Giganten der Landschaft

Fr., 02.12.2011

  • Derzeit 1 von 5 Sternen.

Artikelbewertung

Auch in Drensteinfurt sollen größere Windräder entstehen / Ausschuss besichtigt Windpark in Rhede

Bei einer angestrebten Höhe von 182 Metern wären die neuen Windräder gut 25 Prozent höher als die große Pyramide von Giseh, die es auf 138,5 Meter bringt. Montage: (Dietmar Jeschke)

Bei einer angestrebten Höhe von 182 Metern wären die neuen Windräder gut 25 Prozent höher als die große Pyramide von Giseh, die es auf 138,5 Meter bringt. Foto: Dietmar Jeschke

Drensteinfurt - 

100 Meter hoch dürfen sie bislang sein. Das könnte sich aber schon bald ändern. Denn sowohl Betreiber als auch Hersteller von Windkraftanlagen monieren, dass ein wirtschaftlicher Betrieb nur mit moderneren und damit wesentlichen höheren Windrädern möglich ist. Am Montag wird der Stadtentwicklungsausschuss darüber diskutieren.


Gut ein Jahrzehnt ist es her, als heftig diskutiert wurde, wo sie denn stehen sollen. Und wie hoch sie denn sein dürfen. 100 Meter, so lautete das damals bestimmte und bis heutige gültige Limit für Windkraftanlagen im Stadtgebiet. Mehr – so die Meinung damals – sei den Menschen und der Landschaft nicht zumutbar. Was schon bald Schnee von gestern sein könnte. Am Montagabend wird sich der Stadtentwicklungsausschuss abermals mit dem Thema beschäftigen.

Grund ist die Tatsache, dass Betreiber und Hersteller von Windrädern deutlich höher hinaus wollen. Aus wirtschaftlichen Gründen, ist eine höhere Anlage doch um längen effektiver als eine niedrige. Aber wie hoch sollen die neuen Windräder maximal sein dürfen? Und welche Wirkung haben die „Giganten“ auf das Landschaftsbild? Um dies beurteilen zu können, wird der Fachausschuss vor der Sitzung nach Rhede fahren, wo bereits einige Windräder der neusten Generation stehen.

Das größte davon hat eine Höhe von 182 Metern, eine Nabenhöhe von 138 Metern und einen Rotordurchmesser von 82 Metern. Damit ist es fast doppelt so groß, wie die bisher in Drensteinfurt betriebenen Windräder. Ein Typ, der – geht es nach den beteiligten Projektentwicklern – die alten Anlagen im Stadtgebiet schon bald ersetzen könnte. Sechs der neuen Mammut-Windräder sehen die Pläne für die beiden nördlichen Konzentrationszonen im Stadtgebiet vor. Sollte der Riesen-Typ nicht zum Zuge kommen – die Stadt favorisiert ein Höhenlimit von 150 Metern – dann sehen die Planer den Bau von sechs kleineren Anlagen mit eben dieser Höhe und gleichem Rotordurchmesser von 82 Metern, sowie einer etwas kleineren Anlage mit einer Höhe von 148 Metern vor. Um für die moderne und wirtschaftliche Art der Windkrafterzeugung die nötige Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden, hat die Stadtverwaltung die Idee eines „Bürgerwindrades“ auf den Weg gebracht. „Es ist mir wichtig, dass die Anwohner und auch die Einwohner an dem finanziellen Gewinn teilhaben können. Diese sind mit dem Anblick der Windräder konfrontiert und nicht der Investor“, teilt Werner Rohde vom Bauamt in der Sitzungsvorlage mit.

Wie die weitere Planung aussehen soll, darüber möchte die Verwaltung in einer öffentlichen Versammlung informieren. „Nur durch eine allgemeine und transparente Planung kann eine breite Zustimmung erfolgen“, so Rohde.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 1 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 1/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Artikel



Anzeige

WN-Mobil Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

WN-Aktionen

Gerburg Jahnke und Gäste
Frauen? Zweite Lebenshälfte? Schweres Los! Beste Phase! mehr...

Lebensfest 2012
Tanzen, feiern und gleichzeitig Gutes tun. Das geht beim "Lebensfest", der Benefizgala für das Hospiz Lebenhaus. mehr...

Immer mehr drin
Exklusive Angebote für WN-Kunden - wie funktioniert das? mehr...

Anzeige