Neugestaltung des Marktplatzes
Wasser aus der Laterne

Drensteinfurt -

Seit Jahren wird über eine Neugestaltung des Marktplatzes diskutiert. Um die Details soll es im nächsten Stadtentwicklungsausschuss gehen. Derzeit können sich Interessierte einen ersten Eindruck vom „neuen Markt“ verschaffen. Auf dem Vorplatz der Alten Post wurde eine Musterfläche mit den vorgesehenen Marktplatzsteinen gepflastert.

Donnerstag, 15.02.2018, 08:02 Uhr

Vor der Alten Post haben die Mitarbeiter des Bauhofes eine Musterfläche gepflastert.
Vor der Alten Post haben die Mitarbeiter des Bauhofes eine Musterfläche gepflastert. Foto: Dietmar Jeschke

Seit Jahren wird nun geplant, entworfen und diskutiert. Bis hin zum Detailentwurf, der im September vergangenen Jahres auf den Weg gebracht worden war. Das mehrheitlich verabschiedete Grobkonzept zur Marktplatzneugestaltung sieht vor, dass nach dem Jubiläumsfest der Bürgerschützen mit der Sanierung begonnen wird. Geplant ist eine Bauzeit von zehn Monaten. Die Nettobaukosten sind bislang vorsichtig mit 700 000 bis 800 000 Euro kalkuliert – mögliche „Extras“ außen vor. Um die – wie auch um einige andere Details des bevorstehenden Großprojekts – wird es nun in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Montag, 26. Februar, gehen.

Bis dahin haben die Vertreter aus Politik und die Bürger die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck vom „neuen Markt“ zu verschaffen. Am Dienstag haben die Mitarbeiter des Bauhofs auf dem Vorplatz der Alten Post eine Musterfläche mit den vorgesehenen Marktplatzsteinen gepflastert. „Auf der Fahrbahn ist ein helles, betonfarbenes Großpflaster vorgesehen, das sich an das vorhandene Fahrbahnpflaster der Innenstadt in Form und Farbe anpasst“, berichtet Hans-Ulrich Herding vom Bauamt der Stadt. „Allerdings sind die Kanten beim neuen Stein weniger stark ,gerompelt‘, also abgestoßen, als auf den vorhandenen Fahrbahnen. Die Oberfläche der Fahrbahn wird also glatter, die Fugen werden schmaler. Das reduziert die Fahrgeräusche und erhöht die Begehbarkeit bei Veranstaltungen.“

Das Pflaster, das für die Nebenflächen vorgesehen ist, sei eine recht neue Entwicklung eines ortsnahen Betonwerkes. „Die relativ großen Betonsteine sind so segmentiert, dass sie wie eine mit Kleinpflaster in Bögen befestigte Fläche aussehen – etwa so wie vor der Alten Post“, so Herding.

Zum Wochenende soll vor der Alten Post zudem eine Muster-Straßenlaterne aufgestellt werden, die für den neuen Marktplatz vorgesehen ist und die nicht nur besser leuchtet als hergebrachte Modelle, sondern im Fuß noch einen Wasseranschluss, etwa für den Weihnachtsmarkt oder den Wochenmarkt, und im Kopf ein freies WLAN bietet.

Gemäß der bislang vorliegenden Planung des Ingenieurbüros Gnegel soll der Marktplatz selbst künftig über eine klar ausgewiesene Trasse befahren werden. Die sechs Meter breite und mit besagten Steinen farblich abgesetzte Fahrbahn soll mit Pollern oder mit Pflanzkübeln von den Nebenflächen abgetrennt werden. Zehn Parkplätze sind im nord-westlichen Bereich vorgesehen. Ein weiterer soll an der Ausfahrt der Wagenfeldstraße hinzukommen.

Die Möblierung – Bänke, Fahrradbügel und Mülleimer – soll sich an der bereits im Innenstadtbereich bestehenden orientieren. Hinzu kommen „mobile Grünanlagen“, die jederzeit umgesetzt werden können. Die Bäume auf dem Markt werden mit einer Effektbeleuchtung von unten angestrahlt.

Deutlich aufgewertet werden soll auch der „Kleine Marktplatz“ zwischen „Eishaus“ und Sparkasse, der insbesondere an Wochenenden gerade von Familien stark frequentiert wird. Wie berichtet, sollen die dortigen Linden bereits in Kürze verschwinden.

Laut Planungen könnten in diesem Bereich ein Brunnen, aber auch ein Info-Point und eine Fahrradladestation entstehen. Um einen freien Blick auf den „großen Markt“ zu ermöglichen, sollen die Parkplätze direkt am Platz sowie die Bushaltestelle entfallen.

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