Mi., 15.11.2017

Offene Ganztagsschulen Ganztag in externer Hand

Die OGS-Betreuung an den Grundschulen in Walstedde und Rinkerode (kl. Bild) ist derzeit noch in städtischer Hand. Die Verwaltung strebt jedoch eine Systemumstellung an.

Die OGS-Betreuung an den Grundschulen in Walstedde und Rinkerode (kl. Bild) ist derzeit noch in städtischer Hand. Die Verwaltung strebt jedoch eine Systemumstellung an.

Drensteinfurt - 

Die Stadtverwaltung möchte die OGS-Trägerschaft für die Grundschulen in Walstedde und Rinkerode ebenfalls an einen externen Dienstleister abgeben – so wie es in Drensteinfurt schon seit Jahren gehandhabt wird.

Von Nicole Evering

Die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule (OGS) und die Bis-Mittag-Betreuung (BMB) soll auch in den Grundschulen in Rinkerode und Walstedde an einen externen Dienstleister abgegeben werden. Diesen Vorschlag hat Bürgermeister Carsten Grawunder am Montagabend dem Stadtrat in seiner Rede zur Einbringung des Haushalts unterbreitet.

An der KVG-Schule in Drensteinfurt ist bereits seit einiger Zeit das Mütterzentrum Beckum für die OGS-Betreuung zuständig. Dieses Angebot existiere „mit großer Zufriedenheit auf allen Seiten“, so der Bürgermeister. Die Trägerschaft an den Schulen in Rinkerode und Walstedde liegt bei der Stadt selbst – „aus Sicht der Schulleitungen und der Verwaltung ist hier eine Vereinheitlichung gewünscht und sinnvoll“, so Grawunder.

Durch Zuzug und steigende Geburtenraten wachse auch der Bedarf an Betreuungsplätzen, nicht nur in Kindertagesstätten, sondern auch in den Grundschulen. In Drensteinfurt seien Angebot und Nachfrage auskömmlich, anders sehe es jedoch in Rinkerode und Walstedde aus. „Hier sind wir in den vergangenen Jahren auf der Angebotsseite nicht mit der tatsächlichen Entwicklung der Betreuungssituation mitgegangen. Nicht mehr auskömmliche Räume und unangemessene Personalschlüssel fordern uns auf, gegenzusteuern“, machte der Bürgermeister deutlich.

Ein größerer, externer Träger habe ganz andere Möglichkeiten, sein Personal zu qualifizieren und kurzfristige Engpässe durch Erkrankungen zu kompensieren.

„Eine Übernahme der Trägerschaft der OGS sowie der BMB an unseren drei Grundschulen durch die Stadt Drensteinfurt ist auf absehbare Zeit in der erforderlichen Qualität nicht leistbar und sollte folglich durch einen externen Träger erfolgen“, meint Carsten Grawunder. Ein Systemwechsel lasse sich am ehesten zu Beginn eines Schuljahres realisieren. Grawunder strebt die Umstellung also zum Schuljahr 2018/2019 an.

Es sei sinnvoll, die gesamte Trägerschaft neu auszuschreiben – für die Drensteinfurter Grundschule könnte dies bedeuten, dass möglicherweise ein anderer Dienstleister als das Mütterzentrum Beckum mit OGS und BMB betraut wird. „Nachteile oder Verschlechterungen im Angebot an der KVG-Schule soll es dabei natürlich nicht geben“, betonte der Bürgermeister. Zugleich müssten zufriedenstellende Lösungen für das eigene Personal gefunden werden, das aktuell in der Kinderbetreuung eingesetzt wird.

Der zuständige Fachbereich der Stadtverwaltung werde gemeinsam mit allen drei Schulleitungen die Anforderungen erarbeiten, die das zukünftige Angebot enthalten müsse. Eine Entscheidung solle im ersten Quartal 2018 getroffen werden.

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