JCC-Prunksitzung
Pfauen, Pinguine und Piloten

Drensteinfurt -

Hoch her ging es am Samstagabend bei der Prunksitzung des Junggesellen Carneval Clubs (JCC). Das Programm bot einen Höhepunkt nach dem anderen, und die Drensteinfurter zeigten bei der Kostümwahl wieder ihre Kreativität.

Sonntag, 11.02.2018, 23:00 Uhr

Die „Pfauen“ holten den ersten Platz beim Kostümwettbewerb und feierten dies mitsamt dem Prinzenpaar René Krämer und Sandra Niehoff.
Die „Pfauen“ holten den ersten Platz beim Kostümwettbewerb und feierten dies mitsamt dem Prinzenpaar René Krämer und Sandra Niehoff. Foto: Simon Beckmann

Wenn der Junggesellen Carneval Club (JCC) zur Prunksitzung lädt, hält es niemanden lange auf den Sitzen. Schunkeln, mitgrölen und feiern lautet die Devise der Drensteinfurter Närrinnen und Narren.

Dass die Stewwerter das Festzelt zum Beben bringen können, stellten sie auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis. Unter dem Motto „Mit dem Major an der Macht, wird‘s Karneval wieder bunt gemacht“ erwartete die mehr als 300 Feierwütigen, die bei ihrer Kostümwahl erneut allerhöchste Kreativität bewiesen, ein abwechslungsreiches Programm, bei dem ein Höhepunkt auf den nächsten folgte. Sogar eine kurze technische Störung tat der hervorragenden Stimmung keinen Abbruch. Es wurde kurzerhand improvisiert – und die „Verschnaufpause“ war schnell vergessen.

Fast pünktlich um kurz nach 19.11 Uhr begann die Prunksitzung mit dem Einzug des Prinzenpaares René Krämer und Sandra Niehoff, des Elferrates mit seinem Präsidenten Christoph Vorlop sowie des Spielmannszuges „Grün-Weiß“. Vorlop agierte wie im Vorjahr als souveräner Moderator und erntete bereits bei seiner Begrüßung für seinen „Stewwert“-Song tosenden Applaus vom Publikum. „Wir sind umweltbewusst – und trennen den Alkohol vom Glas“, gab er die Marschroute für den Abend vor.

Danach ging es so richtig los: Die „Aaseegirls“ ertanzten sich mit ihrer „Süßen Versuchung“ die erste Zugabe des Abends. Wenig später taten es ihnen die „Aaseenixen“, die bereits zum 41. Mal zu Gast beim Drensteinfurter Karneval waren, mit ihrem Showtanz „Mach es wie der Pinguin – finde dein Element“ gleich. Zwischenzeitlich ließ Willi Mussenbrock die Bütt wieder aufleben und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite. „Viel zu lange hast du dir eine Auszeit genommen. Aber der Vorstand hat es geschafft, dein altes Wohnzimmer auf der Bühne wieder herzurichten“, kündigte Vorlop den Büttenredner an. Der zog neben örtlichen Persönlichkeiten und Begebenheiten vor allem die Politik durch den Kakao. Mit Sätzen wie „Mein Arzt hat mir empfohlen, ich soll SPD wählen. In der Zeitung stand, die SPD-Wähler nehmen stark ab“ oder „Wie kriegt man Stewwerter Avantgardisten auf 0,8 Promille? Man lässt sie mal eine Woche Wasser trinken“, begeisterte er das Publikum.

Nicht enden wollenden Applaus bekam das „Beckumer Männerballett“. Mit seiner großartigen Choreographie zum Titel „I Believe I Can Fly – Wolke 7 ist noch frei“ beeindruckte es dieses Mal als Piloten verkleidet vor allem die Närrinnen. Eine Zugabe durfte auch hier selbstverständlich nicht fehlen. Als Highlight erwies sich die „Kölsche Cover Band“ (KCB) aus Everswinkel, die dem ohnehin schon mit dem „Kölsch-Virus“ infizierten Publikum mit den größten Hits von den „Höhnern“, „Brings“, „Kasalla“ und vielen weiteren bekannten Interpreten einheizte. Zudem rundeten die Auftritte des Hofstaates, der Garde, des Junggesellen-Vorstandes und der „Drei lustigen Regenschirme“ – in diesem Jahr schlüpften Stephan Grewe, Thomas Dudek und Philipp Kramer in diese Rollen – das Programm ab.

Beim Kostümwettbewerb setzten sich am Ende die „Pfauen“ durch. Zweiter wurde der Hofstaat mit seiner „Pommes und Suppe“-Verkleidung. Den dritten Rang teilten sich die „Flamingos“, „Badeschaum“ und die „Zuckerpuppen“. Danach ließen es die feierwütigen Drensteinfurter beim Narrenball – genauso wie einen Tag zuvor bei der Zeltdisco – bis in die Morgenstunden krachen.

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