Mitgliederversammlung des DRK: Sorge um sinkende Blutspender-Zahl
Sanitätsdienst besonders gefragt

Everswinkel -

Das Rotkreuzteam, die Blutspende, die Kleiderspende und die Gruppe „Fit ab 50“ – ein vielfältiges Aufgabengebiet der DRK-Ortsgruppe. Doch erfordert es auch großes Engagement, die Vielfältigkeit der Tätigkeiten zu organisieren. Kein Wunder, dass in der diesjährigen Mitgliederversammlung Hans Bernd Unterbusch als Vorsitzender einstimmig wiedergewählt wurde.

Donnerstag, 03.03.2016, 07:03 Uhr

Das Team des DRK-Ortsvereins mit (v.l.) Marcel Vetterle (stellv. Rotkreuzleiter), Roland Tresp (Rotkreuzleiter), Norbert Bücker (Schatzmeister), Hans Bernd Unterbusch (Vorsitzender), Barbara Gerdsen (Rotkreuzleiterin), Annemie Kösters (Geschäftsführerin) und Norbert Seidel (Beauftragter „Fit ab 50“); es fehlt Uwe Henkel (stellv. Vorsitzender), bilanzierte das Jahr.
Das Team des DRK-Ortsvereins mit (v.l.) Marcel Vetterle (stellv. Rotkreuzleiter), Roland Tresp (Rotkreuzleiter), Norbert Bücker (Schatzmeister), Hans Bernd Unterbusch (Vorsitzender), Barbara Gerdsen (Rotkreuzleiterin), Annemie Kösters (Geschäftsführerin) und Norbert Seidel (Beauftragter „Fit ab 50“); es fehlt Uwe Henkel (stellv. Vorsitzender), bilanzierte das Jahr. Foto: Roer

Besonders gefragt ist die Sanitätsdienstgemeinschaft der Ortsgruppe. Über Einsätze in Alverskirchen und Everswinkel hinaus führten ging es im vergangenen Jahr zudem nach Sendenhorst, Oelde und Warendorf. 2015 wurden so „fast 8 000 Stunden insgesamt ehrenamtlichen Dienst geleistet“, bilanzierte Rotkreuzleiter Roland Tresp. Insbesondere das arbeitsintensive Oktoberfest und ein schwerer Unfall bei einem Vielseitigkeits-Turnier waren ihm unter den 50 Sanitätsdiensten in Erinnerung geblieben. Die Abwicklung wurde im Nachhinein sehr positiv bewertet. Nicht nur, dass das Engagement beim Vielseitigkeits-Turnier sogar in der Reiter-Fachpresse erwähnt wurde, auch der reibungslose Ablauf des Einsatzes zeigte die Verlässlichkeit. „Wir sind stolz darauf, dass es so gut geklappt hat“, merkte Tresp an.

Auch die Einsätze der First Responder wurden gewürdigt. Aufgrund der besseren Ortskenntnisse vergingen im Schnitt nur zwei Minuten vom Ausrücken bis zum Eintreffen. Seit mittlerweile zehn Jahren und in bislang 1 287 Einsätzen stellen die sie ihr Können und ihre Verlässlichkeit unter Beweis. „Man muss immer rechtzeitig investieren“, stellte Unterbusch fest, während er sich für das Engagement der First Responder bedankte.

Insbesondere im Rahmen der vermehrten Spitzenabdeckungseinsätze machte der sich im vergangenen Jahr neu angeschaffte Rettungswagen bezahlt. „Immer dann, wenn der Kreis Warendorf keine Ressourcen hat, werden wir mit alarmiert“, erklärte Tresp die Gründe für die gestiegene Zahl an Einsätzen – 154 zur Spitzenabdeckung im Rettungsdienst wurden 2015 gezählt. Ebenfalls neu angeschafft wurde ein Defibrillator, der jetzt auch mit Geräten vom Kreis kompatibel ist. Die Anschaffungen lohnen sich. Acht Jugendliche büffeln derzeit Theorie in der Rettungsschule und absolvieren darüber hinaus ein Rettungswach-Praktikum, um in diesem Jahr ihre Ausbildung zum Rettungshelfer abzuschließen. Für Nachwuchs ist also gesorgt.

Sorgen bereitetet der Ortsgruppe jedoch die gesunkene Zahl an Blutspendern. Zwar konnten drei Neuspender verbucht werden, jedoch kamen 260 Blutspender weniger als 2014 zu den Blutspende-Terminen. Dies liege möglicherweise daran, dass es im vergangenen Jahr hieß, es sei genug Blut vorhanden. „Es ist nie genügend da. Insbesondere von seltenen Blutgruppen nicht“, merkte Barbara Gerdsen an. Vor allem an der Kontinuität von Blutspenden mangele es. Die nächsten Gelegenheiten, dem Trend entgegen zu wirken, gibt es am 29. März in Alverskirchen und am 6. April in Everswinkel. Neben einer normalen Blutspende bietet das DRK ebenfalls wieder eine Typisierung in Kooperation mit der Stefan-Morsch-Stiftung an.

Großen Anklang finden nach wie vor die Aktivitäten der Gruppe „Fit ab 50“. An den 23 Veranstaltungen 2015 nahmen im Durchschnitt 26 Personen teil. „Ein Highlight war die Wanderwoche in Weißensee“, freute sich Koordinator Norbert Seidel. Daneben standen diverse Radtouren, die im Schnitt alle zwei Wochen angeboten wurden, auf dem Programm. Neuerdings wird die eigene Radfahr-Erfahrung in einem eingerichteten Kursus an Flüchtlinge weitergegeben. In dem neu angelaufenen Gemeinschaftsprojekt des DRK und des SC DJK sind derzeit neun Helfer ehrenamtlich im Einsatz.

Finanziell gesehen, zeigte der Geschäftsbericht von Norbert Bücker eine positive Lage der DRK-Ortsgruppe auf. Zwar sorgte die Anschaffung des Rettungswagens durch Rücklagen für eine „erhebliche Minderung der liquiden Mittel“, doch konnte trotzdem ein Gewinn verbucht werden, der der freien Rücklage hinzugefügt wurde.

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