Drensteinfurt
So., 07.03.2010
„Brandschutz gibt es nicht zum Nulltarif“
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Drensteinfurt - 246 Mal sind die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Drensteinfurt im vergangenen Jahr ausgerückt, haben Brände gelöscht, Tiere und Menschen gerettet und für Sicherheit gesorgt. Diese und weitere Zahlen wurden bei der Jahreshauptversammlung aller drei Löschzüge am Freitag in der Drensteinfurter Realschule vorgestellt.
Zunächst begrüßte Stadtbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann die rund 150 Anwesenden und berichtete zufrieden über das Jahr 2009. Einen Rauchverschluss habe man von der Provinzial-Versicherung gesponsert bekommen. Über diesen freue man sich ganz besonders. „Die Provinzial ist nicht nur ein Schutzengel für die Bevölkerung, sondern auch für uns“, lobte Gottmann die Unterstützer der Feuerwehr. Viel erreicht hätten die drei Löschzüge im Jahr 2009. In Eigenregie wurde das Gerätehaus des Rinkeroder Löschzuges auf Vordermann gebracht. Es wurden Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit unterschiedlichen Aufgaben wie beispielsweise der Anschaffung neuer Arbeitskleidung beschäftigen. Auch der plötzliche Tod des langjährigen Feuerwehrchefs Peter Woywod habe nicht am Zusammenhalt der Feuerwehrmänner gerüttelt. „Die Kameradschaft stimmt, alle ziehen an einem Strang“, sagte Gottmann.
Auch für das Jahr 2010 stünden wieder zahlreiche Aufgaben bereit. Die Gerätehäuser in Walstedde und Drensteinfurt müssten ausgebaut werden. Außerdem stünden eine Wärmebildkamera und ein neuer Mannschaftstransportwagen auf dem Einkaufszettel der Freiwilligen Feuerwehr. Zudem werde die Unfallalarmierung von analog auf digital umgestellt.
Einen weiteren Jahresbericht für 2009 präsentierte Wilhelm Mussenbrock. Personalzuwachs ist zu verzeichnen. Im Jahr 2008 wurde ein Mitgliederstand von 210 verbucht. 215 Ehrenamtliche waren im Jahr 2009 für die Sicherheit Drensteinfurts unterwegs.
Auch das Engagement langjähriger Mitglieder wurde honoriert. Martin Jungfermann, Engelbert Linnenbrink und Arno Witten halten seit 25 Jahren der Freiwilligen Feuerwehr die Treue. Seit 35 Jahren sind Bernhard Lückmann und Theodor Schwipp dabei. Stolze 60 Jahre ist Heinrich Ribbeheger Mitglied der Feuerwehr.
Rund 600 000 Euro hat die Stadt in ihrem Haushaltsentwurf 2010 für die Freiwillige Feuerwehr eingeplant. „Denn Brandschutz gibt es eben nicht zum Nulltarif“, erklärte Bürgermeister Paul Berlage. Die Umstellung auf die Digitalalarmierung, die Umbaumaßnahmen der Gerätehäuser und die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens schlagen dabei besonders zu Buche. Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Rinke habe die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr im vergangenen Jahr einen neuen Brandschutzbedarfsplan aufgestellt. Aus diesem gehe hervor, dass die Ersthilfe am Unfallort acht Minuten nach der Alarmierung eintreffen solle.
In diesem Jahr soll auch in Walstedde eine Jugendfeuerwehrgruppe entstehen. Denn die Ausbildung der jungen Ehrenamtlichen ist den Feuerwehrmännern sehr wichtig, Interessierte können sich bei allen Löschzugführern melden. Weitere Infos gibt es unter www.feuerwehr-walstedde.de.
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