Do., 07.12.2017

Friedhofsgebühren steigen erneut Sterben wird teurer

Die Friedhofsgebühren sollen künftig kostendeckend sein. Aktuell liegt die Differenz noch bei 43 Prozent.

Die Friedhofsgebühren sollen künftig kostendeckend sein. Aktuell liegt die Differenz noch bei 43 Prozent. Foto: Dietmar Jeschke

Drensteinfurt - 

Die Friedhofsgebühren werden im kommenden Jahr wohl weiter steigen. Grund dafür ist die im Jahr 2015 umgestellte Berechnungsmethode, deren Ziel es ist, letztendlich eine Kostendeckung durch die „Beleggebühren“ zu erreichen.

Von Dietmar Jeschke

Sterben wird in Drensteinfurt im kommenden Jahr abermals teurer. Und das, so die Verwaltung, ist durchaus so gewollt. Denn wie Bürgermeister Carsten Grawunder in der Vorlage zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Montag mitteilt, ist die Kostendeckung durch die sogenannten Beleggebühren, wie sie im seit 2015 angestrebt wird, nach wie vor nicht erreicht. Aktuell liegt der Kostendeckungsgrad bei gerade einmal 57 Prozent.

„Es wurde in den vergangenen Jahren beschlossen, die Beleggebühren in kleineren Schritten anzupassen jährlich zu überprüfen, welcher Kostendeckungsgrad den Gebührenzahlern zugemutet werden kann“, so der Bürgermeister. „Bisher wurde eine Gebührensteigerung von zehn Prozent der Differenz zwischen einer kostendeckenden Gebühr und der Gebühr des Vorjahres als zumutbar angesehen und beschlossen.“

Da die Belegungsgebühren in den vergangenen Jahr jedoch bereits stark erhöht wurden, schlägt die Verwaltung für das Haushaltsjahr eine vergleichsweise moderate Erhöhung von fünf Prozent der Differenz zwischen kostendeckender Gebühr und der Vorjahresgebühr vor.

Wie Grawunder weiter mitteilt, seien die für dieses Jahr veranschlagten Haushaltsmittel für die Erweiterung des Urnengrabfeldes nicht benötigt worden. Derzeit stehe noch eine komplette Grabreihe zur Verfügung. „Die Erweiterung des Urnengrabfeldes wird in den kommenden Jahren, je nach Bedarf, in nördliche Richtung erfolgen“, heißt es in der Sitzungsvorlage weiter.

Das Grabfeld für Erdbestattungen sei aktuell etwa zu einem Drittel belegt, so dass der verbleibende Platz noch für etwa fünf Jahre ausreiche. Eine gegebenenfalls dann notwendige Erweiterung wäre mit einigem Aufwand verbunden. Denn da für Erdbestattungen besondere Bodenverhältnisse erforderlich sind, müsste ein Bodenaustausch erfolgen. Außerdem müsste eine Drainage verlegt werden. „Hierfür sind für das Haushaltsjahr 2018 Planungskosten und für das Haushaltsjahr 2019 Kosten für die Bodensanierung veranschlagt“, so die Stadt. Ob der Bodenaustausch jedoch tatsächlich im Haushaltsjahr 2019 erfolgen wird, hänge vom Belegungsgrad des Grabfeldes „D“ ab. „Insofern ist es durchaus möglich, dass die Bodensanierung auch noch in die Folgejahre verschoben werden kann“, heißt es in der Vorlage des Bürgermeisters weiter.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5341211?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F