Do., 21.09.2017

Nach dem Abi in die Ferne: Letztes Reise-Kapitel für Sophia Perdun – Zwischenstopp Malediven (2. Teil) Auf die „Bikini-Zone“ achten

Auf einer kleinen Insel der Malediven, wo Touristen auch in Badekleidung geduldet sind, traf Sophia Perdun (r.) an einem Traumstrand eine Brasilianerin, die dort zum Tauchen weilte.

Auf einer kleinen Insel der Malediven, wo Touristen auch in Badekleidung geduldet sind, traf Sophia Perdun (r.) an einem Traumstrand eine Brasilianerin, die dort zum Tauchen weilte.

Everswinkel - 

Die Everswinkelerin Sophia Perdun zog es nach dem Abi in die Ferne, um vor dem Studienbeginn jetzt im Herbst einige faszinierende Regionen der Welt kennenzulernen. Sie nahm die WN-Leser mit nach Australien, Osttimor, Neuseeland, Indien und Sri Lanka. Das letzte Reisekapitel führt nun in eine Region, die gemeinhin als Traum-Urlaubsziel empfunden wird: auf die Malediven.

„Auf Guraidhoo ging ich nach dem Frühstück meistens zum Strand und genoss in der Hängematte liegend das Rauschen der Wellen, den feinen weißen Sand und das in allen erdenklichen Blautönen schimmernde, angenehm kühle Wasser. Extra für die Touristen gab es eine kleine Insel, die durch einen Steg mit Guraidhoo verbunden war und an dem man sich auch als Frau in Bikini oder Badeanzug zeigen durfte. Denn mit der muslimischen Staatsform passt es nicht zusammen, dass man als Tourist, von denen zu dem Zeitpunkt nur wenige da waren, viel Haut zeigt. Leider haben das aber auch hier einige der Touristen aber vor allem Touristinnen nicht beachtet. Vor allem jene, die nur einen Tagesausflug nach Guraidhoo machten. Denn auf den umliegenden Inseln gibt es schon länger Tourismus, und dementsprechend sind die Einheimischen auch etwas toleranter gegenüber Shorts und Tops bei Touristinnen, nicht jedoch auf Guraidhoo.

Ich war froh, dass ich meine traditionelle Kleidung, die ich anfangs in Indien gekauft hatte, immer noch besaß und sie mir nicht nur in Indien und auf Sri Lanka, sondern auch auf den Malediven gute Dienste leistete. Auch in diesen Ländern hatte ich immer eine lange Hose und eine Tunika mit langen Ärmeln an. Das schützt zum einen vor der Sonne, vor gaffenden Blicken, aber vor allem zeigt es Respekt vor der Kultur des Landes.

Zu meiner besonderen Freude war Nebensaison, und ich habe kaum andere Touristen gesehen. In dem kleinen Hotel, in dem ich wohnte, hielt sich noch ein Paar auf, und am Anfang wohnte dort auch eine Familie. Allerdings hatte ich die Bikini-Insel meist für mich allein und auch das Schnorcheln konnte ich genießen. Anders als in Australien war ich hier die Einzige, die geschnorchelt ist und die kunterbunte Unterwasserwelt mit all ihren Fischen bestaunte.

Purer Luxus ist es, eine gewisse Zeit am selben Ort zu bleiben, wenn man vorher viele verschiedene Orte besucht hat. Aber nach einigen Tagen packte mich dann doch die Neugier und ich machte einen Ausflug zur Nachbarinsel Gulhi. Mit der Fähre dauerte es ungefähr eine Stunde, und nach einer kurzen Entdeckungstour auf dem Eiland, vorbei an den für die Malediven so typischen bunt gestrichenen Häuser führte der Weg über sandige Straßen zum Bikini-Strand. Dort genoss ich den ganzen Tag lang das erfrischende Meer und die Gesellschaft einer Brasilianerin, die zum Tauchen auf die Malediven gekommen war. Im Gegensatz zum Meer rund um Guraidhoo konnte man auf Guhli toll schwimmen und fühlte sich wie in einem großen Swimmingpool, so ruhig war das Wasser. Doch die Insel war mir schon etwas zu touristisch, so dass ich mich entschloss, die restlichen Tage meiner Malediven-Zeit auf Guraidhoo zu bleiben, denn all die umliegenden Inseln – so hieß es – seien noch touristischer als Guhli.“

Letzter Teil folgt

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5165979?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F