Drensteinfurt
Mo., 30.08.2010
Früher Vogel fängt den Wurm
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Drensteinfurt - Rechtzeitiges Bewerben ist eine Grundvoraussetzung, wenn es mit der Lehrstelle klappen soll. Aber nicht alle potenziellen Azubis beherzigen diesen Rat. „Es gibt immer wieder Jugendliche, die Anfang August zu uns kommen und sagen: Ich wollte eigentlich eine Ausbildung machen.“ Joachim Fahnemann, Leiter der Ahlener Arbeitsagentur, kann sich nur wundern, wie leichtfertig so mancher Schulabgänger den Einstieg ins Berufsleben angeht.
Richtig gemacht haben es Anna Hiller und Marius Runte, die zu den vier Auszubildenden in der Gärtnerei Jedanowski gehören. Beide haben sich rechtzeitig gekümmert, und hatten den von Chef Frank Jedanowski unterschriebenen Vertrag in der Tasche. Anna Hiller musste noch nicht einmal eine schriftliche Bewerbung abliefern. Sie hatte mit einem Praktikum in den Osterferien ihren Arbeitgeber von ihren Fähigkeiten überzeugt. Damit war der Einstieg in die Berufswelt gesichert.
Für Marius Runte ist mit der Zusage ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. „Ich war immer schon Pflanzenfreund und wollte nie im Büro sitzen.“ Das hat er nun geschafft.
Als Gärtner im Zierpflanzenbau gibt es für die jungen Leute in dem 13 Mitarbeiter starken Betrieb an der Blumenstraße allerlei zu erlernen. Vom Bewässern, Stutzen und Düngen der Blumen über die Kundenberatung bis zur gezielten Belichtung der Pflanzen: Den beiden bietet sich ein interessantes und abwechslungsreiches Berufsbild.
Mit ihrem gestrigen Besuch in der Gärtnerei wollten Bürgermeister Paul Berlage und Joachim Fahnemann junge Menschen animieren, schon bei der Bewerbung alles zu geben. Die Betriebe suchten schon im Herbst des Vorjahres Azubis für den August des Folgejahres. Gefragt ist zudem eine gewisse Flexibilität. „Ich wünsche mir, dass die Jugendlichen breiter schauen, was für sie in Frage kommt“, sagte der Leiter der Arbeitsagentur. Um zu erfahren, was einem liegt, sei es deshalb so wichtig, ein Praktikum in den Berufswelt absolviert zu haben, fügte Paul Berlage hinzu.
Durchaus könnten die Bewerber auch mehrgleisig fahren, erklärte Fahnemann. „Das wollen wir auch.“ Sie sollten sich dann nur frühzeitig festlegen, damit sie anderen nicht den Platz wegnähmen.
Paul Berlage sieht in der Schaffung von Ausbildungsplätzen „eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. „Eine gute Ausbildung ist die Garantie für einen Arbeitsplatz“, ermunterte der Bürgermeister die Schulabgänger, sich ins Zeug zu legen. „Aus Sicht der Stadt haben wir Interesse daran, möglichst viele Ausbildungsplätze in der Stadt zu haben, um Jugendliche in der Stadt zu halten.“
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