurter Inklusionsbeauftragten Elmar Rosek, der mit seiner Familie bereits selbst das Nachsehen hatte.

„Seitdem ist viel Zeit ins Land gezogen. Eine Petition beim Düsseldorfer Landtag wurde eingereicht und etlicher E-Mail-Verkehr mit dem ZVM geführt. Seit dem Treffen des Petitionsausschusses mit den beteiligten Unternehmen im Kulturbahnhof wurde eine mobile Rampe an den Bahnsteigen versprochen. Die Anschaffung dieser Rampe scheiterte jedoch bisher an fehlenden Zeichnungen“, berichtet Rosek.

Probleme, die jedoch mittlerweile zumindest teilweise behoben sind, so der Inklusionsbeauftragte weiter. Zum einen, weil die entsprechenden Pläne mittlerweile Verantwortlichen des Betreibers „National Express“ zur Prüfung vorlägen. Zum anderen, weil die Eurobahn mittlerweile neue mobile Rampen für ihre Züge angeschafft habe. „Diese sind länger, und somit ist der Einstieg am Drensteinfurter Bahnhof seit neuestem wieder möglich“, so Rosek, der sich von der Funktionsweise persönlich überzeugt hat.

Am Wochenende hatte er eine Rollstuhlfahrt vom Drensteinfurter Bahnhof nach Münster beim Servicetelefon der Eurobahn angemeldet. „Bis eine Verbindung am Servicetelefon zustande kam, sind zwölf Minuten Wartezeit am Telefonhörer vergangenen. Und leider konnte die Dame am anderen Ende der Leitung dann keine Auskunft darüber geben, ob der Einstieg für Rollstühle am Drensteinfurter Bahnhof wieder möglich ist“, so der Inklusionsbeauftragte.

Somit machte sich Rosek mit seinen Kindern am Sonntag mit gemischten Gefühlen zum Bahnhof auf. Die Sorgen wurden aber nach Eintreffen des Zuges um 10.32 Uhr „vom Winde verweht“. „Nach dem Betätigen der Rollstuhltaste an der Eingangstür kam der Zugführer heraus und legte die neue Rampe an. Der Einstieg war kein Problem“, freut sich Rosek.

Bei der Rückfahrt aus Münster meldete sich der Familienvater schließlich beim Zugführer, um ihn darüber zu informieren, dass bei dem Ausstieg in Drensteinfurt die Rampe angelegt werden müsse. „Der Zugführer war sich unsicher, ob er die Rampe an dem niedrigen Bahnsteig wieder anlegen darf und verwies darauf, dass er erst einmal nachfragen muss. Aber auch der Ausstieg war dann anschließend kein Problem“, so Rosek.

Dass der Bahnsteig am Drensteinfurter Bahnhof aber angehoben werden müsse, daran habe sich nichts geändert, betont der Inklusionsbeauftragte. „Denn ein Einstieg mit Rollator bleibt weiterhin äußerst schwierig“, so Rosek. „Die Stadtverwaltung will die Planungen dazu noch in diesem Jahr vergeben. Diese Planung wird bezuschusst, so dass die Kosten in einem überschaubaren Rahmen halten.“

Wann die mobile Rampe am Bahnhof positioniert wird, damit auch der Betreiber „National Express“ seiner Mobilitätsgarantie nachkomme, stehe weiter in den Sternen“. „Aber die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Rosek.

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