Vertreterversammlung in Münster
Volksbank setzt auf „digitale Filiale“

Sendenhorst/Drensteinfurt/Münster -

In der Vertreterversammlung hat die Vereinigte Volksbank Münster ihre Bilanz vorgestellt. Vorstandssprecher Gerhard Bröcker präsentierte den über 300 Vertretern und Gästen im Mövenpick-Hotel Münster eine nach eigenen Angaben „sehr zufriedenstellende Wachstumsbilanz“ für das Geschäftsjahr 2017.

Freitag, 15.06.2018, 07:00 Uhr

Informierten die Vertreter der Vereinigten Volksbank Münster (v.l.): Thomas Jakoby (Vorstandsmitglied), Martin Gesigora (Aufsichtsrat), Gerhard Bröcker (Vorstandssprecher), Uwe Fröhlich (designierter Co-Vorstandsvorsitzender der DZ BANK), Hans-Jürgen Eidecker (Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Friedhelm Beuse (Vorstandsmitglied).
Informierten die Vertreter der Vereinigten Volksbank Münster (v.l.): Thomas Jakoby (Vorstandsmitglied), Martin Gesigora (Aufsichtsrat), Gerhard Bröcker (Vorstandssprecher), Uwe Fröhlich (designierter Co-Vorstandsvorsitzender der DZ BANK), Hans-Jürgen Eidecker (Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Friedhelm Beuse (Vorstandsmitglied). Foto: Vereinigte Volksbank Münster

Die Vereinigte Volksbank Münster setzt bei der Gestaltung ihrer Zukunft auf den Ausbau persönlicher Kontakte und auf digitale Technik, heißt es in der Pressemitteilung der Genossenschaftsbank über die nichtöffentliche Vertreterversammlung. Dort wurde unter anderem beschlossen, dass an die Mitglieder eine Dividende von vier Prozent auf die Mitgliederguthaben ausgeschüttet werden soll. Mit 3,2 Millionen Euro wurde das Eigenkapital dotiert, heißt es weiter.

Rund 700 000 Euro hat die Bank im vergangenen Jahr in die Weiterentwicklung ihres Kunden-Dialog-Centers investiert und dieses zu einer „digitalen Filiale“ ausgebaut. Vorstandssprecher Gerhard Bröcker präsentierte den über 300 Vertretern und Gästen im Mövenpick-Hotel Münster eine nach eigenen Angaben „sehr zufriedenstellende Wachstumsbilanz“ für das Geschäftsjahr 2017.

Mit einer Bilanzsumme von 2,35 Milliarden Euro und einem Kundengeschäftsvolumen von über 5,5 Milliarden Euro sei die Volksbank weiter auf gutem Kurs, zeigte Bröcker die Entwicklung auf. Das Kreditgeschäft habe um 3,4 Prozent zugelegt, Investitionen von fast 2,5 Milliarden Euro habe das Institut finanziert. Das Neugeschäftsvolumen von rund 500 Millionen Euro sei bemerkenswert: „Hier leisten unsere Berater hervorragende Arbeit für 119 000 Kunden, von denen 63 000 auch unsere Mitglieder sind.“

Das bei der Volksbank angelegte Vermögen der Kunden legte ebenfalls zu, und zwar um 6,5 Prozent auf jetzt 3,05 Milliarden Euro. Das Zinsergebnis ist trotz Ausbau der Geschäfte mit 43,4 Millionen Euro weiter rückläufig (minus 2,4 Prozent).

Der Vorstandssprecher erläuterte den Stand in der Kooperation mit Fusionsabsicht mit der VR-Bank Kreis Steinfurt eG und der Volksbank Greven eG. Die erste gemeinsame Aufgabe stehe im Frühjahr 2019 an. Mit der Verschmelzung der beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen im Jahr 2015 wird demnach sukzessive in allen Volks- und Raiffeisenbanken ein einheitliches IT-System eingeführt.

Die Fusionskosten beziffert der Vorstandssprecher bis zum Jahr 2024 auf über vier Millionen Euro. Diesen stehen erwartete Kosteneinsparungen von etwa 21 Millionen Euro gegenüber – vor allem durch Einsparungen beim Personal, heißt es im Bericht.

Neu in den Aufsichtsrat wählte die Vertreterversammlung Cornelia Hesse, Peter Smania und Thomas Zumnorde.

Wiedergewählt wurden Wilfried Averbeck, Claudia Mersmann, Harald Schnitker und Elisabeth Schwering. Uwe Fröhlich, designierter Co-Vorstandsvorsitzender der DZ Bank, bestätigte den Kurs der Vereinigten Volksbank Münster.

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