Kulinarische Schlemmertour
Landfrauen erkunden Höfe

Füchtorf -

Einblicke in die Landwirtschaft von heute gewähren möchte der Füchtorfer Landfrauen-Ortsverein seinen Mitgliedern. Am Samstag wurde daher eine kulinarische Schlemmertour von Hof zu Hof angeboten.

Sonntag, 12.08.2018, 23:00 Uhr

Kuchen und Ziegenmilch ließen sich die Landfrauen und ihre Vorsitzende, Doris Schöne (großes Bild, l.), auf dem Ziegenhof von Hedwig Eusterwiemann schmecken.
Kuchen und Ziegenmilch ließen sich die Landfrauen und ihre Vorsitzende, Doris Schöne (großes Bild, l.), auf dem Ziegenhof von Hedwig Eusterwiemann schmecken. Foto: Christopher Irmler

Mit der Initiative „Pumps@Bauernhof“ möchte der Westfälisch-Lippische Landfrauenverband den Dialog zwischen Landwirten und Endverbrauchern fördern. Auch die Füchtorfer Landfrauen greifen das Motto auf. Am Samstag in Form einer kulinarischen Schlemmertour. Rund die Hälfte der in Füchtorf organisierten Landfrauen leben oder arbeiten nicht auf einem Bauernhof. „Es geht vor allem darum, den Frauen Einblicke in die Landwirtschaft von heute zu bieten“, erläutert die Vorsitzende Doris Schöne.

Mehr als 40 Frauen waren der Einladung gefolgt. Los ging es auf Hof Pries, wo die Teilnehmerinnen Wissenswertes zu den Bereichen Hühner- und Schweinezucht sowie über den Spargelanbau aus erster Hand erfuhren. Beim Ziegenhof Eusterwiemann nahm sich Gastgeberin Hedwig Eusterwiemann viel Zeit für ihre Gäste. Vor 35 Jahren mit zwei Ziegen gestartet, kümmert sich die Füchtorferin heute um rund 170 erwachsene Milchziegen. „Ich wollte damals eigentlich nur die Tiere haben. Über die Milch habe ich erst gar nicht nachgedacht.“ Doch das änderte sich relativ schnell. Schließlich gibt eine erwachsene Ziege rund drei Liter am Tag. Zuviel für den persönlichen Bedarf und den Freundeskreis. Bis Ziegenmilch und -käse allerdings zu einem Verkaufsschlager wurden war ein wenig Überzeugungskraft von Nöten. Denn die Ziege hat ein Imageproblem. Zu Kriegszeiten galt sie als „Kuh der armen Leute“. Noch heute erlebt Hedwig Eusterwiemann auf dem Wochenmarkt entsprechende Reaktionen. „Da heißt es dann immer, Ziegenmilch stinke. Dabei haben die Leute sie noch nie probiert.“ Für den pauschalen Vorwurf des Gestanks seien übrigens einzig die Böcke verantwortlich: Um ihren weiblichen Artgenossen zu imponieren, urinieren sie sich selbst an. Im Anschluss an den launigen Vortrag wurden Ziegenmilch und ein Kuchen gereicht. „Das schmeckt ja wie ganz normale Milch“, stellte eine der Frauen überrascht fest. Im Anschluss machte die Gruppe Halt auf Hof Dingwerth (Schweinezucht), ehe auf dem Hof Niemerg (Apfelwein und Bisons) die kulinarische Radtour ausklang.

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