Benefiz-Tour „Kinder-Lebens-Lauf“
In 132 Tagen durchs Land

Rinkerode/Sendenhorst -

Der Bundesverband Kinderhospiz setzt sich für kranke Kinder und deren Familien ein. Um auf diese wichtige Arbeit hinzuweisen, wurde der „Kinder-Lebens-Lauf“ initiiert. Auch in Rinkerode wurde Station gemacht.

Freitag, 13.07.2018, 17:58 Uhr

Der Bundesverband Kinderhospiz hat den „Kinder-Lebens-Lauf“ organisiert. Auch in Rinkerode und Sendenhorst wurde dabei Station gemacht.
Der Bundesverband Kinderhospiz hat den „Kinder-Lebens-Lauf“ organisiert. Auch in Rinkerode und Sendenhorst wurde dabei Station gemacht. Foto: Birte Moritz

Fröhlich klingelnd trudelte die kleine Aktionsgruppe mit den bunten Luftballons an ihren Fahrrädern in Rinkerode ein. Ihre Fahrt war Teil der großen Benefiz-Tour „Kinder-Lebens-Lauf“, organisiert vom Bundesverband Kinderhospiz. Dieser kümmert sich um lebensverkürzend erkrankte Kinder und ihre Eltern. In Deutschland gibt es mehr als 40 000 betroffene Familien.

Gestartet ist die Tour am 4. Juni in Berlin. Dort wurden die Aktivisten von Schirmherrin Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, verabschiedet. Nun geht es in insgesamt 132 Tagen über 6000 Kilometer durch ganz Deutschland, wobei fast alle der rund 120 Mitglieds-Organisationen besucht werden sollen.

Ob joggend, auf Inline-Skates oder Fahrrad fahrend, ob im Oldtimer oder in der Pferdekutsche: Mit verschiedenen Aktionsformen sollen möglichst viele Menschen ein Stück der Strecke begleiten und so die Kinderhospizarbeit unterstützen und bekannter machen. Pünktlich am 13. Oktober, dem Welthospiztag, wollen die Aktivisten wieder in Berlin eintreffen.

„Sternenland“ besucht

Zu den Etappenzielen gehörte auch Sendenhorst, wo der Verein „Sternenland“, das Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche, besucht wurde. Nächste Station war der ambulante Hospizdienst „Königskinder“ in Münster, von wo aus der Abstecher zu einer betroffenen Familie in Rinkerode erfolgte.

Vater Raimund Kraska meinte: „Wir haben schon sehr viel von ‚Königskinder‘ profitiert.“ So bekommt die Familie einmal wöchentlich Besuch von einer ehrenamtlichen Familienbegleiterin, die sich mit dem Sohn beschäftigt, etwa mit ihm spazieren fährt. „Sie entlastet uns. Wir wissen, das Kind ist gut aufgehoben“, zeigte sich Kraska dankbar für die Unterstützung. Zudem nimmt er an den regelmäßigen Austausch-Treffen für Eltern teil, die die Organisation ebenso anbietet. Sie ist im ganzen Münsterland tätig, wie Koordinatorin Katrin Beerwerth erläuterte.

Verband bietet Unterstützung

Der Bundesverband bietet Unterstützung wie das Sorgentelefon oder Hilfe beim Kontakt mit Behörden an. Denn Zusatzkosten für notwendige Maßnahmen wie etwa für ein rollstuhltaugliches Auto, einen Wohnungsumbau oder eine spezielle Therapie, übernehmen die Krankenkassen nicht automatisch, räumte Verbandsmitarbeiter Per Toussaint mit so manch falscher Vorstellung auf.

Daher sei es wichtig, einerseits Spenden zu sammeln und andererseits Ehrenamtliche zu gewinnen. Mit dem „Kinder-Lebens-Lauf“, an dem auch erkrankte Kinder und ihre Eltern teilnehmen, soll jedoch auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden.

► Ende August startet die Organisation „Königskinder“ einen neuen Schulungskurs zum ehrenamtlichen Familienbegleiter.

 

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5898527?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Nottulner auf Mallorca ertrunken: Witwe dankt Rettern des Sohnes
Urlauber von Welle erfasst: Nottulner auf Mallorca ertrunken: Witwe dankt Rettern des Sohnes
Nachrichten-Ticker