Di., 28.03.2017

Themenabend der Grünen zum Bauen Neubauten vermeiden

Einen Vortrags- und Diskussionsabend mit dem Autor des Buches „Verbietet das Bauen“ veranstaltete der Ortsverband der Grünen kürzlich.

Einen Vortrags- und Diskussionsabend mit dem Autor des Buches „Verbietet das Bauen“ veranstaltete der Ortsverband der Grünen kürzlich. Foto: Die Grünen

Alverskirchen - 

„Eines der Top-Themen in der täglichen Diskussion betrifft den Wohnungsmangel.“ So leitete Grünen-Ortssprecher Frank Winkler kürzlich den Abend mit dem Autor des Buches „Verbietet das Bauen“, Daniel Fuhrhop, ein. „Gerade in den Schwarmstädten, wozu auch Münster gehört, wird bezahlbarer Wohnraum knapp“, so Winkler.

Die Lösung scheine für viele im Neubau von Häusern zu liegen. In einem einstündigen Vortrag stellte Fuhrhop die Entwicklung, die aktuelle Situation und Lösungsansätze im Immobilienbereich dar, teilen die Grünen in einer Presseinformation mit.

Fuhrhop habe dabei festgestellt, dass die Zahl an Wohnungen in den vergangenen 20 Jahren gestiegen, die Bevölkerungszahl jedoch gleich geblieben sei. Es gebe immer mehr Single-Haushalte, und der Anspruch an größere Wohnungen sei gestiegen. Allerdings gebe es auch viele Leerstände. Diese leerstehenden Immobilien sollten vorrangig wieder genutzt werden. In seinem Buch stellt Fuhrhop 50 Werkzeuge vor, wie Neubau vermieden werden könne. Nur einen kleinen Teil habe er den Zuhörern vorgestellt.

Mit kommunalen Zuschüssen könnten gerade junge Leute für Altbauten gewonnen werden. So gebe es Kommunen, die zum Beispiel die Kosten für Baugutachten übernähmen. Die Gemeinde Hiddenhausen sei durch ihr Programm „Jung kauft Alt“ bekannt geworden. Auch die Formen des Zusammenlebens lohne es zu überdenken. So gebe es bereits in 40 Universitätsstädten das Modell „Wohnen für Hilfe“. Wohnraum werde günstig vermietet und im Gegenzug übernähmen die jungen Leute zum Beispiel die Gartenarbeit oder das Einkaufen. Für beide Seiten sei dies eine Win-Win-Situation.

An die Lesung Fuhrhops, der sein Buch auch als Streitschrift bezeichne, habe sich eine angeregte Diskussion angeschlossen. So habe ein Zuhörer angemerkt, dass die Grünen den Veranstaltungsort in Alverskirchen nicht zufällig gewählt hätten. Somit habe es viele Fragen und Meinungen zum Bauen in Alverskirchen gegeben. „Leerstände gebe es nicht“, habe ein Alverskirchener erklärt. Man möchte jungen Familien ihren Traum vom Eigenheim erfüllen und dies gehe nur mit neuen Baugebieten. Ein anderer Gast und Stadtplaner habe dagegengehalten, dass in naher Zukunft durch die alternde Gesellschaft ausreichend Häuser leerfallen würden. Ferner werde dann die vorhandene Infrastruktur wegen der Verteilung auf weniger Zahler wesentlich teurer.

Als Ergebnis des Abends bleibe laut Grünen-Pressemitteilung festzuhalten: „Es gab eine Reihe guter Ideen, die Diskussion verlief sachlich und fair.“ In seinen Schlussworten habe Winkler dem Bürger-Team Alverskirchen einen Tipp gegeben: Bei der Beteiligung zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ könnten „Alternativen zum Neubau die Aussichten auf das Golddorf sicher erhöhen“.

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