Everswinkel

Di., 19.01.2010

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Hilfe für Kinder abseits der Schlagzeilen

Die Klassensprecherinnen Juree Chaitham (l.) und Vanessa Hillebrecht übergaben zusammen mit Lehrerin Karin Sickmann und Hans-Jürgen Wiese die Spende an Martin Geukes (r.).
Von Klaus Meyer

Everswinkel - Tue Gutes, und wenn es doppelt hilft, dann umso besser. Frei nach diesem Motto beglücken die Zehntklässler der Hauptschule (bzw. jetzt Verbundschule) seit nun schon bald 30 Jahren die Everswinkeler Haushalte mit selbst gefertigten Adventsartikeln und spenden dann den Erlös für soziale Zwecke. Die Adventskranz-Aktion 2009 reiht sich da nahtlos ein. Rund 40 Schüler hatten - teilweise mit Unterstützung von Eltern - zusammen mit ihren Lehrkräften Karin Sickmann und Hans-Jürgen Wiese wieder drei Tage lang mit Tannengrün und Co. hantiert und tolle Adventskränze gefertigt. Dazu kam noch frisches Gebäck aus der Schulküche. Beides ging am 27. November wieder binnen kürzester Zeit weg wie die sprichwörtlichen „warmen Semmeln“. Jetzt folgte Teil zwei der „Handarbeiten“ - die Übergabe des Erlöses.

Schon viele Jahre ist das Hammer Forum dankbarer Empfänger der Einnahmen, und deshalb ließ es sich auch dessen Geschäftsführer Martin Geukes nicht nehmen, selbst die wertvolle Gabe abzuholen, die Kindern in Kriegs- und Krisengebieten hilft. Stattliche 700 Euro waren es, die die Klassensprecher Vanessa Hillebrecht und Juree Chaitham übergaben. Geukes verriet auch vor Ort, wohin dieses Geld fließen wird: Das Hammer Forum hat ein neues Schulprojekt in Guinea gestartet, in dessen Mittelpunkt die Prophylaxe für die Schulkinder steht - die Vorbeugung gegen Malaria und gegen Wurmerkrankung. So geht es vordringlich um die Trinkwasseraufbereitung, denn die Hygiene dort ist weitgehend mangelhaft, das Trinkwasser meist schlecht, wie Geukes erläuterte.

Das Hammer Forum - bestehend aus Ärzten, Gasteltern, Pflegern und Krankenschwestern, Krankenhäusern, Spendern und anderen engagierte Menschen - wurde am 12. März 1991 während des 2. Golfkrieges von Ärzten und Bürgern der Stadt Hamm gegründet. Sie wollten der Not und dem Elend, das besonders die Kinder hart getroffen hatte, nicht länger tatenlos zusehen. Das Hammer Forum ist aktuell in Eritrea, Jemen, Tschetschenien, Guinea und Sri Lanka mit medizinischen Projekten vertreten. Dies ermöglich dem Verein, noch mehr Kinder ärztlich zu versorgen und erspart den kleinen Patienten die Trennung von ihren Familien. „Mit unserem neuen Engagement in West-Afrika wollen wir zudem auch ein Zeichen setzen, ein Zeichen dass wir unsere Hilfe auch in Gegenden ansetzen die außerhalb des täglichen Mediengeschehens liegen. Es sollte unser aller Anliegen sein, auch jenen Menschen zu helfen die im Stillen leiden, dort wo es kein Medieninteresse gibt“, heißt es seitens des Vereins.


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