Kran am Projekt Warendorfer Straße aufgebaut
Wie ein großer Baukasten

Everswinkel -

Irgendwie erinnert die Szenerie an ein überdimensionales Spiel mit einem Fischertechnik-Baukasten. Stück für Stück wird an diesem Dienstagmorgen am Rande der riesigen Baugrube Warendorfer Straße/Auf dem Esch ein großer Baukran zusammengesteckt. Schwerst- und Präzisionsarbeit gleichermaßen. Seit 8 Uhr sind die drei Mitarbeiter der Warendorfer Niederlassung des Kran-Vermietungsunternehmens Abrams dabei, den Koloss aufzubauen, mit dem nun ein neues Kapital an der Großbaustelle aufgeschlagen wird.

Mittwoch, 16.05.2018, 10:05 Uhr

Ganz schön eng: Beim Aufbau des Baukrans an der Straße „Auf dem Esch“ mussten Monteure, Fahrer und Kranführer auf kleinstem Raum agieren, um den 30 Meter hohen Baukran aufzubauen.
Ganz schön eng: Beim Aufbau des Baukrans an der Straße „Auf dem Esch“ mussten Monteure, Fahrer und Kranführer auf kleinstem Raum agieren, um den 30 Meter hohen Baukran aufzubauen. Foto: Klaus Meyer

Die Straße „Auf dem Esch“ ist abgesperrt. Natürlich. An dem fetten 80-Tonnen-Autokran des Ahlener Unternehmens E. Naber käme ohnehin niemand vorbei. Das mobile Ungetüm übernimmt den Zubringerdienst der Bauteile von den Sattelschleppern zum Standort. Genau getimt rollen die nacheinander an, rangieren rückwärts in die beinahe spielzeugstraßengroße Zuwegung. „Das ist eigentlich zu eng hier“, räumt der Leitmonteur ein. Zum Glück gibt‘s die Steilpfosten am Rand der Baugrube, die ein Absacken verhindern. „So können wir direkt an der Abbruchkante arbeiten.“ Das Spektakel zieht Zaungäste an. Anwohner etwa, die solch große Fahrzeuge in ihrem Wohnquartier wohl noch nicht gesehen haben, und eine Gruppe Waldorfschüler, die eigentlich auf dem Rückweg von einem Ausflug zur Bäckerei Diepenbrock im Grothues ist und sich nun am Bauzaun die Nasen platt drücken.

Nach etlichen Wochen auffälliger Ruhe kommt nun wieder Leben in die Baustelle. „Still ruhte der See“ im wahrsten Sinne des Wortes in der Baugrube. Den Bodenaushub loszuwerden, war offenbar ein größeres Problem als erwartet. Die Deponien hätten den feuchten Boden wegen der Witterung seinerzeit nicht mehr angenommen, berichtet Stefan Brandes vom Ostbeverner Bauunternehmen Wittkamp auf WN-Anfrage. „Solche Erdmassen sind auf jeden Fall ein Problem.“ Hier ging‘s um etwa 8 000 bis 10 000 Kubikmeter. Letztendlich wurde ein Abnehmer gefunden, aber der Zeitverzug ist beachtlich. Ursprünglich – sprich im Januar 2016 – war die Fertigstellung mal mit Ende 2017 bis Anfang 2018 prognostiziert worden. Bei der Präsentation der Baustellenplanung im Juli 2017 ging man von einer Fertigstellung bis etwa Januar 2019 aus. Nun ist Mai 2018. Die erneute Verzögerung dürfte vermutlich einige Monate betragen.

Immer wieder dreht sich der 48 Meter lange Mobilkran-Arm zu den nachrückenden Lkw, um die bis zu sechs Tonnen schweren Einzel-Bauteile abzugreifen. Die laufen genau in der Reihenfolge der geplanten Montage ein. Organisiert wird der Aufbau jeweils schon vorher, vor Ort wird dann koordiniert, wie man seitens des Unternehmens Abrams erklärt. Damit das knapp 30 Meter hohe und insgesamt rund 120 Tonnen schwere „Stahlmonster“ nicht ins Wanken kommt, ist reichlich Gewicht im Fußbereich nötig. Dem Terex-Kran vom Typ „Obendreher“ – der Drehkranz ist oben – werden tonnenschwere Betonplatten, deren Gewicht sich auf 40 Tonnen summiert, auf die Füße gesetzt. Jeweils am Haken des Autokrans schwenken sie ein. Oben drauf der Leitmonteur wie ein Surfer auf einem Beton-Board, der das an Stahlketten schwankende Objekt wie auf einer Welle zentimetergenau in Position „reitet“.

Nach einigen Stunden Arbeit steht das Ding mit einer Ausladung von 50 Metern am Nachmittag. 5 000 Kilo Baumaterial kann der Baukran in einem Durchgang heben, an der Spitze immerhin noch 1 400 Kilo. Es kann also losgehen mit dem „neuen Everswinkel“ an der Warendorfer Straße. Und obwohl noch kein Stein auf den anderen gesetzt wurde, sind bereits 18 der insgesamt 24 Wohnungen verkauft, wie das mit der Vermarktung beauftragte Büro Löckmann Immobilienmanagement auf seiner Website mitteilt.

Montage des Baukrans an Everswinkels größter Baustelle

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  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
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  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
  • Am Dienstag wurde der Baukran für das Großbauprojekt Warendorfer Straße aufgebaut. Dafür waren genaues Anliefer-Timing und Präzision gefragt. Foto: Klaus Meyer
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