Bewohner des Hauses St. Vitus stellen derzeit im Kunsthaus Kannen aus
Ganz persönliche Werke

Everswinkel -

Mehrere künstlerisch tätige Bewohner des Hauses St. Vitus nehmen mit ihren Kunstwerken an der Jahresausstellung des „Kunsthaus Kannen“ in Münster-Amelsbüren teil. Das Kunsthaus Kannen ist „ein Museum für Ausstellungen zur Gegenwartskunst, Art Brut und Outsider Art, mit Künstlerateliers und einem Galeriebereich“, so die eigene Definition der Einrichtung.

Montag, 23.10.2017, 07:10 Uhr

Künstlerin und Heilpädagogin Luzia Maria Derks und Lothar Berth, Leiter des Hauses St. Vitus, mit den an der Ausstellung beteiligten Bewohnern Patricia Bragado, Klaus Therling, Oliver Hohenstein, Sylvia Warthorst und Monika Wonnemann (v.l.).Monika Wonnemann (l.) erklärt ihrer Schwester ihre Werke.Diese vier Bilder wurden von Olver Hohenstein gemalt.
Künstlerin und Heilpädagogin Luzia Maria Derks und Lothar Berth, Leiter des Hauses St. Vitus, mit den an der Ausstellung beteiligten Bewohnern Patricia Bragado, Klaus Therling, Oliver Hohenstein, Sylvia Warthorst und Monika Wonnemann (v.l.).Monika Wonnemann (l.) erklärt ihrer Schwester ihre Werke.Diese vier Bilder wurden von Olver Hohenstein gemalt. Foto: nn

Diese sehr sehenswerte Ausstellung von Künstlern mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen aus dem gesamten Bundesgebiet wurde kürzlich eröffnet und wird bis zum 28. Januar 2018 zu sehen sein.

Unter den insgesamt etwas über 60 ausstellenden Künstlern sind in diesem Jahr sechs Bewohner aus dem Haus St. Vitus mit ihren Bildern vertreten. Die Künstlergruppe des Hauses St. Vitus, die wöchentlich unter Anleitung der Künstlerin und Heilpädagogin Luzia Maria Derks in den Räumlichkeiten des Hauses der Generationen in Everswinkel aktiv ist, kann damit auf eine weitere Ausstellung ihrer Werke schauen. Mehrfache Teilnahmen an den Jahresausstellungen im Kunsthaus Kannen aber auch Ausstellungen im Rathaus Everswinkel, in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf e.V. oder in einer psychiatrischen Praxis, boten in den vergangenen Jahren Möglichkeiten zur Präsentation aber auch zum Verkauf einzelner Werke.

Vor einigen Jahren beteiligte sich die Gruppe auch mit dem Verkauf ihrer Werke an einer großen Spendenaktion für die „Stiftung für Menschen mit Behinderungen“ in der Diözese Münster, für die alleine aus dieser Gruppe mehrere hundert Euro zur Verfügung gestellt werden konnten.

Die Intensität und Qualität der Arbeiten wie aber auch die sehr individuellen Malstile der einzelnen Künstler zeigen, dass die Aktivitäten über eine reine Freizeitgestaltung hinausgehen. „Seit über zwölf Jahren ist die Förderung von künstlerisch begabten Bewohnern der Wohneinrichtung ein Anliegen der Mitarbeiter des Hauses. Wir betrachten diese Aktivitäten dabei nicht als kunsthandwerkliches Tun im Sinne einer Beschäftigungstherapie, sondern als ganz persönliche Ausdrucksweise und Gestaltungsform der Akteure, ohne dass es zu einer therapeutischen oder pädagogischen Einmischung kommt“, macht der Leiter des Hauses, Lothar Berth deutlich.

„Kunst kennt keine Behinderung“. Dies sei auch sehr gut an den Werken der Bewohner zu sehen, so Berth weiter, der diesen Slogan der Aktion Mensch zitiert und sich freut, dass Bewohner des Hauses St. Vitus wieder die Möglichkeit haben, sich mit ihrem Können in der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Diese Teilnahme an der Ausstellung stellt ein wesentliches Stück an Teilhabe für die Bewohner des Haus St. Vitus in unserer Gesellschaft dar.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Januar zu sehen.

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