Drensteinfurt

Mi., 03.03.2010

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Kein Verkauf des Pfarrzentrum

Von Stefan Kroes

Rinkerode - Das Pfarrzentrum bleibt den Rinkerodern erhalten und wird nicht verkauft. An dem im Dorf umlaufenden Gerücht, dass das Gebäude, dessen Geschichte über 600 Jahre zurückverfolgt werden kann, im Zuge der in diesem Jahr anstehenden Gemeindefusion veräußert werden muss, sei nichts dran, machten Heinz Lembeck, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, Dietrich Becker, Sprecher der Rinkeroder AG der Vereine, und Pfarrsekretärin Mechtild Pfumfel am Mittwoch in einem Gespräch klar.

Allerdings gibt es ein Problem: Die Finanzierung und Unterhaltung des Hauses ist teuer, sehr teuer. Rund 30 000 Euro werden jährlich benötigt. Die Einnahmen liegen bei 10 000 Euro. 6000 Euro an Schlüsselzuweisungen des Bistums kommen hinzu, so dass eine Deckungslücke von 14 000 Euro bleibt, die aus dem Etat der Kirchengemeinde gedeckt werden muss.

Auf Dauer muss das Defizit gesenkt werden. Deshalb machten sich die Vertreter der Gemeinde und auch die AG der Vereine auf die Suche nach neuen Einnahmequellen, denn „das Pfarrzentrum verkaufen, das wollen wir nicht und das werden wir nicht“, so Heinz Lembeck.

Dietrich Becker erläuterte, warum es auch der AG sehr am Herzen liegt, das denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten: „Das Pfarrzentrum liegt im Ortsmittelpunkt. Es gehört zu einem ganzen Ensemble und prägt den Charakter Rinkerodes ganz stark. Unser Interesse ist es, das Haus in dieser Form zu erhalten. Deshalb müssen wir die finanzielle Eigenständigkeit gewährleisten.“

Überein kamen alle Beteiligten, dass das Pfarrzentrum noch mehr als bisher für Veranstaltungen vermietet werden soll. 180 Euro zahlen Rinkeroder, 230 Euro Auswärtige - zuzüglich Reinigung. Rund 120 Personen finden in dem typisch münsterländischen Ambiente Platz. Wer eine kleinere Feier plant, kann auch nur das Kaminzimmer buchen. Dafür fallen 80 Euro an. Aber nicht nur Feste können dort gefeiert werden, auch für Tagungen oder Aufführungen eignen sich die Räume.

Die kirchlichen Vereine zahlen wie bisher eine Pauschale. Bei kürzeren Sitzungen kleinerer Vereine bleibt es bei einem Preis von einem Euro pro Teilnehmer. Die Gemeinde weist darauf hin, dass Getränke und Essen selbst mitgebracht werden können.

„Jetzt haben es die Rinkeroder selbst in der Hand, dass diese Einrichtung im Dorf erhalten bleibt“, sagte Dietrich Becker abschließend.

» Wer das Pfarrzentrum mieten möchte, kann sich an das Pfarrbüro, ' 0 25 38/453, wenden.


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