Chronik zur Feuerwehr Alverskirchen
Auf der Suche nach Geschichten

Alverskirchen -

„Ich bin immer noch ‚Feuer und Flamme’ für die Feuerwehr“, verrät Michael Schulte. Und das ist auch nach Jahrzehnten noch so.

Donnerstag, 09.08.2018, 16:37 Uhr

Michael Schulte arbeitet an einer Chronik über die Feuerwehr Alverskirchen, die im nächsten Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Dafür ist er auf der Suche nach weiteren Dokumenten und Geschichten.
Michael Schulte arbeitet an einer Chronik über die Feuerwehr Alverskirchen, die im nächsten Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Dafür ist er auf der Suche nach weiteren Dokumenten und Geschichten. Foto: Andreas Engbert

Derzeit arbeitet er an einer Chronik über das Feuerwehrwesen in Alverskirchen, denn im nächsten Jahr wird das 100-jährige Gründungsfest der Feuerwehr gefeiert. „Wobei es keine offizielle Gründungsurkunde gibt“, bedauert Schulte, dass vor allem aus den Anfangsjahren nur wenige Aufzeichnungen existieren. Das Gründungsjahr der Feuerwehr 1919 erschließt sich lediglich aus einer Chronik des Lehrers Drees und einer Urkunde über die 30-jährige Mitgliedschaft, die Josef Grüntkemeier 1949 erhalten hat. Vor allem aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts seien die Belege spärlich.

Am Sonntag hoffte der Initiator der Festschrift, weitere Belege zur Geschichte und Geschichten aus 100 Jahren Feuerwehrwesen zu erhalten. Doch die Resonanz blieb aus – wohl wegen der Ferien und des guten Wetters, wie Schulte vermutete.

Doch er ist nicht entmutigt: „Das Buch wird auf jeden Fall erscheinen.“ Schließlich gibt es ja doch mehrere Quellen, die über die Feuerwehr in Alverskirchen berichten. So sei zum Beispiel sicher, dass auch bereits vor 1919 ein Feuerwehrwesen bestanden habe und um das Gründungsjahr nicht nur im Ort eine Löschgruppe im Ort, sondern auch in den Bauerschaften existierte. „Diese wurden von Löschdirigenten, also heutigen Gruppenführern, geleitet.“

Zudem steht der Löschzug ja auch nicht ganz ohne Chronik da. Inzwischen seien etliche Fotos sortiert und mit Kommentaren versehen worden. Gemeinsam mit Zeitungsausschnitten füllen diese Zeitdokumente etliche Ordner im Gerätehaus. Lediglich das Jahr 1997 fehlt aus unerklärlichen Gründen. Zudem sei man sich ziemlich sicher, alle Einsätze aus 99 Jahren zumindest mit einem Stichwort dokumentiert zu haben.

So zeigte Michael Schulte sich am Sonntag sicher, das Buch rechtzeitig zum Jubiläum herausbringen zu können. Die Herausforderung dabei ist nicht nur die drängende Zeit: „Es ist eine Gratwanderung aus fachlicher Genauigkeit und locker-interessanter Aufmachung“, soll das Werk vor allem auch für Nicht-Feuerwehrleute interessante Einblicke in die Geschichte des Löschzugs bieten. Dazu möchte er nicht einfach chronologisch Geschichte aufzeigen, sondern beispielsweise Themenorientiert vorgehen. Etwa die Veränderungen in der Alarmierung vom Feuerhorn zum Digitalen Meldeempfänger oder den Wandel in der Löschwasserversorgung.

Natürlich ist Michael Schulte auch weiter auf der Suche nach Geschichte und Geschichten rund um die Feuerwehr Alverskirchen. Auch am kommenden Sonntag wird er zwischen 10.30 und 12.30 Uhr am Alverskirchener Gerätehaus sein. Gefragt sind nicht nur Zeitdokumente, wie Fotos, Zeitungsartikel, Urkunden oder Protokolle, sondern auch Erzählungen rund ums Löschwesen.

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