425 Jahre Bürgerschützenverein
Die Menschen machen das Fest aus

Drensteinfurt -

Dass die Stewwerter gerne ausgelassen Schützenfest feiern, das beweisen die insgesamt 1000 Fotos, die unter Federführung von Peter Sacher für eine Ausstellung zum 425-jährigen Bestehen des Bürgerschützenvereins „St. Johannes“ zusammengetragen worden sind.

Mittwoch, 13.06.2018, 20:00 Uhr

Vereinsvorsitzender Theo Scharbaum (li.) und Schriftführer Andreas Schröter vor der Vitrine mit den historischen Protokollbüchern, Königsketten und Orden, die sonst in einem Safe der Volksbank verwahrt werden.
Vereinsvorsitzender Theo Scharbaum (li.) und Schriftführer Andreas Schröter vor der Vitrine mit den historischen Protokollbüchern, Königsketten und Orden, die sonst in einem Safe der Volksbank verwahrt werden. Foto: Nicole Evering

Offizielle in schwarzen Anzügen. Frauen in schicken Kleidern. Jubelnde Menschen am Straßenrand. Das ist Schützenfest. Und schon seit Jahrzehnten ein Anlass für die Stewwerter, gemeinsam ausgelassen zu feiern.

Das beweisen die insgesamt 1000 Fotos, die unter Federführung von Peter Sacher für eine Ausstellung zum 425-jährigen Bestehen der Bürgerschützen „St. Johannes“ zusammengetragen worden sind. Vor drei Jahren war die Idee für diesen Rückblick aufgekommen. Und Sacher, obwohl kein Vereinsmitglied, war der richtige Mann für die Umsetzung. Schließlich bereichert er schon seit einigen Jahren mit seinen Bilder-Rückblicken über Drensteinfurt Versammlungen und Veranstaltungen in der Stadt.

Und mal wieder hatte Peter Sacher die Qual der Wahl. Denn zu den mehr als 50 Sitzungen, die der Festausschuss zum Erstellen der Festschrift mit ehemaligen Regenten anberaumt hatte, brachten die Königinnen und Könige auch gleich zahlreiche Fotos mit. 4500 kamen am Ende zusammen. In unzähligen Stunden hat Hobby-Historiker Sacher die Bilder gesichtet und die besten für die Jubiläumsausstellung ausgesucht.

1000 flimmern über eine Leinwand in der Alten Post. In den Stuhlreihen nehmen kurz nach der Eröffnung am Mittwochnachmittag schon einige Besucher Platz und schwelgen in Erinnerungen. Zur besseren Einordnung hat Sacher fast alle Fotos mit Namen und Jahreszahlen versehen. Die 165 besten Motive haben es auf die sechs Stellwände geschafft, die rundherum aufgebaut sind. „Ich habe nun ja schon ein bisschen Erfahrung mit historischen Fotos“, erzählt Peter Sacher schmunzelnd. „Und langsam einen Blick dafür, welche am interessantesten sind.“ Möglichst viele Gesichter sollen erkennbar sein – „auch die der Personen am Straßenrand“. Das älteste gezeigte Foto stammt übrigens aus dem Jahr 1893.

Viel Arbeit, Mühe und Recherche habe Sacher in diese Ausstellung gesteckt, bedankt sich Theo Scharbaum, Vorsitzender der Bürgerschützen, zu Beginn beim Organisator. „Dieser Verein hat reichlich Geschichte zu bieten. Auf den Fotos werden viele Besucher sich oder auch ihre Vorfahren irgendwo wiedererkennen.“

Flankiert werden die Bilder von weiteren Exponaten, die ob ihres historischen und zum Teil auch materiellen Wertes sonst in einem Safe der Volksbank verwahrt werden. Königsketten, Orden und Protokollbücher – das älteste aus dem Jahr 1843 – sind in einer Vitrine ausgestellt. „Es ist tatsächlich auch heute noch Tradition, dass die Protokolle unserer Versammlungen handschriftlich in die Bücher übertragen werden“, erzählt Schriftführer Andreas Schröter, dem diese nicht unwichtige, aber aufwändige Arbeit obliegt. In naher Zukunft sollen alle Protokollbücher – die ganz alten hat Heinz Töns schon von der Sütterlin- in die heute gebräuchliche Schreibschrift übertragen – digitalisiert werden.

► Die Ausstellung ist noch am heutigen Donnerstag von 15 bis 20 Uhr in der Alten Post zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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