Drensteinfurt

Mo., 30.08.2010

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Trauer um Thomas Meurer

Die Seelsorgeeinheit trauert um Thomas Meurer.

Rinkerode - Der plötzliche Tod von Professor Dr. Thomas Meurer, der in Rinkerode wohnte, hat viele tief erschüttert, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Pfarrer em. Clemens Röer und Pfarrer Matthias Hembrock.

Eine Kollegin von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, Sabine Pemsel-Maier, schreibt in ihrem Nachruf in der Wochenzeitschrift „Christ in der Gegenwart“: „Thomas Meurer war ein Mann des Wortes, und das in vielfacher Hinsicht: Als Bibelwissenschaftler, der Gottes Wort nach den Regeln der exegetischen Kunst auszulegen vermochte; als Theologe, der Gottes Wort auf existenziell anrührende Weise in diese Zeit hinein zum Sprechen brachte. Als begnadeter Prediger, der 2002 mit dem Ökumenischen Predigtpreis ausgezeichnet worden war; als Literaturkenner, der Freude hatte an den vielen menschlichen Worten, die von Liebe, Glück, Hoffnung, Verzweiflung, Schicksal, Tod, Gelingen und Scheitern erzählen.“

„Thomas Meurer wusste geschliffen zu formulieren, Phrasendrescherei war ihm ein Gräuel“, heißt es in dem Schreiben weiter. Seit Herbst 2008 hatte er eine Professur an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe für Theologie und Religionspädagogik. Über die Lehrtätigkeit hinaus war er ein gefragter Referent in der theologischen Erwachsenenbildung, so auch im Aktuellen Forum der Seelsorgeeinheit Drensteinfurt.

„Abschied, Trauer, Neubeginn. Erfahrungen mit Tod und Trauer“ heißt der Titel seines ersten Buches, „Von der Disziplin der Hoffnung“ ist eines seiner letzten Bücher.

„Thomas Meurer war gesegnet mit einem unerschöpflichen Humor, der ihm über manche Härten des Lebens hinweg half“, schreiben Röer und Hembrock. Am 22. August ist er nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 43 Jahren zu Hause gestorben. Beerdigt wurde er am 27. August auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Olpe - das Requiem wurde am Tag danach in St. Pankratius in Rinkerode gefeiert.

Der Zelebrant, Prof. Dr. Niederschlag, ein Verwandter des Verstorbenen, zitierte in seiner Predigt einige Zeilen aus Thomas Meurers letztem Beitrag in „Christ in der Gegenwart“: „Wenn mit Blick auf die Gestorbenen uns unsere eigene Vergänglichkeit vor Augen tritt, kommt die Frage bedrohlich nahe, welche Bilanz ich am Ende meines Lebens ziehen werde. Des Autors Thomas Bernhard versöhnt klingender Blick auf sein diesseitiges Leben, seine stille Bereitschaft, sich in die Situation zu fügen, und sein Vertrauen in sich selbst, dies auch zu vermögen, faszinieren mich. Und ich hoffe auf jene versöhnte Gelassenheit mit Blick aufs ewige Leben, gerade in der Stunde meines Todes.“

Auch die Seelsorgeeinheit Drensteinfurt sei Thomas Meurer zu Dank verpflichtet für sein Mitwirken in verschiedenen Bereichen des kirchlichen Lebens. So habe er den Firm- und Erstkommunionkatecheten seine religionspädagogische Kompetenz zur Verfügung gestellt, habe die „Atempause“ mit entwickelt, ein meditatives Abendgebet, das seit einigen Monaten in Rinkerode stattfindet, und sei seit Kurzem Lektor in St. Pankratius gewesen.


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