Mo., 13.02.2017

Karneval-Parade von MGV und BSHV Programm trifft ins Schwarze

Fulminantes Finale: Der Show-Auftritt der „Blau-Weißen Funken“ entführte in

Fulminantes Finale: Der Show-Auftritt der „Blau-Weißen Funken“ entführte in Foto: Marion Bulla

Everswinkel - 

Die 46. Karnevals-Parade von MGV und BSHV beschert dem Everswinkeler Narrenvolk am Samstag in der Festhalle eine stimmungsvolle Party vom Feinsten. Nicht nur die Comedians Christiane Olivier und Freddy Farzadi entpuppen sich als absolute Volltreffer, auch das umfangreiche dreieinhalbstündige Programm trifft absolut ins Schwarze. Am Ende der fulminanten Show hält es vor lauter Begeisterung kaum jemanden der rund 450 Gäste mehr auf den Stühlen.

Von Marion Bulla

Hexen, Vampire, Pharaoen, Mumien und natürlich jede Menge Clowns tummeln sich am Samstagabend in der Everswinkeler Festhalle . Eine himmlische Schar fällt gleich ins Auge: Es sind die Damen des Elferrats, die sich als Engel mit leuchtenden Flügeln unter das gut gelaunte Jeckenvolk mischen. Die fünfte Jahreszeit ist für viele Gäste einer der großen Höhepunkte im Jahr. Auch diesmal lässt das Showprogramm nichts zu wünschen übrig. Es ist ein gelungener Mix aus Tanz, Comedy und Gesang.

Zur Begrüßung wird es ein wenig politisch. Der Elferrat betritt mit Trump-Masken die Bühne, beziehungsweise das Bernsteinzimmer NRWs , wie Präsident Barthold Deiters die Festhalle gerne betitelt. „Wir denken uns jedes Jahr was Neues aus“, bemerkt der Chef. Es sei als Karnevalsverein heutzutage aber nicht mehr so einfach, denn Donald Trump haue eine Bütt nach der Nächsten raus. „Wir sind gegen Mauern. Liebe Mexikanerinnen von 18 bis 28 Jahren kommt nach Everswinkel zur Fiesta Mexikana“, ruft Deiters deshalb aus.

Nachdem das Blasorchester Everswinkel (BOE) im Teufelchenkostüm den Narren musikalisch eingeheizt hat, eröffnen die Tanzsterne die Show. Das hat mittlerweile schon Tradition. Die jungen Tänzerinnen beeindrucken mit einer tollen Choreografie a la Tarzan. Auch der Auftritt der „Blau-Weißen Funken“, die harmonisch und synchron über die Bühne fegen, findet im Publikum viel Zuspruch. Beide Auftritte sind ein wahres Fest für die Augen. Etwas auf die Ohren gibt es anschließend von Christiane Olivier . Die Komikerin erzählt Geschichten aus dem wahren Leben. Auch wenn es manchmal etwas schlüpfrig wird – Das Programm macht Spaß. Etwa als sie scheinbar rein zufällig Bürgermeister Sebastian Seidel als Opfer aussucht. Oder sich über Waldorfschüler lustig macht, die keinen Orgasmus haben, ihn dafür aber tanzen können. Außerdem ist sie der Meinung, wer als Mann Kerzen anzünde, sei schwul. Auf die Frage, wer in den Reihen der Zuschauer als Mann Kerzen anzündet, meldet sich nur einer – nämlich Pastor Heinrich Hagedorn. Unter viel Gelächter verrät er der Komödiantin seinen Beruf. Da hatte die Dame sich ja genau die Richtigen aus dem voll besetzten Saal ausgesucht. Ein Versehen, oder doch pure Absicht?

Auch der männliche Stargast Freddy Farzadi strapaziert die Lachmuskeln aufs Äußerste. Der Hamburger Türsteher berichtet von lustigen Erlebnissen auf dem Kiez. Auf seinem T-Shirt steht geschrieben: Die Würde des Mannes ist unten tastbar. Nun, da weiß man schon Bescheid: Es geht vor allem um Sex und Sport. Auch ums Essen: „Ich bin froh, dass ich mein Essen nicht jagen muss. Wüsste gar nicht, wo Pizzen leben“.

Kurz vor der Pause wird das aktuelle Königspaar Thomas und Steffi Püning samt Hofstaat auf die Bühne gebeten. Sie werden als Ehrengäste begrüßt und Frohnatur Lutz Bomkamp erhält ob seines jahrelangen Engagement im Elferrrat aus den Händen von Präsident Barthold Deiters den Ehrenteller.

Turbulent geht es nach der Unterbrechung weiter. Doch zunächst werden zwei, die eine große Lücke hinterlassen werden, geehrt. Schriftführer Thomas Hollmann und auch Präsident Barthold Deiters gehen in diesem Jahr in Karnevalsrente und verabschieden sich aus dem Elferrat. Das Duo bekommt neben vielen lobenden Worten an diesem Abend auch einige Tipps, was sie in Zukunft so machen könnten. Vielleicht Dorf-Designer, Tüv-Prüfer oder gar WN-Reporter? Wer neuer Chef der Jecken wird, steht indes noch nicht fest.

Dann erobert die Männertanzgarde die Bühne. „Das gibt es im Umkreis von 100 Kilometern nirgendwo anders“, freut der Elferrat sich, bevor die Jungs loslegen. Und wie. Tanzmajaor Christian Schlüter wirbelt Tanzmariechen Lisa Tresp um die eigene Achse, hebt sie und dreht sich im Kreis. Immer begleitet von den tanzenden Herren. Auch die XXL-fen begeistern ihr dankbares Volk. Sie kommen unter dem Motto „Das Imperium schlägt zurück“ direkt aus dem Raumschiff Enterprise und erfreuen die Gäste mit futuristisch angehauchten Tänzen um Darth Veader, Captain Kirk und Spock.

Ein weiteres kulturelles Highlight ist der avantgardistische Auftritt der Ehrengarde. Sie greifen ein aktuelles Thema auf und präsentieren ihre eigene Interpretation des Vereinsliedes. Bildlich und mit Unterstützung zweier, nun ja sagen wir mal, Tenöre.

Die Blau-Weißen Funken beenden mit ihrer Darbietung aus dem wilden Westen das tolle Showprogramm, das das gut gelaunte Narrenvolk im Vitusdorf mehr als begeistert hat.

Die Partyband „2night“ sorgt auch nach der Show mit Fetenhits für ausgelassene Stimmung eine stets volle Tanzfläche.

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