Fr., 02.12.2016

TEO-Verwaltungsrat legt Gebühren fest / Maßnahmen in 2017 Abwasserrechnung bleibt stabil

Wenn die Abwässer im nächsten Jahr durch die Rohre des Abwasserbetriebs TEO AöR fließen, müssen die Bürger nicht mehr Gebühren-Gelder durchs Netz „spülen“.

Wenn die Abwässer im nächsten Jahr durch die Rohre des Abwasserbetriebs TEO AöR fließen, müssen die Bürger nicht mehr Gebühren-Gelder durchs Netz „spülen“. Foto: Meyer

Everswinkel - 

Entspannt können die Bürger der Vitus-Gemeinde im kommenden Jahr bleiben, wenn die nächste Abwasser-Rechnung ins Haus flattert. Die Gebühren bleiben nämlich weitgehend stabil. Einstimmig wurden Wirtschaftsplan und Gebührenkalkulation für das nächste Jahr vom Verwaltungsrat des Abwasserbetriebs TEO AöR beschlossen.

Von Klaus Meyer

Die Gebühr für die Schmutzwasserentsorgung bleibt das dritte Jahr in Folge konstant bei 2,44 Euro pro Kubikmeter. Einen minimalen Aufschlag von einem Cent auf den Kubikmeter wird es beim Niederschlagswasser geben, dessen Gebühr dann bei 45 Cent liegen wird. Einen Gebührenrückgang um 17 Prozent wird es bei den Kleinkläranlagen geben. Da sinkt der Betrag nach dem Gebührensprung im Jahr zuvor nun von 8,42 auf 7,01 Euro je Kubikmeter. Eine dreiprozentige Steigerung ist bei den abflusslosen Gruben zu verzeichnen; die Gebühr steigt von 1,89 auf 1,94 Euro je Kubikmeter.

Insgesamt 2,67 Millionen Euro wird der Abwasserbetrieb im kommenden Jahr in der Sparte Everswinkel investieren. Davon entfallen 1,39 Mio. Euro auf die Kanalisation, 390 000 Euro auf die Kläranlage und 256 000 Euro auf Pumpstationen und Regenbauwerke. Für Kanalisation-Erschließungsmaßnahmen im Gewerbegebiet Grothues sind 390 000 kalkuliert plus 30 000 Euro für weitere Planungen. Am Overnkamp und Krummen Land steht die Herstellung der hydraulischen Aufnahmefähigkeit der Kanäle auf der Maßnahmenliste, an der Musenstiege ist zur Sicherstellung der hydraulischen Aufnahmefähigkeit der Kanäle der Neubau eines Mischwasserkanals (DN 300) nötig, im Bereich Gartenstraße-Breede ist nach den vorangegangenen Kanaluntersuchungen eine Sanierung verschiedener Bereiche vorgesehen, und an der Freckenhorster Straße steht die Inspektion der Abwasserleitungen an.

In Alverskirchen soll für die Bereiche Wiemstraße und Hauptstraße im kommenden Jahr eine Sanierungsplanung erarbeitet werden. Für die Umsetzung des Konzeptes sind mehrere Jahre vorgesehen, um die finanziellen Auswirkungen sowie den Personaleinsatz verteilen zu können.

Die Kläranlage stand von 2011 bis 2013 besonders im Fokus. Die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen betragen die Gebäude- und Maschinentechnik sowie die Kapazitätsanpassung. Nun ist im nächsten Jahr die Erneuerung der inzwischen etwa 25 Jahre alten Elektrotechnik geplant.

Im Hinblick auf die gewässerverträgliche Einleitung von Niederschlagswasser sieht das Merkblatt „BWK M3“ (Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau) als wesentliches Ziel vor, die Häufigkeit und Dynamik von Abflussereignissen zu begrenzen. Für Kommunen bedeutet dies, dass kommunale Einleitungen in Gewässer gedrosselt und zusätzlicher Rückhalteraum eingerichtet werden muss. In Everswinkel müssen demnach die Regenrückhaltebecken „Vitus-Bad“ und „Auf dem Knapp“ hergestellt oder Alternativen geschaffen werden. In Alverskirchen soll das Regenrückhaltebecken angepasst werden.

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