Everswinkel

Do., 16.07.2009

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Rettungsschere reist mit nach Polen

Ralf Rohlmann, Julia Enseling und Bürgermeister Ludger Banken schauten gespannt zu, wie Miroslaw Obzeski und Andre Cieszynski (von links) von der polnischen Feuerwehr die Rettungsschere ausprobierten. Foto: (Kortenjann)
Von Ina Kortenjann

Everwinkel - Zehn spannende Tage im Zeichen der Völkerverständigung sind wieder einmal vorbei. Neue Freundschaften sind entstanden, alte wurden vertieft. 19 Jugendliche und vier Betreuer erlebten zum zweiten Mal den Austausch der Jugendfeuerwehren in Everswinkel. Jugendwart Ralf Rohlmann hatte mit seinem Team ein buntes Programm für die polnischen Gäste aus Przywidz in der Nähe von Danzig zusammen gestellt. So standen gemeinsame Ausflüge wie in den Zoo und ins Aaseebad auf dem Programm, genauso wie gemeinsame Feuerwehrübungen und ein Besuch beim Institut der Feuerwehr in Münster.

Zum Ausklang trafen sich am Mittwochabend noch einmal Gäste und Gastgeber zum gemeinsamen Abschluss-Grillen im Gerätehaus, denn die Everswinkeler hatten noch eine Überraschung in petto. Ein Aggregat mit Schere und Spreizer aus dem Jahr 1977 übergaben Bürgermeister Ludger Banken und Wehrführer Jörg Welzel an die Freunde aus Polen. Das Aggregat musste aufgrund technischer Mängel aus dem Dienst in Everswinkel genommen werden. Die Firma Lancier Hydraulik aus Ostbevern nahm sich des Rettungsgerätes an und brachte es wieder auf Vordermann, so dass es nun in Przywidz zum Einsatz kommen kann.

Wehrführer Miroslaw Obzewski freute sich riesig über das Geschenk. „Ich hoffe wir können damit in Polen einige Leben mehr retten“, sagte Obzewski. Die technische Einweisung erfolgte dann direkt vor Ort und sogar auf Polnisch durch Frank Burlage und Gregor Szklarz von der Firma Lancier.

Auch die „Straz“, wie die Feuerwehr auf Polnisch heißt, hatte Geschenke im Gepäck. T-Shirts und Tassen mit den Wappen der beiden Gemeinden sorgten für leuchtende Augen bei den Everswinkelern. Bürgermeister Ludger Banken freute sich, dass die Freundschaft der beiden Jugendfeuerwehren seit 2005 so gepflegt wird. „Dass ihr euch wirklich mögt, sieht man ja schon daran, dass ihr jedes Mal wieder die lange Fahrt auf euch nehmt.“

Und genau diese 14-stündige Fahrt stand am Donnerstagmorgen an. Mit vielen neuen Eindrücken und einem neuen Rettungsgerät im Gepäck brachen die Kameraden der „Straz“ in die Heimat auf. Ein Wiedersehen lässt aber bestimmt nicht lange auf sich warten.


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