Aktion „Keine Kurzen für Kurze“ im Karneval
Fr., 03.02.2012
Auf dem richtigen Weg
Bürgermeister Ludger Banken, Johannes Rieping (EKG), Dorf-Polizist Martin Baggeroer, Incila Tatay vom Kreisjugendamt, Martin Welzel vom Ordnungsamt und EKG-Vorsitzender Andreas Rutsch (v.l.) informierten über den Jugendschutz.
Everswinkel -
Die Aktion geht mittlerweile ins fünfte Jahr. Und sie trägt Früchte, wie alle Beteiligten betonen. „Keine Kurzen für Kurze“ lautet auch diesmal wieder das Motto im Karneval. Kinder und Jugendliche sollen vor Alkoholmissbrauch geschützt werden. Das Bündnis aus Gemeinde, Karnevalsgesellschaft und Polizei will das genau kontrollieren.
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Routiniert, aber stets mit wachem Auge – so, das haben es sich alle Beteiligten vorgenommen, soll die Aktion „Alkohol? Nicht witzig! Keine Kurzen für Kurze“ auch im fünften Jahr der gemeinsamen Initiative durchgeführt werden. Diese erfolgreiche Aktion soll kreisweit Kinder und Jugendliche vor Alkoholmissbrauch schützen. Hand in Hand arbeiten dabei Polizei, Jugend- und Ordnungsamt, die Gemeinde Everswinkel sowie die Veranstalter des Karnevalsumzuges, die Everswinkeler Karnevalsgesellschaft (EKG) „Fünfte Jahreszeit“.
„An Karneval sind die Sitten etwas lockerer, deshalb ist der Jugendschutz umso wichtiger. Toll, dass wir dabei alle an einem Strang ziehen“, hob Bürgermeister Ludger Banken bei der neuerlichen Vorstellung der Aktion hervor. Neben der Einhaltung der Gesetze am Karnevalssonntag sei deshalb die Aufklärung im Vorfeld von ebenso großer Bedeutung. Das geschieht durch eine kreisweite Plakataktion, bei der Handzettel in Schulen verteilt werden. Außerdem erhalten Gastronomen und Organisatoren von Karnevalsveranstaltungen ein Informationsschreiben, und Info-Veranstaltungen in Schulen tragen zudem zur Sensibilisierung bei.
Dass die Bemühungen Früchte tragen, darüber freut sich Incila Tatay vom Kreisjugendamt. „Im Jahr 2010 wurden kreisweit 42 Kinder in die Jugendschutzstelle gebracht, 2011 waren es nur 27“, umriss sie die positive Entwicklung. Für Kinder und Jugendliche, die dennoch auffällig werden, richtet das Kreisjugendamt erneut eine Stelle im Rathaus ein, um sie zunächst in Obhut zu nehmen. Von dieser Jugendschutzstelle können die Eltern ihre Sprösslinge dann wieder abholen. „Im unwahrscheinlichen Fall, dass wir keinen Elternteil oder Verwandte erreichen können, bringen wir die Kinder und Jugendlichen zunächst in eine Obhutstelle, von der sie abgeholt werden können.“
Das sei in den vergangenen Jahren jedoch erst ein Mal vorgekommen. „Bei mehreren tausend Feiernden ist der Anteil derer, die sich auffällig benehmen, verschwindend gering“, meint Martin Welzel vom Ordnungsamt. „Im Jahr 2008 wurde eine Person in die Jugendschutzstelle gebracht, 2009 waren es drei, 2010 fünf und im letzten Jahr zwei“. Dennoch gebe es jährlich ein bis zwei Jugendliche, die medizinisch versorgt werden müssten.
Grund genug, mit der gleichen Stärke und dem gleichen Kontrolldruck wie im vergangenen Jahr vorzugehen, wie Polizist Martin Baggeroer versichert. Um die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes zu gewährleisten, wird auch wieder von Alkoholteststreifen Gebrauch gemacht, mit denen sich Alkohol auch nachweisen lässt, wenn er mit anderen Getränken vermischt ist. „Besonders möchte ich auch die Erwachsenen in die Pflicht nehmen“, appelliert er an alle, nicht einfach wegzusehen. „Über jeden Hinweis sind wir sehr dankbar.“
„Wir möchten schönen und vernünftigen Karneval und eine Feier mit viel Freude und möglichst wenigen negativen Begleiterscheinungen“, unterstreicht EKG-Vorsitzender Andreas Rutsch. „Das ist sehr wichtig und dieser Weg ist richtig“.
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