Mi., 25.03.2015

Kreissportbund und SC DJK laden am 18. April zum Aktionstag „Bewegt ÄLTER werden in NRW“ ein Bewegung statt Bequemlichkeit

Bettina Neuhaus vom Kreissportbund und Wolfgang Kaschny vom SC DJK hoffen, dass viele Bürger mitmachen am Aktionstag und zu mehr Bewegung motiviert werden.

Bettina Neuhaus vom Kreissportbund und Wolfgang Kaschny vom SC DJK hoffen, dass viele Bürger mitmachen am Aktionstag und zu mehr Bewegung motiviert werden. Foto: Meyer

Everswinkel - 

Rost ist eine ziemlich unangenehme Sache. Das betroffene Material wird langsam aber sicher in seiner Struktur geschädigt. Irgendwann gehört es zum „alten Eisen“, wenn man nichts dagegen unternimmt. Das ist beim Menschen nicht anders. Die Redewendung, „wer rastet, der rostet“, drückt dies treffend aus.

Von Klaus Meyer

Die Korrosion von Eisenmetallen an Luft und Wasser zu Rost verursacht weltweit jährlich Schäden in Milliardenhöhe. „Rost“ beim bewegungsarmen Menschen verursacht neben gewaltigen Kosten für die Krankenkassen vor allem Beschwerden im Alter. Oder gar das vorzeitige Ende: Laut zweier im Medzinjournal „The Lancet“ 2012 veröffentlichter Studien sterben jährlich rund fünf Millionen Menschen, weil sie in ihrem Leben zu bewegungsfaul waren.

Wie beim Eisenmetall, so ist auch beim Menschen die Prophylaxe entscheidend, um nicht beim „alten Eisen“ zu landen. Der Kreissportbund (KSB) und der SC DJK Everswinkel bieten dazu jetzt die Möglichkeit. Genauer gesagt: den Impuls dazu. Am 18. April heißt es im Vitus-Sportcenter: „Bewegt ÄLTER werden in NRW“. Die vom Landessportbund initiierte und vom KSB mit den Sportvereinen in die Kommunen getragene Aktion soll für mehr Bewegung sorgen. Bewegung für Berufstätige, Familien und besonders die ältere Generation für ein aktives Leben bis ins hohe Alter. Die Bandbreite der Angebote reicht in dem Zeitrahmen von 14 bis 18 Uhr von Sitzgymnastik und Seniorentanz über Rückenstärkung, Fahrradtour, Qi Gong, Disc-Golf und Teppich-Curling bis zu Boule, Badminton und Bewegungs-Parcours. Da ist für jeden etwas dabei, und jeder kann mitmachen, worauf er Lust hat. Die kleine Pause zwischendurch wird versüßt durch Kaffee und Kuchen. Aber erst die sportliche „Arbeit“ . . .

Schließlich geht es um die Gesundheit. Wer sich fit hält, für den wird das Alter kein Schreckgespenst. „Ich erreiche eine ganz andere Lebensqualität mit Bewegung und Sport“, beont Bettina Neuhaus, Fachkraft für Programm „Bewegt ÄLTER werden in NRW“ vom KSB. So ein Aktionstag soll die Fülle der Möglichkeiten verdeutlichen, „und Menschen, die kein Mitglied im Sportverein sind, zeigen, was in einer Sporthalle passiert“. Deshalb gibt es beim Aktionstag auch Info-Stände von Sportgruppen und Abteilungen sowie einen erhellenden Vortrag unter dem Titel „Kampf dem Rost“ von Dr. Martin F. Hein vom Orthopädischen Forschungsinstitut Münster, der die Vorteile sportlichen Trainings für Gesundheit und Fitness im Alter erklärt.

Bereits am Vormittag des 18. April bietet der KSB für interessierte Übungsleiter einen Workshop „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Ältere“ an (Anmeldung: ksbwaf.aeltere@t-online.de). „Ältere Menschen haben schon die Option, etwas zu tun“ und eine gewisse Haltung zu vermitteln, so dass sie gegenüber potenziellen Angreifern gute Karten haben, betont Neuhaus.

Übrigens: Die Bezeichnung „Senior“ setzt im Sport nicht erst im Dunstkreis des Rentenalters ein. Zu den Senioren zählt man nämlich schon ab 35. Beim SC DJK gehören über 45 Prozent der Mitglieder zu den „Senioren“, wenn man die Altersgrenze von 40 Jahren nimmt. „Man sollte früh anfangen und dabei bleiben“, rät Neuhaus. Sie weiß auch, was viele Menschen zum Sporttreiben lockt: „Es kommt sehr stark auf Gemeinschaft und Geselligkeit an.“ Das kann Wolfgang Kaschny, Pressesprecher des SC DJK, nur unterstreichen. „Wir haben gerade in den Seniorengruppen unheimlich viel Spaß dabei.“ Die vom SC DJK angebotenen Kurse seien sehr gut frequentiert, Gruppen wie etwa „Fit ab 50“ oder die Rückengymnastik erleben einen starken Zulauf. Eine Resonanz, von der sich auch Neuhaus beeindruckt zeigt.

Wie groß die Resonanz beim Aktionstag in Everswinkel sein wird, darauf ist sie schon gespannt. Es ist dann die vierte Veranstaltung im Kreis seit 2013. „Das Wichtige ist, sich einen Ruck zu geben und anzufangen“, macht Neuhaus allen bisherigen Zögerern Mut. Denn: „Das Älterwerden kann man nicht vermeiden, Rost kann man vermeiden.“

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