Do., 14.09.2017

Nach dem Abi in die Ferne: Letztes Reise-Kapitel für Sophia Perdun – Zwischenstopp Malediven Zwischen Religion und Tourismus

Letztes Ziel einer langen Reise für Sophia Perdun: die Malediven. Das alltägliche Transport- und Fortbewegungsmittel in jener Traumurlaubsregion ist das Boot.

Letztes Ziel einer langen Reise für Sophia Perdun: die Malediven. Das alltägliche Transport- und Fortbewegungsmittel in jener Traumurlaubsregion ist das Boot. Foto: Sophia Perdun

Everswinkel - 

Die Everswinkelerin Sophia Perdun zog es nach dem Abi in die Ferne, um vor dem Studienbeginn jetzt im Herbst einige faszinierende Regionen der Welt kennenzulernen. Sie nahm die WN-Leser mit nach Australien, Osttimor, Neuseeland, Indien und Sri Lanka. Das letzte Reisekapitel führt nun in eine Region, die gemeinhin als Traum-Urlaubsziel empfunden wird: auf die Malediven.

„Zurück im herbstlich kalten Deutschland, sehne ich mich nach herrlichem Sonnenschein und Wärme. So wie an meiner letzten Reise-Station, den Malediven, wo das ganze Jahr über Temperaturen um die 30 Grad Celcius herrschen. Eine Woche lang bereiste ich den Inselstaat im Indischen Ozean südwestlich von Sri Lanka. Atemberaubenden Strände, türkisfarbenes Meer und die artenreiche Unterwasserwelt. Ich gewann dabei auch einen Einblick in das Leben der Einheimischen. Der Inselstaat besteht aus mehreren Atollen und knapp 1 200 Inseln.

Für diejenigen, die denken, ,na das klingt nach einem Paradies, die nächste Reise geht dorthin‘: Man sollte wissen, dass es im Vorfeld teilweise schwierig sein kann, Informationen über die einzelnen Inseln und den Transport von der Hauptinsel zu finden. Denn Tourismus außerhalb der Resort-Inseln für die Superreichen ist erst seit einigen Jahren auf jenen Inseln erlaubt, die von Einheimischen bewohnt werden. Mein Glück war, dass ich in Sri Lanka schon einige Malediven-Reisende getroffen hatte, die mir Tipps geben konnten, und ich erhielt Infos über eine Facebook-Gruppe. Für mich war somit klar, dass ich auf der Insel Guraidhoo wohnen möchte; gut erreichbar und von viele Einheimischen bewohnt.

Zunächst galt es, vom Flughafen zur Hauptstadt Male und von dort nach Guraidhoo zu gelangen. Ich hatte Glück, denn der Ruhetag für die Muslime ist der Freitag, dann fahren keine Fähren, und die alternativen privaten Schnellboote können richtig teuer werden. Am Sonntag hingegen, dem Tag an dem ich von Sri Lanka kommend eintraf, fahren die Fähren ganz normal.

Neben Volleyball zählt das Fußballspielen zu den beliebtesten Sportarten auf der Malediven-Insel Guraidhoo.

Neben Volleyball zählt das Fußballspielen zu den beliebtesten Sportarten auf der Malediven-Insel Guraidhoo. Foto: Sophia Perdun

Male liegt nur einige Minuten Fahrzeit von der Flughafeninsel entfernt. Da auf den Malediven das Transportmittel Nummer eins die Fähren und Boote sind, ist sogar das Geld an den Inselstaat angepasst: Es ist so beschichtet, dass Wasser ihm nichts anhaben kann. Nebenbei bemerkt: Rufiya, so der Name, ist eine der schönsten Währungen, die ich auf meiner Reise gesehen habe; in großer Konkurrenz zu den Neuseeländischen Dollarnoten. Das Straßenbild in Male ist geprägt von Rollern und jungen, langhaarigen Männern und Frauen in engen Jeans; viele von ihnen tragen keine Kopfbedeckung. Dies sei nur möglich, weil die Hauptstadt relativ liberal sei, erklärte mir mein Hotel-Besitzer Mahmood. So liberal, wie man eben sein kann, wenn die Staatsreligion der Islam ist und andere religiöse Minderheiten verfolgt und diskriminiert werden. Auf den kleinen Inseln und Atollen würden fast alle Frauen eine Kopfbedeckung tragen, und die Männer trügen einen kurzen Haarschnitt.

So war es auch auf der kleinen Insel Guraidhoo, etwa eineinhalb Stunden Fahrt von Male entfernt. Dort angekommen, rief der Muezzin gerade zum Gebet, und die meisten Frauen die ich dort auf den sandigen Straßen sah, trugen Kopfbedeckungen. Auf Guraidhoo konnte ich nach einer anstrengenden Reisezeit in Sri Lanka perfekt entspannen. Auch die Tatsache, dass ich in einem kleinen Hotel wohnte, genoss ich sehr. Nach langer Zeit hatte ich mal wieder eine feste Unterkunft und wechselte nicht jeden Tag. Nach einem „europäischen“ Frühstück am ersten Morgen konnte ich den Koch aus Bangladesch schnell überzeugen, mir für die kommenden Tage ein typisch maledivisches Frühstück zuzubereiten. Fisch mit Reis gilt als typisches Essen dort, denn auf den Malediven werden die meisten Lebensmittel importiert. Nur der Fisch kommt noch aus eigenen Gewässern. Daher sind auch die Preise in den Supermärkten und Restaurants verglichen mit anderen asiatischen Ländern relativ hoch.“

Fortsetzung folgt

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