Mo., 16.02.2015

40. Everswinkeler Karnevalsumzug bei Super-Wetter So werden Träume wahr

In der Rikscha zog das Prinzenpaar Heike I. Rolle und Andreas II. Rutsch samt Gefolge durchs Vitus-Dorf und war bei strahlendem Sonnenschein dem Narrenvolk ganz nah.

In der Rikscha zog das Prinzenpaar Heike I. Rolle und Andreas II. Rutsch samt Gefolge durchs Vitus-Dorf und war bei strahlendem Sonnenschein dem Narrenvolk ganz nah. Foto: Klaus Meyer

Everswinkel - 

Ein Traum wird wahr. Unter diesem Motto tanzen Prinzessin Heike I. Rolle und Prinz Andreas II. Rutsch seit zwei Wochen von einem Termin zum nächsten. Ein närrischer Marathon, der in diesem Jahr mit der Geier-Weiberfastnacht eine weitere Etappe hinzugewonnen hat. Da sind Kondition und Stehvermögen gefragt, auch in puncto Fröhlichkeit. Das Prinzenpaar erwies sich in dieser Hinsicht als Meister seines Fachs.  Ein Traum wird wahr. Mit dem Karnevalsumzug am Rosensonntag hat er sich für die närrische Doppelspitze vollendet. 

Von Klaus Meyer

Das jecke Volk bildete mit Tausenden begeisterter Zaungäste ein buntes Spalier quer durchs Vitus-Dorf. Prinz Andreas und Prinzessin Heike zogen auf Augenhöhe hindurch – auf einer Rikscha genossen sie das hautnahe Bad in der Menge. Zusammen mit ihrem Präsidenten Jörg Meininghaus, dem Elferrat, dem V-Team und den begleitenden Elfen – um die sich angesichts ihrer fantastischen Karussell-Kostüme wahrlich „alles drehte“ – bildete dieser Tross am Ende des 40. Everswinkeler Karnevalsumzuges die wohl beeindruckendste fußläufige Einheit, die dank eines bunten Luftballon-Meers schon von weitem zu sehen war. 

Damit gehörte sie zu jenen Elementen, die den Zug Jahr für Jahr besonders bereichern. Die kreative Kostümauswahl, der Marsch durch die Straßen des Dorfes und die ansteckende Fröhlichkeit, die sie versprühen, sind das Sahnehäubchen auf dem närrischen Dessert zum Ende der Session. Zehn Fußgruppen waren es am Sonntag, die von den Zugorganisatoren auf vier Positionen verteilt wurden, damit sie in der Phalanx der 43 Wagen nicht untergingen. Jede von ihnen setzte mit einem eigenen Thema einen Akzent.

Fotostrecke: 40. Everswinkeler Karnevalsumzug

Da war einmal mehr die Gruppe Tackamarohr, die als traumhaft anzuschauende grün-blaue Pfauen ihrer kreativen und preiswürdigen Verkleidungsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügte. Die Möhnen setzten mit ihrem Motto „Weiß der Geier oder weiß er`s nicht“ dem Rathaussturm und der Geier-Weiberfastnacht noch einen drauf und erwiesem ihrem Möhnenvater Klemens Diepenbrock mit ihrem Geier-Outfit ihre Reverenz. Der Club „Melk die Kuh“ widmete sich der Winterzeit („Paula im Schnee“), die Tanzgruppen „Stay on Beat“ und „Magic Mooves“ betrieben farbenfrohes Marketing in eigener Sache („Zum Fliegen noch nicht bereit, doch tanzen können wir jederzeit“), und die Damengarde knöpfte sich die Bundeswehr im Allgemeinen und Ministerin von der Leyen im Besonderen vor („Ursula hat Mist gebaut, unsere Stärke wird gebraucht“). Einen außergewöhnlichen Junggesellinnen-Abschied feierte die Gruppe „Anna`s Kavaleria“, die Anna Schulze Zurmussen vor deren Schritt vor den Traualtar noch einmal mit einem närrischen Ausflug feierte („Der letzte Ausritt - Anna unterm Hammer, auf ins Roggenland“).

Die akustischen Glanzlichter setzten der Spielmannszug Albersloh , der Spielmannszug Albersloh und der Glücksstädter Spielmannszug, der nach zwei Jahren Pause sein Comeback in Everswinkel feierte. Für zusätzlich reichlich Partymusik aus der Konserve sorgten die Besatzungen der insgesamt 43 Karnevalswagen. Thematisch nahmen sie die unterschiedlichsten Themen aufs Korn, ein Hauptthema gab es dabei nicht. Der Bogen reichte von Superhelden, Ninja Turtles, Matrosen und Piraten über die Bundeswehr, Pilotenstreik und mobilem Knast bis zum Weltraum – oder dem Bahnhaltepunkt Einen-Müssingen. Bei der Ehrengarde ging‘s – zumindest thematisch – etwas ernster zu: Sie sah „eisige Zeiten“ auf Everswinkel zukommen im Hinblick auf den Gemeinde-Haushalt. Die Hacketaler Spalter aus Alverskirchen dagegen waren sich sicher, „Unsere Welt ist bunt, Lachen ist gesund“ – und lachten die ganze Zugstrecke über.

Bunt wurde die Rosensonntagswelt für die kleinen Karnevalisten schon eine Stunde früher. Auf dem Magnusplatz wurden sie mit einem jungen Bühnenprogramm in Stimmung gebracht.  Die Kindertanzgruppe „Little Sunshines“ von der KG ZiBoMo aus Wolbeck, Zauberer Daniel Dück und Tanzmariechen Frieda Höft aus Sassenberg zogen die Kids in den Bann. Bis dann endlich der Narren-Zug anrollte. Everswinkel, Helau! Und das alles bei Sonnenschein. Prinzenwetter. Einfach fürstlich. Ein Traum wurde wahr!

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