Drensteinfurt

Mi., 01.09.2010

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„Lebensmut“ will den Familien helfen

Erika Siebel und Horst Lackhoff möchten Familien mit kranken und pflegebedürftigen Kindern unterstützen. Dafür haben sie den Verein „Lebensmut“ gegründet. Foto: (-ide-)
Von Martina Döbbe

Drensteinfurt - Es waren die Blicke, die sich bei Horst Lackhoff unauslöschlich eingeprägt haben. Blicke schwer kranker Kinder, die aber trotzdem den Lebensmut nicht verloren haben. Und so war der Name für den Verein, den der Großvater zweier kranker Enkelkinder gründen wollte, schnell gefunden. „Lebensmut“ sollte er heißen - und so ist es auch gekommen. Nach zweijähriger Vorarbeit geht diese Initiative nun offiziell an den Start - und in die Öffentlichkeit. Das Ziel des eingetragenen Vereins ist es, hilfsbedürftige Familien mit kranken und pflegebedürftigen Kindern zu unterstützen.

„Finanziell“, wie die zweite Vorsitzende Erika Siebel betont, aber zum Beispiel auch, wenn es um Bürokratie und Formularwesen geht. Denn viele Eltern hätten dafür nicht die Zeit und nicht die Nerven, die notwendigen Anträge und Papiere auszufüllen.

Aus der Zeit der akuten Erkrankung von Nadine (12) und Sebastian (8) weiß der Drensteinfurter, dass „in unserem Gesundheitswesen sehr viel, aber nicht alles“ geregelt ist. Es hapere manchmal an Kleinigkeiten. „Eltern, die von weit her kommen, haben hohe Fahrtkosten. Oder andere Aufwendungen, die sie nicht einfach so zahlen können.“ Unmengen von Wäsche werde im Krankenhaus benötigt, manchmal auch ganz Alltägliches wie Kassetten, Bücher oder Spielzeug.

Um all das, was sie Gutes tun möchten, auch finanzieren zu können, sind die Mitglieder des Vereins auf Spenden angewiesen. Und so strecken sie vorsichtig ihre Fühler aus zu Firmen und Betrieben, um Sponsoren und Unterstützer zu finden. In einem Fall freuen sie sich schon besonders über den Erfolg: Das Autohaus „Vovis“ hat signalisiert, das Projekt unterstützen zu wollen. „Darüber freuen wir uns sehr.“

Horst Lackhoff und Erika Siebel wissen, dass sie sich viel vorgenommen haben und Geduld haben müssen. Zur Universitätsklinik Münster und zur Fachklinik Hornheide haben sie schon Kontakte geknüpft, wollen dort Flyer und Plakate aushängen, um ihre Unterstützung anzubieten. „Wir müssen ja erst mal bekannt werden“, sagen sie. Wohl wissend, dass zunächst wichtig ist zu überzeugen, ehe die Arbeit richtig anrollen kann.

» Wer sich für die Arbeit des Vereins interessiert, kann Kontakt aufnehmen unter ' 0 25 08/99 33 23 oder unter


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