Neue Verbundleitung gesucht
Fricke sucht neue Herausforderung

Drensteinfurt -

Als Verbundleitung ist Petra Fricke seit knapp sechs Jahren Fach- und Dienstaufsicht für die vier kirchlichen Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet. Wie die Gemeinde nun überraschend mitteilte, wird die 50-Jährige diese Aufgabe zum 1. August in neue Hände geben und sich beruflich verändern.

Dienstag, 17.04.2018, 05:04 Uhr

Verbundleitung Petra Fricke (li., hier mit Kita-Leiterin Brigitte Wessel) verlässt die St.-Regina-Gemeinde zum 1. August.
Verbundleitung Petra Fricke (li., hier mit Kita-Leiterin Brigitte Wessel) verlässt die St.-Regina-Gemeinde zum 1. August. Foto: -ne-

Bei ihr liefen in den vergangenen sechs Jahren die Fäden in Sachen katholische Kitas zusammen. Als Verbundleitung ist Petra Fricke seit August 2012 Fach- und Dienstaufsicht für die vier kirchlichen Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet. Wie die Gemeinde nun am Freitagnachmittag überraschend mitteilte, wird Petra Fricke diese Aufgabe zum 1. August in andere Hände geben. Auf eigenen Wunsch wolle sie sich beruflich verändern, erklärte dazu Pastor Jörg Schlummer. Das bestätigte Petra Fricke gestern auf WN-Anfrage: „Ich suche eine neue Herausforderung, werde aber weiterhin als Verbundleitung tätig sein.“

Mit Frickes Amtsantritt im August 2012 hatte der Verwaltungsausschuss der Kirchengemeinde zudem die Geschäftsführung der katholischen Kindergärten an die Zentralrendantur Ahlen übergeben. Grund dafür war die Tatsache, dass die Arbeit im ehrenamtlichen Verwaltungsausschuss nach der Fusion der drei Kirchengemeinden im Jahr 2010 buchstäblich ausgeufert war.

Was den Kita-Bereich betrifft, kümmerte sich Petra Fricke, die ihr Büro im Obergeschoss des Alten Pfarrhauses hat, vor allem um die Verwaltung des Budgets, die Personalplanung – insgesamt beschäftigen die vier Einrichtungen mehr als 70 Mitarbeiter – und die Zusammenarbeit mit den politischen Gremien. Aber auch die Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts in Zusammenarbeit mit den Einrichtungsleiterinnen fiel in ihre Zuständigkeit. Fragen zur Schließung oder Umstrukturierung einzelner Gruppen sowie zu Baumaßnahmen ab 25 000 Euro oblagen jedoch auch weiterhin dem Kirchenvorstand.

„Die Verbundleitung wirkt als entlastendes Bindeglied zwischen Kommunen, Einrichtungsleitungen, Zentralrendantur und Trägern“, hatte Fricke ihren Arbeitsplatz jüngst im WN-Gespräch selbst beschrieben. Die Kita-Leiterinnen seien „das ‚Gesicht‘ vor Ort“ und für den Tagesablauf in den Einrichtungen verantwortlich.

Die 50-Jährige ist bereits seit 31 Jahren Erzieherin. Nach einer Weiterbildung zur Sozialfachwirtin hatte sie zunächst als Kreisfachberatung mit dem Schwerpunkt Integrationsarbeit im Hochsauerlandkreis gearbeitet. Ihre Nachfolgerin für Drensteinfurt wird nun gesucht. Wie die katholische Kirchengemeinde mitteilt, ist ein abgeschlossenes Studium als Diplom-Sozialpädagoge/in ebenso Voraussetzung wie eine mindestens zweijährige pädagogische Berufserfahrung oder eine Ausbildung als staatlich anerkannte/r Erzieher/in mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Leitung einer Tageseinrichtung für Kinder. Ferner werden qualifizierte Kenntnisse im Bereich Personalführung, Qualitätsmanagement und Betriebswirtschaft erwartet. „Sie sind römisch-katholisch, identifizieren sich mit den Grundsätzen und Zielen der katholischen Kirche und sind bereit, diese Wertorientierung auch in die Arbeit der Kindertageseinrichtungen einzubringen“, heißt es in der Stellenausschreibung. Bewerbungsschluss ist bereits am 20. April.

Die künftige „pädagogische Fachkraft als Leitung der Tageseinrichtungen St. Regina, St. Marien, St. Pankratius und St. Lambertus“ soll ihre Vollzeitstelle mit dem Ziel eines möglichst nahtlosen Übergangs am 1. August antreten.

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