Everswinkel
Fr., 23.04.2010
Wahlkampf beflügelt SPD
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Everswinkel - Der derzeitige NRW-Wahlkampf scheint die Mitglieder der Everswinkeler SPD in besonderem Maße zu mobilisieren. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag im Gasthof Arning mussten Tische und Stühle nachgestellt werden, um dem großen Andrang Herr zu werden. Ganz vorne auf der Tagesordnung stand ein Referat von Thomas Trampe-Brinkmann, SPD-Landtagsmitglied und Kandidat für die Wahl am 9. Mai. Und die Everswinkeler Genossen erlebten einen kämpferischen Kandidaten, der bei seinem Parforce-Ritt durch die aktuellen Themen prägnant die Positionen der Landes-SPD verdeutlichte und dabei den einen oder anderen Seitenhieb auf CDU und FDP natürlich nicht ausließ.
Häufiger Zwischenapplaus der Genossen zeigte, dass er damit auch den richtigen Nerv getroffen hatte. Die finanzielle Ausstattung der Kommunen durch das Land, war Trampe-Brinkmanns erstes Thema. „Herr Rüttgers macht es sich ziemlich einfach, wenn er die Sparbemühungen des Landes auf die Kommunen abgewälzt.“ Das sei ein Verschieben auf die Kleinsten, die sich nicht wehren können. „Das stellt sogar die Verfassungsfrage, wenn auf diese Weise die Kommunen ihre Selbstverwaltung nicht mehr wahrnehmen können.“ Mit Blick auf die Berliner Regierung stellte Trampe-Brinkmann fest: „Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist ein Schuldenbeschleunigungsgesetz, das sich wegen der Belastung der Länder ebenfalls negativ auf die Kommunen auswirkt.“ Den von der Landes-FDP und Landes-CDU mitgetragenen Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomkraft nahm er ebenso ins Visier wie die von der CDU-geführten Landesregierung propagierte Bildungspolitik. „Wir brauchen ein System, das alle Kompetenzen fördert und nicht schon nach vier Jahren eine Auswahl zwischen den weniger Guten und den Guten trifft“, setzte er sich für eine gemeinsame Schulzeit in einer Ganztagsschule bis zur 10. Klasse ein. „Nur so können wir individuell fördern, denn wir brauchen jeden klugen Kopf.“ Eine solche Schule stabilisiere zudem das Bildungsangebot im ländlichen Raum, und das sei auch aufgrund des demografischen Wandels dringend erforderlich. „Wir haben im Wahlkampf schon längst die Blinker gesetzt und befinden uns auf der Überholspur. Wir haben gute Chancen, unser Ziel zu erreichen.“
Vorstandswahlen standen auch auf dem Programm. Dabei gab´s nur wenige Veränderungen. Dr. Wilfried Hamann wurde als Vorsitzender bestätigt. Vertreten wird er künftig von zwei Vorstandsmitgliedern. Neben Marc Schmidt, der das Amt auch bisher innehatte, wurde Helga Trümper-Wolk zur Stellvertreterin gewählt. Einen Tausch gab´s bei den Positionen der Schriftführerinnen. Lore Tröbst wird künftig von Alexandra Telges vertreten. Andreas Konieczny bleibt weiter Kassierer und Fred Heinemann Mitglieder- und Bildungsbeauftragter. „Wir möchten, dass diejenigen, die sich in der Parteiarbeit engagieren, auch Stimmrecht im Vorstand haben“, erklärte Hamann die relativ große Zahl an Beisitzern. Diese Aufgabe übernehmen wie bisher Norbert Bücker, Erwin Friemel, Alfred Wolk, Bernd Wesbuer, Claudia Jansen-Schultz und neu Irene Meier.
Die Zeit zwischen den Wahlgängen nutzte der Vorsitzende für „Rückblick und Ausblick“. Klar, dass die Aktionen gegen Schlecker aber auch für die Verkehrsentlastung der Nord-Süd-Achse und die zahlreichen Aktivitäten im sozialen Bereich, wie die Fahrt zum Ketteler Hof, der Kinder- und Frühlings-Flohmarkt und der Staudentausch ihre Würdigung fanden. Ehrungen gab´s auch: Marlene Bücker ist 25 Jahre Parteimitglied. Elsbeth Friemel, Erwin Friemel, Günter Meier und Fred Heinemann gehören der Partei seit 40 Jahren an.
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