Kita-Neubau an der Blumenstraße
Einigung fehlgeschlagen

Drensteinfurt -

Ein zivilrechtlicher Streit könnte für weitere Verzögerungen beim Bau der Kita „Blumenstraße“ sorgen. Einige Einigung der beteiligten privaten Parteien ist am Montag fehlgeschlagen.

Mittwoch, 09.05.2018, 15:05 Uhr

Die Entwicklung im geplanten Baugebiet an der Blumenstraße stockt weiter. Grund ist ein Zivilstreit, der nun den bereits begonnenen Kita-Neubau lahmlegen könnte.
Die Entwicklung im geplanten Baugebiet an der Blumenstraße stockt weiter. Grund ist ein Zivilstreit, der nun den bereits begonnenen Kita-Neubau lahmlegen könnte. Foto: Pier / Grafik: Höller-Rieping

Es schien alles unter Dach und Fach: Nach monatelangem Hickhack um den Neubau des Kindergartens „Blumenstraße“ rollen seit vier Wochen die Bagger. Aber wohlmöglich nicht mehr lange: Ein zivilrechtlicher Streit zwischen einem Grundstückseigentümer und einem privaten Gläubiger könnte die weitere Entwicklung des Areals bis auf Weiteres lahmlegen.

Wie Bürgermeister Carsten Grawunder im Nachgang der nichtöffentlichen Ratssitzung erläuterte, sei der für den Streit ursächliche Grundbucheintrag dem zuständigen Umlegungsausschuss zwar bekannt gewesen. Nach mündlicher Zusage, dass die entsprechenden Forderungen aber längst beglichen seien, habe man die Angelegenheit jedoch fälschlicherweise für geklärt gehalten. Nachdem nun am Montagabend ein letztes Schlichtungsgespräch zwischen den privaten Parteien fehlgeschlagen war, soll jetzt auf Antrag des Gläubigers das Gericht entscheiden.

Damit sind Kreis und Stadt neuerlich am Zug. Denn fest steht: Bis zum Abschluss des Umlegungsverfahrens an der Blumenstraße ist die Stadt nicht Eigentümerin des Grundstücks, auf dem sie aber aktuell bereits durch einen Investor die neue Caritas-Tagesstätte bauen lässt. Damit der Bauherr weitermachen kann und die Kita möglichst zeitnah – zuletzt war frühestes vom Jahreswechsel die Rede – fertig wird, muss also schnellstmöglich das Eigentumsrecht her. Deshalb soll sich der Umlegungsausschuss nun in seiner nächsten Sitzung am kommenden Montag mit der Frage beschäftigen, ob und wie die strittige Parzelle aus dem Gesamtverfahren herausgelöst werden kann. Ein Verfahren, das aber selbst im günstigsten Fall weitere sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen wird, erläutert der Bürgermeister. Zeit, die am Ende oben drauf kommen dürfte, wenn der Investor zu dem nachvollziehbaren Entschluss kommt, die ungeklärte Rechtslage nun erst einmal abwarten zu wollen.

Das wiederum bedeutet, dass sich Kreis und Stadt schon jetzt für den „Worst Case“ rüsten müssen. „Wir können nicht riskieren, in absehbarer Zeit nicht ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung stellen zu können“, erklärte Carsten Grawunder. „Im schlimmsten Fall werden wir Standorte für ein bis zwei Pavillons finden müssen.“

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