Drensteinfurt

Fr., 05.03.2010

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Markt in der Warteschleife

Rund sieben Monate ist es her, dass Verwaltung, Politik und Planer einen Entwurf zur Umgestaltung des Marktplatzes vorgestellt hatten. Passiert ist bislang wenig - was sich aber im Sommer ändern soll. Fotos: (Jeschke)
Von Dietmar Jeschke

Drensteinfurt - Auf dem Marktplatz sollte sich etwas tun. Zur Erleichterung der rund 500 Bürger, die im vergangenen Jahr in Form einer Unterschriftensammlung konkrete Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit gefordert hatten.

Am 13. August 2009 hatten Vertreter der Verwaltung und des Dortmunder Planungsbüros in der „guten Stube“ der Stadt die ersten Umgestaltungspläne vorgestellt. Passiert ist seitdem - mit Ausnahme des Aufstellens einiger Poller an der Münsterstraße - jedoch nichts.

„Im Haushalt des Jahres 2009 gab es dafür noch keine Mittel“, erklärt Bauamtsmitarbeiter Werner Rohde auf WN-Anfrage. „Im Etat 2010 sind für die Umgestaltung allerdings 25 000 Euro eingeplant.“ Derzeit, so Rohde, warte man auf die konkreten Pläne des Sendenhorster Ingenieurbüros Gnegel. „Wir rechnen damit, dass diese in etwa zwei Wochen vorliegen, so dass der Fachausschuss in seiner nächsten oder übernächsten Sitzung darüber beraten kann“, sagt Werner Rohde weiter. Was bedeute, dass mit den eigentlichen Bauarbeiten wohl frühestens im Sommer - und damit ein Jahr nach Vorstellung des ersten Planentwurfes - begonnen werden könnte.

Bleibt es beim Kern des ersten Entwurfes, dann soll der Markt vor allem an den Ein- und Ausfahrten „entschärft“ werden. Vorgesehen war dazu unter anderem, die beiden Parkplätze in Höhe des Buswartehäuschens durch Bäume zu ersetzen, um Fußgängern die Querung zwischen Sparkasse und dem Geschäft „Markt 1“ zu erleichtern. Zudem sollten die Einfahrten der Münsterstraße und der Hammer Straße mit Furten versehen werden, die motorisierte Verkehrsteilnehmern automatisch veranlassen sollen, vom Gas zu gehen.

Entschärft werden soll zudem der zweite „neuralgische Punkt“ im Bereich der Einmündung der Hammer Straße in den Markt. Bedingt durch die Arkadenbauweise der dortigen Häuserreihe ist Fußgängern der Blick auf die Straße und Autofahrern der Blick auf den Gehweg weitgehend versperrt. Um auch dort die Übersicht zu verbessern und Passanten das Überqueren der Straße zu erleichtern, war es angedacht, den rot gepflasterten Gehwegbereich zwischen dem heutigen Weinladen und dem Versicherungsbüro Piegelbrock weiter in Richtung Markt hinauszuziehen.

Gespannt sein dürften die Ausschussmitglieder ferner auf das im vergangenen Jahr angekündigte Vorhaben, die „Aufenthaltsqualität“ auf dem Marktplatz zu erhöhen. Im Vorentwurf war dazu ein „mobil-möblierter“ Sitzbereich zwischen dem Ladenlokal Becker und der ehemaligen Reinigung vorgesehen.

Apropos Reinigung: Ob dort tatsächlich - wie im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt - eine Eisdiele entstehen wird, ist ebenfalls noch offen. Sollte dies passieren, dann dürfte Drensteinfurt in Sachen „Eisdichte“ allerdings schon bald führend sein. Denn schließlich wäre es bereits das dritte Eiscafé innerhalb weniger Meter auf dem gleichen Straßenzug.


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