Everswinkel

Mi., 28.07.2010

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Kleiner Chip, große Wirkung

20 000 Euro jährlich schießt die Stadt zu den Betriebskosten der Radstation dazu, die von den Freckenhorster Werkstätten betrieben wird. Um Kosten zu senken schlägt die Verwaltung die Installation einer automatischen Chip-Ladestation oder auch die Vermietung von Räumen in der Radstation vor. Foto: (Niemeyer)
Von Engelbert Hagemeyer

Warendorf - Der Rotstift soll regieren: In der Juli-Ratssitzung hat Bürgermeister Jochen Walter den Kommunalpolitikern eine so genannte „Giftliste“ mit 102 Sparvorschlägen präsentiert. Insgesamt will Walter den kommunalen Haushalt um rund drei Millionen Euro entschlacken. Und zwar nachhaltig.

Die Sommerpause soll dazu genutzt werden, in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe diese Vorschläge unter die Lupe zu nehmen, zu bewerten - und möglicherweise auch noch zu ergänzen. Ende September kommt es zum Schwur: Dann soll der Rat am 23. Sepetmber entscheiden, mit welchen Maßnahmen auf die Ausgabenbremse getreten werden soll.

Bis dahin stellen die Westfälischen Nachrichten in einer Serie die Sparvorschläge der Verwaltung vor. Heute: Die Obdachlosenunterkünfte und Übergangswohnheime, Mieteinnahmeerhöhungen, das dezentrale Stadtmuseum und die Radstation.

» Da inzwischen ein neuer Mitspiegel vorliegt, sollen die Benutzungsgebühren für die Obdachlosenunterkünfte und die Übergangswohnheime für Aussiedler und Asylbewerber angepasst werden, was zu Mehreinnahmen von 4000 Euro führt.

» Diese Wohnheime werden von städtischen Mitarbeitern betreut und kontrolliert. Die Betreuung soll bleiben, die Kontrolldienste versuchsweise eingestellt werden. Ersparnis: ebenfalls 4000 Euro.

» Die Warendorf Marketing GmbH soll nach Vorschlag der Verwaltung für ihre Räume in der Emsstraße künftig Miete und Nebenkosten selbst tragen. Das brächte Mieteinnahmen von 19 300 Euro.

» Die Stadt ist am Dezentralen Stadtmuseum beteiligt und zahlt anteilig Miete für den Tapetensaal. Der Vertrag soll nur fortgesetzt werden, „wenn die Miete sich deutlich reduziert“. Auch die Reinigungsleistungen im Torschreiberhäuschen, für die die Stadt derzeit jährlich 2000 Euro aufbringt, soll auf den Prüfstand.

» Seit die Freckenhorster Werkstätten den Betrieb der Radstation übernommen haben, schießt die Stadt jährlich 20 000 Euro dazu. Um den Betrieb weiter aufrecht erhalten zu können, wäre zum Beispiel die Installation einer automatischen Chip-Ladestation denkbar, um so die Betriebskosten zu senken. Auch die Vermietung von Räumlichkeiten im Gebäude der Radstation ist denkbar.


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