Parkraum-Konzept Magnusplatz: Varianten für Neugestaltung vorgestellt
Facelifting für zentrale Fläche

Everswinkel -

Das Facelifting wird kommen. Nur wird es keine Totaloperation, sondern eher ein kosmetischer Eingriff. Der OP-Termin steht zwar noch nicht, doch eine dauerhafte und städtebaulich ansprechende Lösung der Parkraumfrage an der Magnusplatz-Zufahrt ist das erklärte Ziel von Gemeindeverwaltung und dem überwiegenden Teil der Kommunalpolitiker, nachdem mit der Drogerie Rossmann dort ein Ankermieter gefunden wurde. Kostengünstig und gleichzeitig ansprechend lautet dabei die Devise für die Umgestaltung.

Donnerstag, 04.12.2014, 08:12 Uhr

Dieser Belag wird wohl bald Geschichte sein. Die Umgestaltung der Magnusplatz-Zufahrt, um dauerhaft Parkflächen zu schaffen, wird von der Mehrheit der Kommunalpolitiker als sinnvoll angesehen. Über die Variante des Ausbaus muss allerdings noch entschieden werden.
Dieser Belag wird wohl bald Geschichte sein. Die Umgestaltung der Magnusplatz-Zufahrt, um dauerhaft Parkflächen zu schaffen, wird von der Mehrheit der Kommunalpolitiker als sinnvoll angesehen. Über die Variante des Ausbaus muss allerdings noch entschieden werden. Foto: Meyer

Wie die aussehen könnte, zeigte Hermann Himmelmann vom Planungsbüro Gnegel (Sendenhorst) in der Planungsausschusssitzung am Dienstag in mehreren Varianten auf. Himmelmann schickte seinen Erläuterungen die Information voraus, dass ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Bodengutachten „die erfreuliche Nachricht“ erbracht habe, dass die gepflasterte Zufahrt von der Warendorfer Straße zum Magnusplatz einem Parkplatzverkehr Stand halte. „Wir müssen also nicht in die Tiefe gehen, sondern bleiben an der Oberfläche.“ Anders ausgedrückt: ein kostspieliger neuer Straßenunterbau entfällt. Himmelmann zeigte divers Schadensbilder der augenblicklichen Pflasterung mit losen Platten, Anhebungen und Fugenverschiebungen, die ohnehin einen Eingriff erforderten.

Bei der „kurzen Variante“ würde der vordere Bereich der Zufahrt bis Rossmann in Angriff genommen. Dabei bliebe der Natursteinpflasterbereich an der Einfahrt erhalten, um dann in eine sechs Meter breite Fahrbahn mit vermutlich Betonstein-Pflasterung (wie Vitusstraße) überzugehen, die an den Seiten nahtlos an die Pflasterbänder der Gehwegbereiche anschließen und in einem Wendebereich münden würde. Die beiden vorhandenen Hochbeete würden entfernt, und insgesamt können neun Parkplätze entstehen. Kostenschätzung: rund 56 000 Euro. Würden die Gehwegbereiche („Nebenanlagen“) mit einbezogen, käme man auf rund 84 000 Euro. Die „lange Variante“, die dann zwölf Parkplätze umfassen würde, erstreckt sich bis zum Geschäft EP Arning mit einem Wendehammer, der dann schon auf dem Magnusplatz liegen würde. Kostenschätzung mit und ohne Gehweg-Einbeziehung: 87 000 beziehungsweise 125 000 Euro.

Himmelmann hatte sich auch mit der „etwas unübersichtlichen Stellplatzanordnung“ des Parkplatzes Brunnenstraße („abgesenkte Parkebene“) beschäftigt. „Man könnte den Bereich mit relativ einfachen Mitteln neue ordnen“, skizzierte er ein Entfernen der beiden Beete und Neujustierung der Parkbereiche. Kostenpunkt dafür: rund 26 000 Euro – ohne dass auch nur ein weiterer zusätzlicher Parkplatz hinzu kommt. Und genau deshalb war diese Maßnahme auch für CDU , SPD und FDP verzichtbar. „Das passt nicht zur Haushaltslage“, kommentierte FDP-Fraktionsführer Peter Friedrich den Ansatz. „26 000 Euro, ohne dass ein Parkplatz dazu kommt – so nötig ist es dann ja nicht“, stieß Bernd Wesbuer (SPD) ins selbe Horn.

„Generell kann ich mich mit beiden Varianten anfreunden. Priorität hat in meinen Augen die Verbesserung an dieser Stelle“, erklärte CDU-Fraktionschef Dirk Folker, um dann ein „aber“ nachzuschieben: „Wir packen da einen sehr sensiblen Bereich an. Da fehlt mir noch die Visualisierung, wie es später aussieht“, erbat er sich eine fotorealistische Darstellung durch das Planungsbüro. Während sich auch Wesbuer für ein Verschieben der Entscheidung aussprach, ist für die Liberalen das Votum schon jetzt klar: „Wir sollten die kurze Variante wählen, aber den ganzen Bereich aufnehmen, das ist die charmantere Lösung“, so Friedrich.

Würde es nach den Grünen gehen, bliebe die Zufahrt zum Magnusplatz ein reiner Fußgängerbereich. „Wir sehen das ganz anders“, leitete Grünen-Sprecher Karl Stelthove ein Plädoyer für eine attraktive Umgestaltung des Parkplatzes Brunnenstraße ein, „damit die Leute ihn auch anfahren – dann brauchen wir die Parkplätze oben am Magnusplatz gar nicht“. Stattdessen sollten mehr Fahrradstellplätze dort geschaffen werden. Das wäre die kostengünstigste Lösung. Bei einer neuen Betonstein-Fahrbahn „wäre das Ortsbild total kaputt“.

Bürgermeister Ludger Banken zog ein positives Zwischenfazit. „Man hat jetzt eine ungefähre Vorstellung, was man machen könnte und was es kostet.“ Auch Bankens Präferenz wäre die Verwirklichung der „kurzen Variante“ inklusive der Gehwegbereiche. Die Mehrkosten für drei Parkplätze würde er „ungern tragen“, zudem würde der Wendebereich in den Magnusplatz hineinreichen. Und die Neuordnung des Parkplatzes Brunnenstraße? Wünschenswert, aber verschiebbar auf bessere finanzielle Zeiten.

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